Das Notes Forum
Sonstiges => Offtopic => Thema gestartet von: iukhdh am 12.11.07 - 21:48:02
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Hallo Leute,
wie im Forum versprochen, hier in Kurzfassung meine Notes-Lebensgeschichte, damit ihr endlich mal ne Vorstellung davon habt, warum ich immer soviel Fragen stelle ;D
Aufsteh ... in den Kreis tret ...
Hallo,
ich bin der Thomas ...
Nach meiner Ausbildung zum Beamten im gehobenen Dienst habe ich 1989 aufm Sozialamt einer großen Kreisstadt angefangen, und dort 2 Jahre lang artig meinen Dienst verrichtet, bis 1991 meine große Chance kam. In der Datenverarbeitung wurde eine Sachbearbeiterstelle frei, und da ich einer der wenigen Beamten war, die zumindest schonmal wussten wie man Komputer schreibt, und daheim sogar schon einen hatten (C128, was ich aber im Personalgespräch zu einem Personalcomputer aufgebauscht hatte) hatte ich die Stelle !
Nachdem mich meine damalige Chefin gleich am ersten Tag vor einen 386er gesetzt hatte, und meinte : "Nun, machen Sie mal" musste ich mir dann doch ein wenig was dazu aneignen. Gottseidank hatte ich zumindest schonmal was von CD.., DIR ..., A:, B:, und C: gehört, sodass ich kleinere Schwächen übertünchen konnte.
Wenn meine Hauptarbeit damals auch eher die Buchhaltung der Abteilung, das Bänderwechseln unserer Nixdorf Anlage (nie werde ich vergessen wie meine Kollegin mir das mit einem fiesen Grinsen im Gesicht innerhalb von 5 Sekunden beigebracht hat), das Protokollschreiben im Gemeinderat und die Wahlauswertung war, so kam ich doch als einer der wenigen Bediensteten im Haus z.B. in den Genuss von Windows 3.0, OS/2, den Computer waren doch noch recht rar gesät bei uns im Haus. Immerhin 1992 schon 5 Stück, inzwischen 350.
So nach und nach wandelte sich mein Arbeitsgebiet hin zum Anwendungsbetreuer, der immer mehr Schulungen halten durfte, selber nicht gar so viele bekam, aber Gottseidank mit der Sache mitwuchs. Irgendwann kam dann Windows NT, mit Amipro (hinterherwein) , Lotus 1-2-3, Approach, Organizer ... und dann Ende der 90er zum ersten Mal Kontakt mit Notes 4.5. Einhellige Meinung damals: "Um Gottes Willen, was sollen wir den damit, das blickt doch kein Anwender". Also erstmal wieder auf Eis gelegt (Uff) und ohne weitergewurstelt.
In der Zwischenzeit gabs dann doch ein paar Computer mehr im Haus, was die Sache immer unübersichtlicher machte (so in Bezug auf Dokumentenablage, zentrale Datenbanken usw) bis wir dann doch Anfang des Jahrtausends als eine der wenigen öffentlichen Verwaltungen mit Notes angefangen haben. Damals wurde dann auch Office 2000 bei uns eingeführt, womit Approach (Nachwein) durch Access abgelöst wurde, und das Chaos losging. Wo früher die Mitarbeiter nach einer Halbtagesschulung ihre Datenbanken selber geschrieben haben, war nun Verwirrung pur, das Teil war einfach zu kompliziert für die meisten.
Und so bin ich langsam aber sicher auf die Notes-Entwicklungsschiene geschlittert. Dank eines neuen Kollegen, der Notes schon kannte kamen die ersten zaghaften Kontakte zur Formelsprache und damit die ersten kleineren Datenbanken für die Kollegen, denen Access einfach zu umfangreich und kmpliziert war. Dank hobbymässiger VisualBasic-Programmierung war der Einstieg nicht gar so schwierig wie befürchtet, wenn auch die Dokumentenbasierende Arbeitsweise von Notes am Anfang etwas Denkarbeit verlangte.
So nach und nach entstand die Arbeitsteilung: Mein Kollege ist der Notes-Admin-Guru, ich bin der "Hilfe, ich komm mit meiner Arbeit nicht mehr zurecht, können Sie mir da nicht eine Datenbank für entwickeln - Mini-Guru". Bis vor zwei Jahren war das mit Formelsprache soweit auch machbar, aber so langsam kamen dann doch Begehrlichkeiten auf, manche Sachen vielleicht doch etwas eleganter lösen zu können. Und ... tatamm, tatsächlich hab ich auch eine Dreitagesschulung erhalten und da sass ich nun ;) Ich hab nur Bahnof verstanden, Frontend, Backend, Klassen, Methoden ... HÄH?
Erwartungshaltung meiner Chefs natürlich 110%, immerhin hab ich ja eine Dreitagesschulung erhalten, immerhin bin ich DER Beamte, der mit am längsten am PC im Haus arbeitet, immerhin hab ich ja schon etliche, kleinere Datenbanken erstellt die auch wunderbar funktionieren, immerhin ist ja der Einäugige König unter den Blinden ;D
Und um diese Erwartungshaltung nicht zu enttäuschen, und natürlich um meine Gehaltserhöhung, sofern Sie irgendwann mal zur Debatte steht, nicht zu gefährden, bin ich Mitglied hier im Club geworden. Was ich bis heute nicht bereut habe, insbesondere weil doch ein paar wichtige Entwicklungen mit eurer Hilfe entstanden sind.
ABER, und das wollte ich hier einfach mal erklären, eigentlich hab ich das nie richtig gelernt, sondern immer nur angelesen, nachgefragt, abgeguggt. Und dafür bin ich Euch so richtig dankbar, denn das funktioniert hier wirklich toll. Ich will Euch garnicht mehr missen. :knuddel:
Also, bitte nicht böse sein wenn ich demnächst mal wieder mit so treudoofen Fragen komme, über die ein gelernter Notesprogrammierer so richtig schmunzelt, ... ich weiss es einfach nicht ! :-[ Aber ich lerne dazu! :D
Also dann, bis zur nächsten Frage im Forum
wieder aus dem Kreis zurücktret und hinsitz !
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Danke, Thomas. Solche Hintergrundgeschichten sind wirklich sehr interessant und tragen viel zum gegenseitigen Verständnis bei (wobei: Sowas hatte ich mir schon gedacht, und Deine Fragen sind ja nun auch wirklich sauber verständlich, so dass wir eher ans Vergnügen denken müssen, wenn es gilt, Dir zu helfen ;)).
Frage: Warum nehmt Ihr nicht das nächste anstehende Projekt zum Anlass, um Dir ein "training on the job" zu gönnen, um damit beides zu erledigen: Projekt umgesetzt und punktgenau gelernt zu haben?
Bernhard
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Naja, sowas wie ein "training on the job" praktizieren wir ja immer wenns geht, aber, leider wie so oft, jeder hat seine eigenen Probleme und die Arbeit wird auch nicht weniger. Daher kann ich meine Kollegen auch nicht immer mit meinen Aufgaben belasten, die müssen Ihre ja auch hinbekommen.
Und sooo schlimm ist es ja auch nicht. Inzwischen klappts ja mit dem Script LESEN ja schon ganz wunderbar, was ja anfangs nur mit viel Kopfkratzen vonstatten ging. Und das SCHREIBEN kommt so peu à peu auch. Das größte Problem sind halt immer die Begrifflichkeiten. Im Kopf hät ichs schon, nur das wie, die Befehle, die Vorgehensweise, da komm ich erst so langsam hin.
Da das auch nicht meine einzige Arbeit ist, z.B. Haushaltsplanung, Jahresabschluss, Schulungen, Anwendungsbetreuung, Hotlinedienst ... liegt manches Problem oft ein paar Tage bis ich mich wieder dransetzen kann, und dann fehlt oft wieder der Faden.
Aber alles in allem bin ich mit dem Erreichten bisher ganz zufrieden. :)
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Aber alles in allem bin ich mit dem Erreichten bisher ganz zufrieden. :)
Kannst Du doch auch sein :)
Mit "training on the job" meinte ich aber etwas anderes: Du hast eine Sache zum Umsetzen vor Dir und Ihr holt Euch dafür einen ins Haus, der das mit Dir gemeinsam aumsetzt. Der Trainer muss dann wirklich gut sein (fachlich und methodisch-didaktisch!).
Vorteil:
- Du / Ihr lernt absolut punktgenau auf Eure Bedürfnisse
- Applikation ist fertig (und letztendlich von Dir umgesetzt)
- Du hast einen Ansprechpartner für die "kleinen Fragen", wenns mal schnell gehen soll (und der weiss, wie Du tickst - und vice versa)
Nachteil:
- Das ist natürlich etwas teurer als eine Schulung von der Stange.
Unter dem Strich wird es aber erhenlich effektiver / billiger, wenn beiderseits alle Voraussetzungen stimmen. Das ist zumindest meine langjährige Erfahrung.
Bernhard
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Hallo Thomas und der Rest.
Ich glaub ich tret jetzt auch mal vor.
1992 hab ich meine Prüfung zum Industriekaufmann abgelegt. Danach bin ich Operator geworden. Waren das damals noch große Kisten. Erste 'Programmiererfahrung' habe ich dann irgendwann mit REXX gemacht.
