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Bachelorarbeit - Wirtschaftsinformatik
gs3rr4:
Das Thema ist nun angenommen und auch seit dem 01.04. angemeldet.
Kurze Zusammenfassung des "neuen" Inhalts:
--- Zitat ---Ich erstelle eine Anwendung in MS SQL Server 2008, Lotus Notes oder SAP welche die komplette Datenerfassung abbilden muss. Diese Datenbank soll bestimmte Daten in eine Excel Tabelle exportieren können. Die Struktur der Excel Tabelle ist dabei immer die selber. Es sollte also möglich sein, Daten 1:1 an Felder weiterzugeben und umgekehrt. In der Excel Tabelle wird nun etwas berechnet. Wenn der Controller fertig ist, soll es möglich sein Werte aus dieser Excel Tabelle in die Datenbank zu übertragen. Diese Positionen sind auch immer die selben.
Ich weiß, dass es sehr fraglich ist ob man die Excel-Tabelle überhaupt braucht. Sie ist jedoch Teil eines weiteren Prozesses und wird unbedingt benötigt.
Ich soll im Zuge der Bachelorarbeit herausfinden, welches der Systeme (Lotus/SAP/MSSQL) am geeignetsten ist, um das Ganze zu realisieren. Weiterhin soll ich eine Querschnittsanalyse und eine Nutzwertanalyse erstellen, welche bei der Entscheidungsfindung helfen und zugleich den Gesamtnutzen der neuen Anwendung darstellen soll. Bei der Nutzwertanalyse brauche ich Kriterien, welche ich zu einem Katalog zusammenstellen kann um die drei Systeme bewerten zu können.
Die Berechnung innerhalb der Datenbank sowie mögliche Logging-Konzepte werde ich im Ausblick der Arbeit anschneiden - sozusagen als Erweiterungen für die Zukunft.
--- Ende Zitat ---
zu Lotus Notes brauche ich jetzt konkret folgendes:
- Schnittstellen zwischen Excel und Lotus Notes
- Vor- und Nachteile die ihr bei diesem Projekt bei Lotus Notes seht
Zu den Schnittstellen:
Ich brauche für jedes Projekt eine einzelne Excel-Tabelle. Das heißt für mich, dass eine Schnittstelle die permanent Daten aktuell hält nicht in Frage kommt. Wie schon gesagt: Die Struktur der Excel Tabelle ist immer gleich. Ich könnte mir also vorstellen, dass man eine Vorlage-Datei zur Verfügung stellt, welche dann von Lotus per Knopfdrück mit den Projektdaten des gewünschten Projektes füllt und unter dem Namen Projekt_386.01.xls abspeichert. Das wäre wirklich das optimalste. Andersherum sollten dann Excel-Tabellen "eingelesen" werden können. Also ich wähle die Datei Projekt_386.01.xls aus und übertrage die zuvor in Excel berechneten Daten in die Tabellen der Datenbank ein.
Ihr könnt mir gerne auch andere Wege vorschlagen oder sagen, dass ich mir den totalen Quatsch zusammendenke. :D
Zu den Vor- und Nachteilen:
Ich stelle mir dazu mehrere Kategorien wie z.B. Erweiterbarkeit, Benutzerverwaltung, Sicherheit oder Zugriffsgeschwindigkeit. Ich brauche halt mehrere Sachen, an denen ich festmachen kann, welches der Systeme am geeignetsten ist.
Bei Lotus Notes würde ich z.B. als Vorteil sehen, dass es eh schon jeder Mitarbeiter täglich nutzt und damit eine vertraute Oberfläche hat. Die Benutzerverwaltung und Sicherheit sollte damit auch für Lotus Notes sprechen.
Nachteilig wäre, dass man es schwer erweitern kann, da z.B. Kenntnisse der Scriptsprache erforderlich sind.
SAP wird noch nicht von jedem Mitarbeiter genutzt, also müsste man sich dort erst einarbeiten und evtl. sogar neue Lizenzen besorgen. Auch hier werden ABAP-Kenntnisse benötigt, um Erweiterungen oder Änderungen vorzunehmen.
Punkten könnte SAP auch durch Sicherheit und einfacher Nutzerverwaltung. Zudem ist SAP ein System, das gerade für solche Dinge gedacht ist. In Zukunft könnte man sogar gänzlich auf Excel verzichten und das ganze ausschließlich in SAP abbilden. Hier sind auch sehr viele Daten-Analysemöglichkeiten gegeben.
MS SQL wäre wohl am einfachsten erweiterbar. Bei der Nutzerverwaltung bin ich mir nicht sicher. Import und Export der Daten zu Excel ist hier wohl auch am einfachsten, da beide Produkte vom gleichen Hersteller sind und gute Schnittstellen geschafft wurden.
