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Kann mir einer mal was erklären!!!???
Centaury:
Versteh einer die Welt!
Ich als Azubi im 1. Jahr sehe es irgendwo nicht ein, für den Hungerlohn noch Überstunden zu machen. Letztens war ich mal eine halbe Stunde länger da, weil ein Schulungsrechner nicht mehr wollte und der am nächsten Tag gebraucht wurde.
Nach dieser halben Stunde hab ich dann zu meinen Chef gefragt, ob nicht jemand anderes weitermachen könne, ich wusste eh nicht mehr weiter. "Grummel....grummel, na dann hau halt ab!" war die Antwort.
Bei einem ähnlichen Vorfall durfte ich mir anhören, dass ich "mit dieser Einstellung zu Überstunden auf dem heutigen Arbeitsmarkt ein echtes Problem" hätte... (Ich hab ihm natürlich nicht gesagt, dass ich das nur bei meinem Gehalt (noch) nicht einsehe, frei nach dem Motto "solange mein Chef so tut, als würde er mich richtig bezahlen, so lange tue ich auch so, als würe ich richtig arbeiten" ;) )
Schon merklwürdig, unser BR macht da keinen Stress (mein Chef, sprich AL, ist regelmäßig länger da...)
Generell hab ich mit Überstunden auch kein Problem, aber es ist immer eine Frage der Verhältnisse: Wenn ich mein Handy auf dem Tisch liegen habe und ab und an mal mit meiner Freundin SMSe, darf ich mir Gemecker anhören, wenn ich 2-3 private EMails am Tag (außerhalb der Pausen) beantworte gibt's Gemecker...
Ich will meine Fa. nicht schlecht machen, in den Pausen darf ich surfen etc. so viel ich will, aber sonst....
Ich seh's halt nicht ein, private Zeit für die Firma zu opfern, wenn ich nicht auch mal (ich betone: MAL) Arbeitszeit für private Dinge opfern kann. Es handelt sich um allerhöchstens 10 Minuten Arbeitszeit am Tag (die ich dann auch gerne anhänge). Aber mir zu Beginn der Ausbildung erzählen, "Wir sehen das nicht so eng"...
Alles klar!
Arbeitgeber wird man nie verstehen!
Ich würd's auch das nächste Mal bleiben lassen!
In diesem Sinne!
Meff:
Du solltest nur beachten, dass Dein Chef wahrscheinlich als AT (=Aussertariflich) eingestellt ist und da schaut das dann alles ein wenig anders aus. In diesen Verträgen wird keine Arbeitszeit im herkömmlichen Sinne geregelt, desweiteren interessieren sich die Betriebsräte für solche Angestellte nicht sonderlich.
Meff
Performance:
tja woh ich würde sagen das ist auch ein wenig deine Schuld - ok deine Handlung ist ja lobenswert aber wenn sie nicht abgesprochen ist, so ist sie einfach daneben - die Sache sehe eigentlich noch besser aus wenn die Überstunden nicht bezahlt werden ::) - aus der Perspektive des Chefs. Dein chefe hat mit seiner Fragestellung völlig Recht auch wenn das hart klingt.
Stell dir mal vor du wärst Sonntag Abend an einem Stromschlag verunglückt ! Wer trägt dann die Verantwortung ? - die Allgemeinheit(der Staat wie immer) nehme ich an weil vom chefe kam kein ok und der Betriebsrat hat da auch keine Stellung bezogen.
Ich nehme an du arbeitest in einem grösseren Unternehmen und wenn auch noch so ein Betriebsrat da existiert, sind koordinierte Handlungen und Weisungen ein MUSS. Die logische Folgerung einer Nichthandlung wäre vielleicht ein kleines Desater am Montag gewesen, und wie du weisst muss immer etwas passieren damit darauf reagiert wird. Also wenn im Nachhinein festgestellt wird das das Funktionieren des Servers ein essentielles Muss sein soll, so wird sich dein chef auch Gedanken machen wie er das Problem beheben kann. Dann wäre auch der Betriebsrat damit involviert und müsste sein Einverständnis geben.
Ok es wird immer davon gesprochen das die Arbeitskräfte in einem Unternehmen als eigene Unternehmer agieren sollen aber die Kompetenzen sind eher beschränkt.
Zum Glück hab ich in einem Unternehmen gearbeitet wo es kein Betriebsrat gab, und Absprachen dieser Art waren bei uns in einer flachen Hierarchie sehr leicht, schnell und "deutlich" zu bewerkstelligen.
Also lieber deinen Arbeitsvertrag nochmal genau durchlesen und mit den chefe Absprachen wegen Überstunden und Sonn- und Feiertagsarbeit regeln -- das hilft Probleme solcher Art zu vermeiden. Ich will hier nicht angeben aber solche "Was pasiert wenn.... " Szenarien, habe ich in den ersten 2, 3 Tagen bei einer neuen Firma geklärt.
Die IBM hat auch so ein ähnliches Problem mal gehabt - ergo es wurde jemand gefunden der an Sonn- und Feiertagen immer erreichbar ist um die Funktion einer Server-/farm aufrechtzuerhalten. Betriebsrat hat sein ok dazugegeben, nachdem das Problem diskuttiert wurde.
cu
Glombi:
@Performance: Interessanter Beitrag, der einige Fragen rechtlicher Art aufwirft, an die ich erstmal nicht gedacht habe.
Was wäre denn, wenn woh aus Versehen bei der Reparatur den Server wie auch immer kaputt gemacht hätte? Wer muss das bezahlen? Greift da die private Haftpflicht (falls vorhanden)?
Hat halt alles zwei Seiten.
Aber nichtsdestotrotz hätte die Reaktion vom Chef auch freundlicher ausfallen können! So wird die Motivation anscheinend nicht sonderlich erhöht.
Andreas
ata:
@Centaury
... das hört sich zunächst in deiner Darstellung sehr klar an - aber es scheint noch mehr vergraben zu sein...
... ohne Einsatz - und dazu zähle ich auch Überstunden - wirst du kaum an Positionen gelangen, wo der Zahltag dann stimmt und eine Überstunde hin oder her kommt dann gar nicht zur Diskussion, weil der Zahltag ja stimmt...
... ich vermute weitere Probleme bei dir
- Kommunikation dürfte eines davon sein. Du sprichst davon, daß du eh nicht weiter wusstest. Du hast dich dann - vermutlich aus Frust - dafür entschieden es den Chefe machen zu lassen - und der ist natürlich nicht begeistert von deiner "Entlastung"
- und zum zweiten scheint es dir nicht unbedingt gut zu gehen. Wenn meine Vermutung mit dem Frust stimmt - und darauf deutet einiges hin - dann solltest du dir Gedanken machen, wie du daran etwas ändern kannst - denn das wird dich auf Dauer zermürben - mit Spaß bei der Arbeit tauchen deine Probleme nicht so im Vordergrund auf...
... Performance hat es dir bereits angedeutet - wenn du mit etas unzufrieden bist musst du etwas dafür tun - allerdings auch bereit sein was einzustecken...
... in diesem Sinne...
ata
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