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Bachelorarbeit - Wirtschaftsinformatik

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gs3rr4:
Hallo liebe Notes Profis! ;)

Ich bin Student der Wirtschaftsinformatik und bereite z.Z. meine Bachelorarbeit vor, welche ich in einem Großunternehmen schreiben werde.

Ich habe leider noch keine großen Erfahrungen mit Datenbanken sammeln können und brauche daher Einschätzungen, Tipps und Literaturhinweise von erfahrenen Usern.

Hier mal eine kurze Beschreibung der Situation:

Das Controlling des Unternehmens muss Projektdaten aus den einzelnen Fachabteilungen sammeln, überprüfen und dann in ein Excel-Sheet(1) übertragen. Die Struktur dieser Tabelle ist festgelegt und wird zu einem späteren Zeitraum in eine Lotus Notes-Anwendung übertragen. In dieser Tabelle werden komplexe Berechnungen durchgeführt.
Die Erfassung der Daten, welche aus den Fachabteilungen kommen, werden ebenfalls durch eine Excel-Tabelle(2) erfasst. Die Übertragung der Daten in das Excel-Sheet(1) wird manuell ausgeführt.
Die Projektdaten werden später für Auswertungen benötigt. Problematisch ist, dass wenn sich z.B. der Preis eines Einzelteils ändert, die Daten aller Tabellen angepasst werden müssen. Danach muss eine neue Berechnung ausgeführt werden. Es wird eine Lösung angestrebt, in welcher an einer Stelle der Preis geändert wird und dann automatisch alle Projekte dem neuen Stand angepasst werden. Eine Datenbank würde dieses Problem lösen.
Es sollte unproblematisch sein Masken zu erstellen, über welche die Fachabteilungen die Daten in die Datenbank übertragen. Diese Daten können dann über eine Exportfunktion in das Excel-Sheet(1) übertragen werden. Ich habe zwar noch wenig Erfahrung im Bereich Datenbanken, aber bis hier hin kann ich mir alles sehr gut vorstellen.
Im nächsten Schritt müssen nun die Berechnungen erfolgen. Die Frage ist, in welchem Umfang man komplexe Berechnungen in einer Datenbank ausführen kann. Eine Überlegung wäre, die Daten einfach in die Tabelle zu übertragen und dort die Berechnung auszuführen. Im Anschluss kann man die berechneten Werte an die Datenbank zurück geben. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dies automatisiert werden kann. Besser wäre es, wenn man die Berechnungen in der Datenbank realisieren könnten.
Ein weiterer Anspruch ist, dass Veränderungen getrackt werden. Optimal wäre sogar, wenn eine Versionierung implementiert werden könnte. Also immer wenn es eine Änderung an einem Projekt gibt, soll möglich der alte Stand gesichert werden.
Ein Paar Aspekte, welche zu diesem Zeitpunkt jedoch noch sekundär sind:

 - Einfache Erweiterbarkeit
 - Geringer Aufwand bei der Benutzerverwaltung - Vorhandene Konten Nutzen (Windows-, SAP- oder Lutos Notes-Kennung nutzen)
 - Flexibilität bei der Datenauswertung und den Berichten (Möglichst Excel basiert, da mit den Ergebnissen gearbeitet werden soll)

Die grundlegenden Fragen die sich für mich stellen sind:

 - Ist ein solches Projekt realisiertbar?
 - Falls ja, in welchem Zeitrahmen? (Ich habe ca. 3 Monate Zeit)

Mir würde jeder kleine Ratschlag oder Hinweis helfen!

Vielen vielen Dank an jeden einzelnen, der sich alles durchgelesen hat!

lg

gs3rr4

Tode:
Also: Lotus Notes/Domino ist für eine solche Anforderung sicher nicht erstes Mittel der Wahl (und ich entwickle seit 1995 Notes- Datenbanken).

Alles was Du angefordert hast, lässt sich mit mehr oder weniger Aufwand in Lotus Notes umsetzen.

Ein erfahrener Programmierer würde hierzu -mal über den Daumen geschätzt- 5-7 Manntage benötigen. Dabei müsste er folgende Dinge beherrschen:

- Datenbank- Design generell (Masken, Ansichten, Rahmengruppen, Seiten, etc)
- Formelsprache für alle Berechnungen innerhalb einer Maske
- LotusScript für die automatische Aktualisierung von Dokumenten, wenn sich die Stammdaten ändern und für komplexere Berechnungen.
- Com / OLE- Programmierung für die Fernsteuerung von Excel
- Tiefe Systemkenntnisse über Vorgänge innerhalb von Notes- Datenbanken

Wenn Du Dich also nicht die vollen drei Monate komplett um das Thema (und nur darum) kümmern kannst, und nicht einen Mentor hast, der sich in der Notes- Programmierung sehr gut auskennt, dann wirst Du das nicht hinkriegen, weil diese Aufgabe auch für einen erfahrenen Programmierer mehr als eine Stolperfalle bereit hält...

Gutierrez:
@OP
Hast du denn generell schon Programmiererfahrung? Bestensfalls mit mehreren Programmiersprachen?

Falls nicht, kannste es knicken. Erfahrung ist eben Erfahrung...

Kann sonst Tode nur zustimmen, bei anderen Entwicklungssystemen müsste man aber dann eine Benutzerverwaltung noch einbauen, das bringt Lotus Notes ja schon mit. COM / OLE birgt auch manchmal Gemeinheiten...
In 3 Monaten als jmd. ohne oder wenig Erfahrung schwer zu schaffen.

Grüße
Gutierrez

Peter Klett:
Also, ich sehe das nicht ganz so schwarz. M.E. ist das stark vom Umfeld (also GUTER Unterstützung aus dem Unternehmen) und den eigenen Fähigkeiten (womit ich nicht Erfahrung, sondern in erster Linie Logik und Herangehensweise meine) abhängig.

Wichtig bei solchen Projekten erscheint mir die Konzentration auf das Wesentliche, den allgemeingültigen Knackpunkt, zu sein. Hat man den gefunden, und baut sich darum eine saubere Linie auf, ist das zu packen.

Viele Projekte scheitern an dem vielen Klein-Klein, weil eben nicht strukturell sauber herangegangen wird.

Schau Dir das Umfeld genau an, sind dort Leute, denen Du zutraust, dass die das strukturell auf die Reihe kriegen, haben die Zeit für Dich, kommst Du mit denen klar? Hast Du andere Unterstützer, Professoren o.ä.?

Wenn die da heute mit irgendwelchen Exceltabellen herumfummeln, in denen es nicht möglich ist, saubere Preise eindeutig zu hinterlegen (das kann Excel natürlich auch, man muss es nur wollen -> sicher einer der Knackpunkte), muss das nicht gegeben sein, denn dann bräuchten die das Projekt nicht.

Also zusammengefasst: Ich sehe die Herausforderung primär in der Struktur, weniger in der Umsetzung, packst Du das und hast Unterstützung bei der Umsetzung, halte ich das für machbar.

gs3rr4:
Danke für euer schnelles Feedback!

Das es schwer wird kann ich mir vorstellen. Ich habe die Programmieren Vorlesungen (Java) ohne Probleme verstanden und bestanden. Wir haben allerdings nicht so viel programmiert, es ging dort vorallem ums Verständnis.
Unterstützer habe ich, allerdings nur "wenig". Der lokale IT-Manager und 2 Controller helfen mir von Unternehmensseite her. Von der IT her bestehen allerdings keine so tiefgreifenden Kenntnisse. Ich müsste mir das Wissen also selber aneignen.

Grundsätzlich ist mir erstmal wichtig zu klären ob es realisierbar ist (was der Fall zu sein scheint) um dann die Vor- und Nachteile der zwischen MSSQL und Lotus Notes herauszuarbeiten. Bisher bin ich um ehrlich zu sein davon ausgegangen, dass es in Lotus Notes schwer bis garnicht realisierbar ist. Die einfache Formeln okay, aber ich muss den "internen Zinsfuß" berechnen und zwar mit einer iterativen Formel.
Ausserdem dachte ich nicht, dass man mit Notes eine realationale Datenbank erzeugen kann.

Könnt ihr mir Literatur-Tipps geben wo ich Vor- und Nachteile oder sogar Vergleiche zu anderen Datenbanken herausarbeiten kann?

Wie muss ich mir das Erstellen der Datenbank vorstellen? Ich habe bisher nur mit Access gearbeitet. Gibt es eine Oberfläche oder wird alles per Code-Zeilen eingegeben?

lg

gs3rr4

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