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Steuererleichterungen in der Praxis...

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pd:

--- Zitat von: tschroeder am 31.05.05 - 12:17:54 ---Gleichzeitig prüft eine gaaaaanz große Bank, die nur so mit Rekordgewinnmeldungen um sich wirft, wie sie ebenfalls noch mal ein paar hundert Mitarbeiter vor die Tür setzten kann.

--- Ende Zitat ---

Ist es eine Deutsche Bank ;-)


--- Zitat von: tschroeder am 31.05.05 - 12:17:54 ---Chairholdervalue (keine Ahnung ob das richtig geschrieben ist)

--- Ende Zitat ---
Fast, Shareholder Value



Finde Axels Satz intressant, Konsum mehr besteuern, Arbeit weniger. Da ist was dran... Ob es unbedingt die MwSt sein muss... Evtl. ne Luxussteuer für Dinge die nicht wichtig sind... (ohne jetzt darauf einzugehen was wichtig ist und was nicht)


Gruß, Patrick

Marinero Atlántico:

--- Zitat von: pd am 31.05.05 - 13:19:50 ---Evtl. ne Luxussteuer für Dinge die nicht wichtig sind... (ohne jetzt darauf einzugehen was wichtig ist und was nicht)

--- Ende Zitat ---
Nach 6 Monaten hat eine Kommission einen Vorschlag ausgearbeitet, was wichtig ist und was nicht.
Genau 5 Minuten nachdem der Vorschlag auf dem Tisch ist, laufen die Verbände der Unternehmen, deren Zeugs auf der Liste ist, Sturm.
Im Kommentar der Tagesthemen weisst dann jemand darauf hin, dass man dies ja für das europäisch durchsetzen müsse, da sonst die Leute in Luxemburg, der Tschechei, in Polen, Holland, Belgien oder Österreich einkaufen.

Genau das geht nämlich nicht.  ::)

Gandhi:
Außerdem kostet die Einbringung der Luxussteuer Geld, womit dann wieder mehr Kosten als Nutzen entstehen - genau wie bei der Vermögenssteuer (und nur das ist der Grund warum RG die nicht wieder eingeführt hat).
Der Staat muss sich mitlerweile tatsächlich fragen, von wem man überhaupt noch Geld bekommen kann:
- Steuern auf Kapitalerträge fallen ziemlich aus - das Geld ist schon im Ausland - und wird kaum zurückgebracht - siehe Steueramnestie.
- Steuern auf Unternehmensgewinne: Lächerlich in einer globalisierten Wirtschaftswelt - habe ich oben schon erklärt.

Man sieht, man kommt leider mit Zwang nicht an die dicken Fische.

Wohl aber kommt man an:
- Steuereinnahmen aus Arbeit (Einkommens-, Lohnsteuer etc.)
- Steuereinnahmen aus Konsum (Mehrwertsteuer)

Ooooder: Man holt die Habenden an einen Tisch und bringt sie dazu freiwillig mehr der Gemeinschaft beizutragen - was meiner Meinung nach nur funktionieren kann, wenn man sie nicht von vornherein als Heuschrecken u.ä. tituliert. Da würde mein Geld (so ich es hätte) dann wohl doch eher auf den Caiman-Islands überwintern. Eine konkrete politische Aktion ist das zwar nicht - ich glaube auch nicht, dass man so  was auf politischer Ebene machen kann - das geht nur, indem sich in der Gesellschaft was verändert.
Schließlich könnten auf poltitischer Ebene konkret die Kapitalflucht stark erschweren (und darüber hinaus noch massiv Geld sparen), in dem man bestimmte Subventionen beseitigt. (z.B.: Abwrackprämie....)

Das Thema Sharerholdervalue ist eine wirklich fatale Verstrickung.  Keine Ahnung, was man dagegen tun kann. Es ist erwünscht, dass Transaktionen auch kurzfristig möglich sind (e-trading), weil das Kapital  für den Markt schafft. Besteuert man Transaktionen saugt das auch wiederum Kapital aus dem Markt (Kapital, dass in Investitionen mündet). Manager nicht an Kursgewinnen zu beteiligen mag eine nette Idee sein - wie will man aber sonst deren Leistung bewerten? Wie bewertet man die Leitung eines Unternehmens, z.B. die strategische Ausrichtung für die Zukunft?
Was mich ja an der Linken wirklich ärgert: Wenn die es ernst meinten, mit Mitbestimmung in der Wirtschaft, warum legen die keinen Fond auf (meinetwegen die Gewerkschaften) und kaufen sich hierüber das entsprechende Mitspracherecht? Ist ja nicht so, dass deren gesamte Klientel insgesamt über kein Kapital verfügte? Wann kommt endlich der Bild-Zeitungs/Verdi 'Volksfond'? Das wäre doch mal eine konkrete Aktion...

Marinero Atlántico:

--- Zitat von: Gandhi am 31.05.05 - 14:51:12 ---Wenn die es ernst meinten, mit Mitbestimmung in der Wirtschaft, warum legen die keinen Fond auf (meinetwegen die Gewerkschaften) und kaufen sich hierüber das entsprechende Mitspracherecht?

--- Ende Zitat ---
Weil es deutlich mehr Spaß macht plakativ-moralisierende Reden zu schwingen, wenn es um das Geld anderer Leute geht.   ;)
Würden die eigenes Geld einsetzen, wär der ihr "eigenes" Profil vermutlich gar nicht so gut zu erkennen.

Semeaphoros:
Wie es heute ist, weiss ich nicht, aber in den 60er Jahren war der DGB der schlechteste Arbeitgeber in Deutschland .......  :-:

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