--- Zitat von: Peter Klett am 01.03.12 - 17:52:17 ---Man kann auch in Notes mit relationalen Strukturen arbeiten, muss die aber selbst managen. Damit hat man dann sowohl die Vorteile der dokumentbasierten Datenbank und der relationalen...
--- Ende Zitat ---
Wie genau geht das? Kannst du mir Literatur oder Stichpunkte nach denen ich in Büchern suchen kann dazu geben?
Das größte Problem das ich bei meiner Arbeit sehe ist, dass ich shr viel Infos von erfahrenen Nutzern bekomme, welche ich schwer in Büchern wiederfinden kann. Ich bin wirklich sehr dankbar für eure Hilfe, aber könnt ihr mir auch Literatur nennen, in der die Methoden die ihr verwendet beschrieben werden oder habt ihr all euer Wissen nur durch Erfahrungen sammeln können?
Vielen Dank an alle die das hier lesen und noch mehr an diejenigen, die sogar etwas hilfreichen dazu schreiben!!
Gandhi:
--- Zitat ---- Schnittstellen zwischen Excel und Lotus Notes
--- Ende Zitat ---
Meistens COM, möglich sind aber auch andere, z.B. ODBC (Mit Excel als Quelle).
Ich würde persönlich COM verwenden.
Vorteile Notes im entsprechenden Kontext (subjektiv)
- Mir ist noch kein System bekannnt mit dem man schneller entwickeln kann (entgegen Deiner Annahme). Dies ist möglich, weil
- Schnittstellen verfügbar sind (z.B. COM, ODBC, CORBA, Verschieden Möglichkeiten unter Java, Webservices (SOAP und REST)
- "Batteries included": Rechteverwaltung, GUI
- Aktive Gemeinde (Hallo Atnotes)
- Vorhandene Lösungen (openNTF.org) auf denen man zumindest aufbauen kann.
- Integriebarkeit in vorhandene Lösungen
- Bekannte Oberfläche für die Anwender (wird meist vollkommen unterschätzt)
Nachteile:
- Datenmodell von EXCEL ist die Tabelle - das passt besser zu anderen tabellenorientierten Systemen wie relationalen DBs (z.B. MS SQL Server 2008)
- Proprietäres Entwicklungssystem, das nicht selbsterklärend ist und von bekannten Standards abweicht.
- Ungewisse Zukunft des Produktes weil der Hersteller hier zu wenig deutlich committed
- In vielen Unternehmen eher auf dem Ast der auszusortierenden Systeme (das musst Du mit Deiner Firma abklären...)
- Nachteile in der Performance bei großen Datenmengen insbesondere bei vielen Datensätzen.
heini_schwammerl:
Mit MS SQL Server kann man eigentlich gar keine Anwendungen erstellen denn es ist eine reine Datenbank. Aber Du könntest SAP nehmen welches seine Daten in MS SQL speichert. Dann verwendest Du 2 von 3 Produkten.
Den MS SQL Server kann man mit fast jeder Programmiersprache ansprechen (Java, .Net, PHP, Ruby, Visual Basic etc. oder auch Notes). Nach der verwendeten Programmiersprache richtet sich dann ggf. auch die Eignung. Das der MS SQL Server gut mit Excel kann, weil es vom selben Hersteller, ist nicht falsch allerdings hängt das nicht in erste Linie vom Hersteller sondern vom Betriebssystem ab.
Lösungen welche auf einem Windows Server betrieben werden haben einen kleinen Vorteil weil man hier eben auch Excel direkt verwenden kann während man sich auf anderen Plattformen auf Schnittstellen, Remote Zugriffe oder eine lokale Excel Installation etc. verlassen muss (was auch nicht nur Nachteile haben muss).
An Hand objektiver Kriterien lässt sich so eine Entscheidung sowieso kaum treffen. Notes mag eine ganz tolle Plattform sein. Wenn in Deiner Firma niemand damit umgehen kann aber tolle SAP oder MS SQL Spezialisten rumsitzen hilft die Plattform wenig.
Wenn Budget keine Rolle spielt ist wiederum SAP immer ein guter Kandidat denn die Plattform ist sehr mächtig.
Kenntnisse in einer (Script)sprache wirst Du bei allen Lösungen benötigen denn ohne Programmierung wird das schwer zu realisieren sein.
Für Notes würde sicherlich sprechen falls die Anwendung dezentral eingesetzt werden soll (z.B. dezentral angebundene Niederlassungen) und vielleicht auch mal auf einem Laptop auf Reisen geht.
