Sonstiges > Offtopic

Sehr interessantes Gerücht

<< < (5/7) > >>

eknori:
ich habe auch noch meinen Senf auf LDD dazu abgegeben ... http://www-10.lotus.com/ldd/nd6forum.nsf/DateAllFlatweb/923db2474ce0ed998525705b00625c3d?OpenDocument

heini_schwammerl:

--- Zitat von: kennwort am 12.08.05 - 15:48:11 ---Ich bin 2005 zu 99.8% billable ausgelastet als externer Consultant bei verschiedenen Kunden.

--- Ende Zitat ---
50 % in diversen Foren Posten
20% Kurs ID<insertBeliebigeNummerHier> besucht für Certified<InsertGeekAusdruckHier>
8% Urlaub
18% real fakturierbare Arbeit beim Kunden
0,8% im Heimathafen der Firma
1% krank
2% Mehrwertsteuererhöhung
0,2% Merkel'sche Brutto/NettoTheorie
---------------
Stimmt, sind genau 99,8 % bzw. 100%  >:D
Und wer das Ernst nimmt ist selber schuld.
Zum Thema hab ich nicht viel zu sagen. Mein Standpunkt, daß IBM mit Notes & Domino gar nichts mehr macht was nicht direkt mit Workplace zu tun hat, hat sich nicht verändert.

eknori:
ich will jetzt hier wahrlich keine Diskussion vom Zaun brechen, Henning, aber ich stimme deinen Aussagen zu ... von einer fast 100% billable Auslastung zu reden/ schreiben und um z.B. 11:08 Zeit für ein Posting hier zu haben; das alles erinnert mich sehr an die Erfahrungen, die ich mit Consultants gemacht habe: Schalen gegen 10:00 auf, dann wird erst einmal de Laptop konfiguriert, damit man überhaupt bei uns ins Netz kommt ( der war nicht das erste Mal da und hat seine SAP GUI ja auch für etliche Kunden vorkonfiguriert ). Dann Telefonate mit Kunden. ( andere, nicht wir ! ).
Keiner weiß genau, was der Typ macht, der verlangt aber, daß die SAP Basis dann noch um 18:00 zu einer Besprechung verfügbar ist. ( es gibt bei uns Leute, die fangen schon um 6:00 an ).

@Axel: Ziehe dir den Schuh nicht an; trotzdem passt da was nicht im Verhältnis Postings/day und deine Auslastung ...

flaite:
Also Leute. Das ist ja nun mal einfach absolut lächerlich und typisch Deutsch. Ich verbringe zwischen 9.00 - 19.00 Uhr vielleicht im Schnitt 20 Minuten bis (wenns wild wird 1h) für atnotes Posting. Das wird auch nicht dem Kunden in Rechnung gestellt. Ich tippe und formuliere sehr schnell und wenn ich mal wirklich was recherschiere, dann am Wochenende oder spät abends. Den Rest tippe ich direkt vom brain ins Forum.
Wenn du dich wirklich permanent in irgendwelche komplexen, oft schlecht programmierte legacy Anwendungen reidenkst, dann kannst du ein hohes Konzentrationsniveau nicht über 8 Stunden halten. Ich zumindest nicht. Darin besteht nämlich zur Zeit ein Großteil meiner Arbeit. Und ich kenne sehr leere Züge. In denen ab 20.00 Uhr sitzen nämlich nicht mehr so viele. Ich les da dann Fachbücher oder probier was mit Eclipse oder Posgres aus.

Teilweise profitiere ich ka auch von meiner hiesigen Mitgliedschaft.
Ist sicherlich auch eine Frage von längerfristigen Verträgen.
Und dieser Zweifel an meiner Arbeit für meine Kunden halte ich ehrlichgesagt für relativ unverschämt.  >:( Und zwar sehr im ernst.
Aber vielleicht ist ein Programmierer für euch vielleicht jemand, der permanent am 7. geschachtelten if-then tüftelt.
Das sind dann aber komischerweise die Anwendungen, die ich repariere. Und die btw auch kein anderer anfassen will.

Ich hab wirklich gelernt, hart zu arbeiten. Ok. Wenn wir eine 40 Stunden Woche zu Grunde legen, dann sind es vielleicht noch 85%.

@Heini: Ich war seit bestimmt 2 Jahren auf keinem IBM Kurs mehr. Meine Zertifizierungen habe ich, weil ich erst das Zeug gelernt habe und dann einen Test bestanden habe. Aber so ein Naturbursche wie du, braucht sowas vielleicht nicht. Das auch sehr im ernst, weil es nämlich ziemlich hart sein kann, nach dem Arbeitstag/in der Bahn/am Wochenende das certi Programm durchzuziehen. Ich bin so naiv zu glauben, dass die Testersteller sich etwas bei dem Test denken. Mit ein bischen mehr schnöselhafter teutonischer Lamoyanz könnte ich mir da sicher ein paar Sorgen sparen.

@Ulrich: Wenn ich eins sicher nicht mache, dann ist das großmännisch beim Kunden zu gebieten. Ich hab teilweise (nicht bei allen) sogar eher den Eindruck, dass es umgekehrt ist. Wenn man sich so etwas von Consultant gefallen läßt, dann seid ihr selber schuld. Ihr sitzt am längeren Hebel. Was ich manchmal vorgeworfen bekomme ist "Chaos". Das hat aber im überwiegenden Teil der Fälle mit dem Legacy Job zu tun. An dem Rest arbeite ich. Ich habe festgestellt, dass wir viel Zeit dadurch gewinnen, wenn wir die Meeting Struktur/Kommunikationskanäle straffen. Das wird dann auch oft am Anfang als "chaotisch" angesehen. Komischerweise gehen sie aber immer drauf ein.
Bei meinem derzeitigen Hauptkunden habe ich das Glück in einem wirklich ziemlich gut funktionierenden Team zu arbeiten. Auch das steigert die Effektivität, wenn man sich einfach auf Leute ohne viel reden verlassen kann und keine Machtspielchen laufen.

Im übrigen hab ich für 2005 noch genau 25.5 Urlaubstage.

UND WENN DIE "LOTUS COMMUNITY" weniger über die Psychologie des Kunden sinieren würde und sich weniger dem warm fuzzy feeling ergehen würde, dass J2EE noch Jahre brauchen wird, um die Features von Lotus Notes zu haben UND STATTDESSEN KONZENTRIERTER IHRE INTERESSEN BEI IBM VERTRETEN würde und zwar jenseits von schnöselhafter Lamoyanz in obskuren Business Partner Meetings, wo ihr ja so verdammt ernst von IBM genommen werdet, dann WÄRS ECHT BESSER. Echt.

flaite:
Das mag unprofessionell sein, so zu reden.
Auf der anderen Seite ist es die Wahrheit wie ich sie sehe.
Was hier viele Leute imho ein bischen unterschätzen - und woran ich inzwischen ziemlich fest glaube - ist, dass wenn man sich nicht in einer Domino-Welt eingräbt und z.B. diese ganzen Java-Frameworks mitmacht, dass man dann auch oft vielleicht Domino Projekte ganz anders sieht.
Wo sind die Schwachstellen. An welchen Stellen kann ich refaktorieren. Wie teste ich (wobei mir da jetzt Fehler unterlaufen sind).
Diese ganze Theorie ist eigentlich höchst effektives verdichtetes Wissen.
Sind natürlich nix was in 10 Geboten zusammengefasst werden kann sondern komplex. Man braucht eine Zeit, bis man es verdaut und ich kaue ständig. Aber es ist kein hohles Consulting-Geschwätz. Ich mache die Sachen ja.
Wenn ich mir hier anschaue, wie Leute beispielsweise an ihre Java Projekte rangehen. Da sind immer riesige Methoden und eine Schule ist nicht zu erkennen. Genau damit kommt man aber nicht zum Ziel. Java ist nicht die API. Java ist Ideen. Aus den gleichen Gründen versuche ich nun mit .NET an und werd mal wieder ein bischen mit Spring rumdaddeln. Das aber nicht, weil ich da in 10 Wochen ein Projekt hätte. Sondern wegen den Ideen, die da drin sind.
Für die Kunden ist eine Anwendung eine Kette von Befehlen. Hat man aber als Entwickler eine solche Sichtweise, dann kommt man imho irgendwann nicht weiter.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln