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Schlechter Stil
Gandhi:
Mmmh,
ich denke man sollte schon zwischen Hierarchie und schlechtem Stil unterscheiden.
Ich habe kein Problem mit Hierarchieen oder Autoritäten - auch von ernannten.
Das gleiche gilt für Kritik.
Ulrichs Fall sehe ich aber nicht mehr als Kritik an - das ist in meinen Augen ganz klar eine Beleidigung (zumindest der Versuch).
Da muss man nicht sehr dünnhäutig sein - da sollten meiner Meinung nach sofort die Alarmglocken erklingen.
Der Punkt ist der: Lässt man sich sowas - im Unternehmen - gefallen, wird man von dieser (wenigstens dieser) Person nicht mehr ernstgenommen - sondern es besteht einfach die Gefahr in Zukunft als günstiges Opfer betrachtet zu werden.
Zum Thema Cholerik:
Habe manchmal auch das Gefühl am liebsten explodieren zu müssen - habe aber gelernt, dass das zumindest noch nie geholfen hat - auch kenne ich niemanden, der durch einen Wutausbruch was gewonnen hätte. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass man nur produktiv sein kann, solange das Klima noch sachlich ist. Das heißt nicht, dass man sich mit Wattebäuschen bewerfen soll - da können dann auch Konsequenzen angedroht werden oder sonstwas - nur: Ich lasse es mir einfach von niemandem gefallen mich ohne einen gewissen Mindestrespekt/Würde der/die meiner Meinung nach jedem Menschen zustehtzu behandeln.
Wer mir den nicht entgegenbringt - der kann auch meine Arbeit nicht würdigen.
Das heißt übrigens nicht, dass das für mich ein Abbruchkriterium ist - mit dem Choleriker habe ich knapp 2 Jahre in einem Projekt gearbeitet - nur wurde er eben deutlich darauf hingewiesen, dass er dies nicht zu tun hat - das hat er dann auch jedesmal eingesehen - und nachdem er sich dann beruhigt hatte konnten wir wieder Lösungen finden.
Hernan Cortez:
auch definitiv hmm. ;D
Ich seh das vermutlich auch zu sehr aus dem Blickwinkel "Kunde".
Unternehmen sind ja organisatorisch komplexer.
Zeichnet man eine Linie in Ulrichs Unternehmen von Ulrich Krause zu El Presidente ist der FiBu Häuptling ihm vermutlich gar nicht direkt übergeordnet.
Also ist das ein Fehlverhalten.
Ich seh nur oft in Unternehmen, das alle Abteilungen schlecht übereinander sprechen.
Und da wundert man sich als Externer manchmal schon.
Vermutlich kommt die schlechte Stimmung aber nicht nur durch zu wenig "Fünfe Grade sein lassen", sondern auch, dass sich jeder kraft seiner Einzigartigkeit dazu berufen fühlt, Werturteile über die "unfähigen" Anderen abzugeben.
Da denke ich zur Zeit wirklich viel drüber nach und kaufe/lese sogar Bücher zu betrieblichen Organisationen aus psychologischer und betriebswissenschaftlicher Sicht. Ich glaube oft die gleichen Muster zu sehen. Deshalb der Aufwand.
Zu "Hans Wurst" zu werden, erscheint mir auch irgendwie als eine Angst, die einen vielleicht einen wirklich professionellen Umgang erschwert.
Ich reagiere jedenfalls bei meinem derzeitigeren Arbeitgeber wesentlich unemotionaler und ruhiger gegenüber interne Kritik (die auch im Detail ungerecht war) und das macht es mir leichter.
Gruss Axel
Gandhi:
unemotionaler?
OK. Tatsächlich bin ich der Meinung mit einem Hinweis auf so eine Überreaktion eher Emotionen herausnehme und man sich so wieder an einen Tisch setzen kann.
Es geht schließlich nicht darum eine Beleidigung mit der nächsten zu Kontern, sondern darum festzustellen, dass so eine Bemerkung nicht mehr sachlich, sondern beleidigend - und somit zu emotional ist.
Dabei ist tatsächlich wichtig, dass man dem Gegenüber - höflich - mitteilt, dass der sachliche Aspekt wahrgenommen wurde - aber dieser Ton nicht erwünscht ist.
Tatsächlich ist die Kritik in Ulrichs Fall vermutlich ohnehin an falscher Stelle gelandet - es sei denn er betreut neben SAP und Notes auch noch die TK Anlage. Wenn dem tatsächlich so wäre muss der arme Kerl aber so überlastet sein, dass zwangsläufig Fehler geschehen ;). Auch dann wäre so ein Ton sicher deplaziert.
Zum Thema Unternehmenskultur:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Ton - egal, ob in der Kommunikation nach aussen oder innen, als professionell oder dienlich angesehen werden kann. Vielmehr denke ich, dass die meisten Unternehmen - wenigstens formal - darauf bedacht sind einen sachlichen, effektiven Umgang zu pflegen.
BTW: Wenn Du Dich gerade mit Psychologie befasst: Das Standpunkt, den ich hier vertrete ist von der Transaktionsanalyse abgeleitet.
Was liest Du denn da so auf dem Gebiet der Psychologie und der betrieblichen Organisation?
Hernan Cortez:
--- Zitat von: Gandhi am 18.04.04 - 10:16:46 ---Was liest Du denn da so auf dem Gebiet der Psychologie und der betrieblichen Organisation?
--- Ende Zitat ---
Sam Kaner, Facilitators Guide to Participatory Decision Making
Hatte letztens ein Buch von Professor Dr. Frese in der Hand. Wirkte aber zu trocken. Suche nach etwas, was ein bischen reisserischer aufgemacht ist. Aus USA. Einfach weil es nicht so langweilig zu lesen ist.
Gandhi:
Also auf dem Gebiet der Psychologie:
Weiß nicht, wie wissenschaftlich Du das betreiben willst.
Auf dem Gebiet der Populärpsychologie kann ich Bücher von Thomas A. Harris (TA), Richard Bandler & John Grinder & Robert Dilts (NLP), Peter Fürstenau & Bert Hellinger (Systemik) empfehlen.
Das obligatorischste Buch im Bereich der Psychologie ist in meiner Meinung aber von Carl Gustav Jung 'Archetypen'
Im Bereich der betrieblichen Organisation kenne ich mich weniger gut aus...gibt es da was wirklich gutes?
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