Falls eher eine zentrale Webapplikation in Betracht kommt würde ich zum MS SQL Server tendieren. Na und SAP kann man immer nehmen wenn Zeit und Geld keine Rolle spielt (und einen SQL Server benötigt SAP sowieso).
Für welche Lösung Du Dich entscheidest solltest Du vorrangig in Deiner Firma klären. Du kannst Dich natürlich auch darauf verlassen das Du alle Infos hier im Forum bekommst.
flaite:
Für mich sind alle nicht auf JEE, springframework oder .NET basierten neuen Anwendungen reiner Masochismus. Das ist sicherlich menschlich, schließlich verdienen Dominas noch mehr Geld als IT-Fachkräfte, aber halt nicht besonders rational. Es wird immer noch davon geredet, dass dies sehr komplex wäre. Ich hab nix dagegen, weil dies mein Zeitbudget in Projekten gemütlich ausdehnt. Die Realität ist das schon lange nicht mehr.
Ein guter Propagandist für diese Haltung ist im deutschsprachigen Raum Adam Bien. Les seinen Blog und seine Bücher, viele deine zukünftigen potentiellen Arbeitsplatzentscheider tun das auch. Wieso sich noch groß einen Kopf machen?
In der Diskussion geht aus meiner Sicht einiges durcheinander. Selbstverständlich haben Relationale Datenbanken eine Programmiersprache. Bei Oracle heißt das PL/SQL und wird in sogenannten Stored Procedures verwendet. MSSQL hat sowas ähnliches. Problem dabei ist, dass dein DB-Admin wenig Humor versteht, wenns darum geht Anwendern insbesondere von ausserhalb des Firmennetzwerks Direktzugriff auf die RDBMS zu geben. Dafür gibts halt moderne Middleware wie .NET, JEE, Springframework oder wenns denn unbedingt sein muss Domino. Bei letzteren find ichs allerdings seltsam, dass ich mit meinem ex-Domino, seit längerem JEE Lebenslauf inzwischen wöchentlich Projekt-Anfragen von Vermittlern erhalte, in denen es über die Transkription einer Domino Anwendung in "Java" geht (was letzteres immer heissen mag), obwohl ich bei denen überall als "bis Ende 2012 ausgebucht" vermerkt bin.
Excel ist eine super-Desktop-Anwendung, die ich vollkommen gut finde. Business Experten ohne wirkliche Enterprise IT-Kenntnisse können da direkt die Business Logik reinprogrammieren. In Multi-User Prozessen macht Excel aber immer Probleme. Ich war da schon in einigen involviert. Umstellungen sind schwierig, weil Anwender dazu tendieren nach wie vor das alte Template zu verwenden. Dann gibts noch neue Excel Versionen. Probleme in der Com Schnittstelle, viele User kopieren fröhlich Zellen hin und her, dass die hinter bestimmten Zellen vermuteten Formeln nicht mehr stimmen, etc. Von Sicherheit kann auch keine Rede sein, weil kein mir bekanntes serverseitiges Programm wirklich überprüft, dass der User nicht die Formel des Excel-Files selbst und wenn auch nur versehentlich geändert hat.
SAP favorisiert selbst JEE als Middleware-Platform. Die haben eigene Server, die aus meiner Sicht aber deutlich schlechter sind als die aktuellen Spitzen-Erzeugnisse im einzig wahren vierten Quadranten für son Zeugs, also JBoss, Tomcat und Glassfish.
Gut. Du willst dein Diplom und der Kunde ist König: Wenn Du etwas auf Domino bringen willst, dass autorisierten Anwendern ermöglicht, Excel Dateien hochzuladen und die irgendwie zu lesen und dann mit den Daten irgendwas anstellen, dann kannst Du das natürlich machen. Da würd ich auch nicht mehr lang über Datenbank-Theorie, Segurity und was-nicht herumphilosophieren, sondern tun. Nach dem Spiel der FC-Ziegen letzten Mittwoch in Mainz sah Lucas Podolski einige seiner Mitspieler um einen Bildschirm, der die letzten Minuten des noch nicht beendeten Spiels in Berlin ausstrahlte. Poldi ranzte sie an: "Ihr sollt nicht Fußball gucken. Ihr sollt endlich selber Fußball spielen". Der Mann ist deutlich intelligenter als viele denken. Mach Dir einfach nicht zu sehr einen Kopf. Denk darüber nach, wie Du die Requirements des Kunden möglichst einfach umsetzen kannst, ohne dabei kompletten Spagetti-Code zu hinterlassen.
Das Problem sehe ich eher, wenn Du mit Diplom auf dem Arbeitsmarkt aufschlägst. Viele Entscheider über Arbeitsplätze werden sich aus meiner Sicht bei einer solchen Anwendung als Projekt für die Diplom-Arbeit fragen, ob Du ein Ei am wandern hast. Aber das ist eben auch nur meine Meinung. Meine Devise lautet seit 12 Jahren: Möglichst viel modern klingende buzzwords auf dem Lebenslauf und an sich klappt das nicht schlecht.
Bezüglich sämtlicher Aussagen hier im Forum - auch meiner eigenen - zum Unterschied zwischen dokument- und datenbankbasierten Anwendungen wär ich vorsichtig. Wir sind hier IT-Praktiker und keine Datenbank-Theoretiker. Allerdings hat die NoSQL Bewegung hier einiges an hochschul-zitierfähigen Material erzeugt. Such einfach nach comparision document database relational database. Das charakteristische eines RDBMS sind nicht die Tabellen, sondern wie die Datentupel in Beziehung gesetzt werden, dass man direkt über Mengen an Daten operieren kann, die ausgetüftelte - und auch damit oft übrigens nicht ausreichende - Transaktionslogik, die in den RDBMS Produkten verwurstet ist und und und.
Liebe Grüße
Axel
gs3rr4:
--- Zitat von: heini_schwammerl am 14.04.12 - 15:03:41 ---Mit MS SQL Server kann man eigentlich gar keine Anwendungen erstellen denn es ist eine reine Datenbank.
...
Das der MS SQL Server gut mit Excel kann, weil es vom selben Hersteller, ist nicht falsch allerdings hängt das nicht in erste Linie vom Hersteller sondern vom Betriebssystem ab.
Lösungen welche auf einem Windows Server betrieben werden haben einen kleinen Vorteil weil man hier eben auch Excel direkt verwenden kann während man sich auf anderen Plattformen auf Schnittstellen, Remote Zugriffe oder eine lokale Excel Installation etc. verlassen muss (was auch nicht nur Nachteile haben muss).
--- Ende Zitat ---
Mit MS SQL Server direkt nicht, aber mit dem Studio oder? Ich habe mir das ganze sehr Access-like vorgestellt.
Mit Notes auf MS SQL Server zugreifen? Ich kenne zwar die genaue Notes Struktur nicht, es gibt schon zahlreiche Notes-Anwendungen. Ich denke nicht, dass ich für meine eine extra Datenbank anlegen muss. Ähnlich habe ich es mir bei SAP gedacht. Ich würde in SAP auch nur neue Tabellen auf der bestehenden Datenbank anlegen und mit diesen arbeiten.
Die Anwendung soll nicht für das gesamte Großunternehmen geschrieben werden. Es betrifft lediglich einen kleinen Bereich. Der lokale Admin sollte es leicht anpassen können und nicht unbedingt weitere SAP/ABAP- oder Lotus Notes-Experten aufsuchen müssen, wenn es mal kleine Änderungen geben sollte.
--- Zitat von: Pitiyankee am 14.04.12 - 19:24:31 ---Gut. Du willst dein Diplom und der Kunde ist König: Wenn Du etwas auf Domino bringen willst, dass autorisierten Anwendern ermöglicht, Excel Dateien hochzuladen und die irgendwie zu lesen und dann mit den Daten irgendwas anstellen, dann kannst Du das natürlich machen. Da würd ich auch nicht mehr lang über Datenbank-Theorie, Segurity und was-nicht herumphilosophieren, sondern tun.
--- Ende Zitat ---
Ich würde sehr gerne was tun, aber bisher habe ich mich noch sehr mit dem modellieren und beschreiben der Prozesse gedrückt. Ich finds auch toll, dass ihr so viel schreibt, aber finde es sehr schwer für mich nützliche Informationen zu filtern. Wie gesagt habe ich wenig mit Datenbanken zu tun gehabt. Habe nur 2 Semester Vorlesungen über Datenstrukturen, SQL usw. gehört und mal was mit Access gemacht, das wars. In der Programmierung geht es mir ähnlich.
Vielleicht hätte ich mir ein anderes Thema suchen sollen, aber jetzt ist es nun mal so und ich hatte auch meine gründe.
Ich hab mir gerade mal MS SQL Express + Studio gezogen und schau mal rein. Dem Controlling ist es prinzipiell egal wie das ganze später aussieht. Hauptsache die Funktionalität ist gegeben und der lokale IT-Manager kann dort mit möglichst geringem Aufwand Änderungen umsetzen. Wenn ich danach gehe sieht es bisher stark nach MS SQL Server aus. Falls ich mir nicht wie erhofft mit dem Studio ein Frontend basteln kann.. dann muss ich mal sehen..
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