Sonstiges > Offtopic
Schlechter Stil
Gandhi:
In einem solchen Fall würde ich tatsächlich - höflich - darauf hinweisen, dass mir meine kostbare Zeit es nicht erlaubt, auf Mails einzugehen, die nicht den wesentlichen Grundzügen menschlicher Kommunikation hinsichtlich Höflichkeit und Umgang genügen.
Bisher hatten solche Mails immer Entschuldigungen zur Folge und eine danach deutlich bessere Zusammenarbeit.
Die Menschen sind selten wirklich böse - meistens vergessen sie nur, dass auf der anderen Seite auch ein Mensch ist, der garantiert nicht die Absicht hatte sie mit seinem Tun zu ärgern.
Don Pasquale:
Ich habe bislang kaum solche Erfahrungen gemacht,
bzw. nie für lang:
Ich habe folgende Strategie:
Bekomme ich ( als Support ) eine Mail von einem Troll
( keine Anrede, kein Kommentar, nur Fehlermeldung)
dann ist meine Antwortmail darauf in einem so
feinen und aller-allerhöflichsten Deutsch, dass
mein Gegenüber rot vor Scham wird.
Die nachfolgenden Mails dieser Personen waren
danach immer korrekt ( Wirklich.)
@eknori:
In Deinem Fall ( kein Kunde sondern Kollege )
wär es mir aber schwer gefallen nicht die
Beherrschung zu verlieren
Exkurs:
Ich habe während meines Studiums im Kino an
der Kasse gearbeitet für 12 DM die Stunde und
wurde manchmal ziemlich Dumm angepöbelt.
Damals hat mich das aufgeregt und ich habe
damals immer gesagt, ich verdiene so wenig,
da ist kein schmerzensgeld drin.
Heute sage ich mir, ich verdiene ausreichend
da ist schmerzensgeld drin.
Ciao
Don Pasquale
Hernan Cortez:
Der Angriff aus dem Adlerhorst. :)
Solche Dinger können so eigentlich nur von unseren Herren Führungskräften kommen.
Ich reagiere da oft dämlich dünnhäutig und sinne über den Untergang des Abendlandes nach.
Bedeutend cooler wäre es, sich darüber zu sorgen, ob seine Domina vielleicht die Tarife erhöht hat.
Muss jede Arbeitsbeziehung den Principien eines philosophischen Gesellschafts-Contractes entsprechen. Nein.
Es gibt auch noch Organisationen, wo dann der Techi mit gewisser Führungsfunktion antwortet: Das ist mir egal. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass solche Organisationen schlimmer sind.
Will der Mann nur sein Ego befriedigen? Oder unter Magenschmerzen letztlich sinnvolle Leitlinien in einem Bereich setzen, wo er gegenüber dir ein Informationsdefizit hat? Letzteres ist sein Job und sicher nicht einfach.
Ich hab mit Azubis in Projekten Situationen gehabt, wo ich denke, dass es gut für die wäre, wenn ich in der Lage wäre, mehr nackt-brutale Autorität ausstrahlen zu können.
Die Fokussiertheit der Arbeit in Projekten kann naturgemäss nicht die ganze Zeit über den Anschlag sein.
Manchmal haben meinen Projekten in Details ungerechtfertigte Frontalkritiken von Kunden letztlich geholfen.
Leute, die mit oft mit ungerechtfertigter Kritik kommen, sind am Ende immer die Harmlosen, weil sie selber mit ihren Temperament zu kämpfen haben und alle es wissen. Oft wurden mir solche Leute gerade sympathisch, aber ich hab eh ein gewisses faible für absurdes Theater.
Gruß Axel
Gandhi:
Tja Axel,
und doch muss wohl jeder darauf achten, dass er sich durch solch Unkontrollierte nicht in die Ecke drängen lässt.
Wer zahlt schon einem in seinen Augen vollkommen devoten und unfähigem Menschen?
Vor einigen Jahren hatte ich auch mal so ein Projekt mit einem Choleriker, der sich dann selbst manchmal durch regelrechte Tobsuchtsanfälle disqualifiziert hat.
Was soll ich sagen: Nachdem der kurz an die Sitten des christlichen Abendlandes erinnert wurde, hat er sich dann sehr schnell wieder beruhigt (und entschuldigt) und was viel wichtiger war:
Eine weitere Zusammenarbeit war möglich. Denn eines ist auch klar: Man kann nur mit Leuten zusammenarbeiten, zu denen eine Beziehung eines gewissen gegenseitigen Respekts besteht.
Besteht dieser Respekt nicht, ist meiner Meinung und Erfahrung nach keine Zusammenarbeit mehr möglich. Genau aus diesem Grund achte ich auf die Umgangsformen.
BTW: Respekt/Autorität entsteht nie auch einer Position, sondern immer nur aus dem, was man darstellt: In Denken, Fühlen, Wissen, Reden und vor allem Handeln.
Alles andere wäre Heuchelei, unehrlich - und genau dies widerspricht jeder Autorität.
Hernan Cortez:
Hi,
ich habe für mich festgestellt, dass Unternehmen hierarchische Gebilde sind, die oft nicht viel mit Demokratie zu tun haben. Oft ist gerade dies effizient. Man mag das anders sehen, aber das ist eben meine Meinung.
Kundenbeziehungen übrigens auch.
Das hat auch nichts mit Devotheit zu tun. Die persönliche Würde sollte man natürlich immer schützen.
Kritik kann oft nur difus sein, weil Kunden/Vorgesetzte oft nicht alle Details meiner Probleme verstehen können.
Auf der einen Seite gibt es die Angst des in die Ecke gedrängt seins, auf der anderen Seite vielleicht die des von allen nur als dummes, aggressives Rumpelstilzchen angesehen zu werden.
Wir können natürlich auch eine Wirtschaft haben, wo jeder sein eigenes Unternehmen ist. Persönlich halte ich das übrigens nicht für eine besonders tolle Entwicklung. Solange wir in Organisationen arbeiten, haben wir diese verdammten Hierarchien.
Ich kenne den Herrn nicht, der die Fundamental-Kritik gefahren hat. Ich kenne die Situation in Ulrichs Unternehmen nicht.
Cholerisches Verhalten sehe ich als nicht nur negativ an. Ich muss mich da selber zusammenreissen, weil ich dazu neige. Es erzeugt natürlich Stress. Auf der anderen Seite sind die dann auch oft (nicht immer) stark motiviert.
Persönliche Verletztlichkeit find ich natürlich auch irgendwie ok. Ich habe mit 2 extrem dickhäutigen Menschen zusammengearbeitet. Sie waren beide sehr ineffizient in ihrer Arbeit. Ich rede hier über Leute, bei deren Trainings z.B. die Leute nach dem 2. von 4 Tagen lieber in ihr Büro gegangen sind als zu diesem Training oder nach dessen Präsentationen er total begeistert und die Kunden total gelangweilt waren. Einer der beiden ist mir sehr sympathisch, der andere ist Arschloch Nr. 1.
Gruß Axel
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln