Domino 9 und frühere Versionen > ND7: Administration & Userprobleme

Domino vs. Exchange

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Bastel123:
Hallo,

meine 2 Cent:

Kundendaten haben nichts in persönlichen Adressbüchern zu suchen.
Dafür baut (oder kauft) man sich ein oder mehrere Adressbücher das (die) man über DA einbindet.

Denn Kundendaten gehören nun mal nicht Personen sondern der Firma (auch wenn da einige andere Gedanken zu haben - "Herrschaftswissen").

Und auf solche Daten kann ich nun auch fürs Mailen zugreifen oder mit einem ordentlichen Connector eingehende Telefonate identifizieren oder ausgehende initiieren.

Das Grundproblem ist also meistens nicht ein technisches sondern ein organisatorisches.

Wenn man das gelöst hat kann man wunderbare Anwendungen bauen.

Sebastian

smokyly:

--- Zitat von: m3 am 29.01.08 - 19:25:26 ---1) Persönliche Adressbücher:
Wie soll der LDAP-Server auf die Adressbücher der User zugreifen, um sie zu servicieren, wenn diese am PC des Nutzers liegen und der PC ev. offline, abgedreht, etc. ist? Das würd ich auch gern bei Outlool sehen. ;)
--- Ende Zitat ---
Ich dachte, ich könnte da mit einer Replik auf dem Server irgendwas drehen, aber ehrlich gesagt ist mir das schlicht egal. Die Telefonleute haben geprahlt, also sollen die machen.


--- Zitat ---Ev. könnte man was drehen, wenn die Adressbücher in die Mail-Db gesynced werden und man dann die Einträge mit einem Agent in ein anderes Adressbuch kopiert und dieses dann via LDAP, ....
Aber ob die User wollen, dass ihre "privaten" Adressbucheinträge allen in der Firma zur Verfügung stehen?
--- Ende Zitat ---
Da geht es hauptsächlich um die "privaten" Adressbücher der obersten Leitung.


--- Zitat ---Aber ev. haben die Schnullis von der Telefonbude ja was anderes gemeint: Ev. kann die Telefonsoftware, die auf dem PC installiert wird, auf das pers. Adressbuch des Users zugreifen und dann zu den Anrufen auch die Namen anzeigen, wenn PC und Telefon verbunden sind ...
--- Ende Zitat ---
So kenn ich das auch, daß in die Schablone was eingebaut wird und das über CTI verwendbar wird. Aber die Telefonleute bauen ja auf LDAP...


--- Zitat ---2) Ad LDAP-Abfrage
Dazu gibts entsprechende Kapitel in der Admin-Hilfe (ldapsearch, ....). Ich bevorzuge als Client aber entweder den Softerra LDAP Browser oder den LDAP Browser/Editor version 2.8.1. Google spuckt aber noch mehr Tools aus. ;)

--- Ende Zitat ---

Herzlichen Dank, werde ich schnellstens ausprobieren.

Driri:

--- Zitat ---So kenn ich das auch, daß in die Schablone was eingebaut wird und das über CTI verwendbar wird. Aber die Telefonleute bauen ja auf LDAP...

--- Ende Zitat ---

Ich bin da zwar eher Laie, aber hinter CTI und LDAP stehen aus Sicht der Telefonie zwei verschiedene Ansätze.

Die Telefonanlage wird i.d.R. per LDAP angebunden, damit man direkt am Telefon über das integrierte Display Zugriff auf die Rufnummern hat. Diese Anbindung dient eigentlich nur dazu, dem Telefon beim Anwender ein schickes, umfangreiches Adreßbuch zu spendieren, ohne daß man diese direkt an der Telefonanlage oder (noch schlimmer) in den Telefonen pflegen muß. Neben LDAP gibt es da oft auch noch andere Methoden, z.B. habe ich vor einiger Zeit mal eine Lösung gesehen, die Daten per XML übergeben bekommt und diese dann in einer Weboberfläche aufbereitet den Telefonen am Display zur Verfügung stellt.

CTI ist ja eher die softwaregestützte Wahl vom PC aus. Dafür braucht man auch kein LDAP, denn die Daten (also Telefonnummern) hat der Anwender ja in irgendeiner Weise am PC zur Verfügung. Der CTI-Client sorgt dann dafür, daß die gewünschten Daten (also die zu wählende Telefonnummer) per Software an die Telefonanlage übergeben werden und die Telefonanlage wählt dann a) die übergebene Nummer und b) die Nummer des am CTI-Client hinterlegten Benutzers an und "verknüpft" diese zu einem Anruf.

smokyly:
Bernhard, Du sprichst mir aus der Seele.

Ich erzähl mal, wie die ganze Sache ablief:

Im Mai letzten Jahres kam der Technikchef an und meinte, ob Notes mit CTI was anfangen kann. Ich hab etwas geschmökert und es gibt fertige Lösungen auf dem Markt. Die können auch mit persönlichen Adressbüchern.

Im September kam er dann wieder angesch..., daß jetzt die Telefonanlage installiert werden soll und ich dann beim Go-Live anwesend sein muß, wegen der Anbindung an Notes. Wie das genau gehe, würde mir dann noch gesagt.

Es war nun November (gerade zurück aus der Elternzeit), als plötzlich ne Mail ankam, ich müsse für die TK-Anlage einen Notes User einrichten. Sonst keine weitere Info. Also hab ich 2 Seiten lang Fragen formuliert und an den Telefonmenschen geschickt. Ich dachte da noch, die lutschen sich die Daten per ODBC aus Lotus raus, da der Mensch auch meinte, daß es kein Problem wäre, auch die Kundendaten (ca. 45.000) aus dem ERP mit zu verwenden.

Die Fragen wurden nie beantwortet, es war Mitte November, als plötzlich der Telefonmensch neben mir aufschlug, mir den Telefonhörer in die Hand drückte und meinte "Von Lotus habe ich keine Ahnung, das macht ein Subunternehmer, bitte reden sie mit ihm...". Der auf der anderen Seite der Leitung faselte dann etwas von neuem LDAP Schema und ab da hab ich erst mal Stop gerufen. Wir würden unter dem Domino kein LDAP laufen haben und haben damit auch keinerlei Erfahrung. Damit war das Gespräch beendet, der Telefonmensch schaute mich erstaunt an und meinte "Das ist ja dumm, dann müssten sie ja einen LDAP Server kaufen, das machen wir lieber nicht!...."

Der Technikchef war sehr begeistert von der ganzen Sache und nun hat er von irgendwo gehört, daß das unter Ausguck kein Thema wäre und daß LDAP sowieso Standard im Unternehmen wäre und Lotus da wieder mal die Ausnahme bildet und eh Mist wäre (er hat IMMER irgendwas am Lotus zu kritisieren, dem muß man ständig irgendwelche Schablonenanpassungen zukommen lassen).

Nun hat er sich erkundigt, was denn der Firma Echchange kosten würde (180 User, 12.000 Flocken) und hat sich ganz nach oben begeben und intrigiert. Ich darf nun den Salat ausbaden und schauen, daß unser Domino bleibt.

So, vielleicht hilft das zum besseren Verständnis.

smokyly:

--- Zitat von: Driri am 30.01.08 - 09:33:22 ---
CTI ist ja eher die softwaregestützte Wahl vom PC aus. Dafür braucht man auch kein LDAP, denn die Daten (also Telefonnummern) hat der Anwender ja in irgendeiner Weise am PC zur Verfügung. Der CTI-Client sorgt dann dafür, daß die gewünschten Daten (also die zu wählende Telefonnummer) per Software an die Telefonanlage übergeben werden und die Telefonanlage wählt dann a) die übergebene Nummer und b) die Nummer des am CTI-Client hinterlegten Benutzers an und "verknüpft" diese zu einem Anruf.

--- Ende Zitat ---

Es ist gewünscht, daß bei einem Anruf die Kontaktdaten (Name) aufpoppen. Und dazu müssen die Telefonnummern per LDAP dem TK-Server zur Verfügung stehen.
Das ist aber meiner Meinung nach auch nur halb ausgegoren, da es Lösungen gibt, die direkt das Lotus-Adressbuch bei einem Anruf öffnen und die Kontakdaten anzeigen. Sogar eine Art Historie (getätigte Anrufe, Dauer, etc.) können damit automatisch generiert werden. Aber das ist doch eher eine CRM-Lösung.

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