Es kam die Zeit wurde ausgedünnt und zwei Kollegen sind in eine andere Etage gewechselt. ( u.a. ich )
Wir sollen dann in C Programmieren. Nach den Trainings ging es dann los. Äh, nicht wirklich. Es wurde ein Notesadmin gesucht. Finger heb. Das mach ich. Ok, unser Server war damals ein PIII(?) mit 64 MB Hauptspeicher. Ein 7 x 24 Stunden System. Spätestens danach mußte neu gestartet werden weil nichts mehr ging. Ach ja, Version war 4.6.1.
Und schomal versucht einen 4.6.1 Client auf einem 386 33 32MB Hauptspeicher zu installieren? :P
Nun gut zu dem bischen Admin kann man ja auch noch ein bischen Programmieren. Ääääh irgendwann hab ich beides nicht mehr so richtig hinbekommen. Wer behauptet beides geht... nenene ich kann das zumindest nicht. Vor allem bei so der Anzahl Clients.
Dann hieß es Abteilung wechseln, wegen Notes, oder anderen Job. Gut, ich hab dann anderen Job gemacht. Programmieren in C++.
Danach war wieder Not am Notesentwickler-Mann. Jo mach ich, find ich eh besser als C++ auch wenn die Notesentwicklungsumgebung ein Drama ist. Da soll dann auch noch was mit JAVA gemacht. Gut Schulung mitgenommen, aber leider bis jetzt nicht gebraucht....
Inzwischen sitze ich hier, werkel in Notes und VB.
Auf jeden Fall kann ich sagen, Programmieren ist wie Autofahren. Die Grundlagen lernt man und mit der Zeit kommt das Wissen und die Erfahrung um die Probleme in den Griff zu bekommen. Und als für mich ist atnotes die Enzyklopedia Galactica für meine Probleme in Notes.
Und mit dem Erreichten bin ich sehr zufrieden, auch wenn ich immer nur einen Teil zu den recht Großen Projekten beigetragen habe.
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Hallo André,
willkommen in unserem Kreis der nun nicht mehr ganz so anonymen Notes-Entwickler. Schön dass du auch aufgestanden bist und dich vorgestellt hast.
Noch jemand da, der sich traut?
:)
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Klaro:
Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann gemacht. Damals noch mit COBOL und Assembler.
Als erster Programmierer bei EISMANN eingestiegen. Die wurden dann von SCHÖLLER aufgekauft.
Und ich war nicht mehr gefragt. Dann Softwarehouse in Dortmund/Stuttgart. Die haben auch nach einiger Zeit pleite gemacht bzw. gemacht worden.
Zu dem Zeitpunkt war dann mit Cobol und Konsorten am Markt nix mehr zu machen. Also eine Weiterbildung gemacht mit Abschluss zum CLP. Was folgte war eine Anstellung bei BABCOCK in Oberhausen. Und die sind ja - wie man weiß - von einem Hr. Lederer vor die Wand gefahren worden.
Bewerbungen über Bewerbungen verschickt. Sah aber mau aus, da ich inzwischen > 50J.
Letztendlich noch einen Zeitvertrag bei einer Stadtverwaltung bekommen, der inzwischen bis Mitte 2010 verlängert wurde. Und dann werde ich wohl so laaangsam in Rente gehen.... und vielleicht ab und an hier vorbeischauen + mehr oder minder gute Ratschläge geben ;D
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BABCOCK? Da hat mein Bruder auch mal gearbeitet. Hat dann gewechselt und dann wurde der Laden von BABCOCK gekauft und er war wieder da...
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Na ja, ich war nicht direkt bei BABCOCK, sondern bei der Lufthansa-Gebäude-Management (LGM), die haben die EDV für Babcock gemacht (und waren somit 100%-ig abhängig).
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Na ja, ich war nicht direkt bei BABCOCK, sondern bei der Lufthansa-Gebäude-Management (LGM), die haben die EDV für Babcock gemacht (und waren somit 100%-ig abhängig).
Mit Lufthansa Gebäude Management hab ich irgendwann 2002 mal als potentieller Kunde gesprochen, wenn ich mich recht erinnere. War aber glaub ich in Köln. Das Projekt wurde auch nicht realisiert.
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Oha Klauss,
auch bei einer Stadtverwaltung mit Notes? Aber nicht zufälligerweise Bietigheim-Bissingen? Da haben wir uns schlau gemacht bevor wir Notes eingeführt haben
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Nein, siehe Profil.
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Hallo zusammen,
da kann ich wirklich nur sagen... nicht schlecht!
Hört sich alles sehr spannend an.. sehr interessante Lebenläufe :)
Da kann ich mit meinen "ein-bisschen-über-zwanzig" noch nicht wirklich mitreden :).
Gruss
Katrin
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Noch jemand da, der sich traut?
:)
Dann tret' ich doch auch mal in den Kreis.
Nach der Ausbildung zum Sofa (Sozialversicherungsfachangestellter, Wortungetüm) 1988, habe ich in dem Metier (Rentenversicherer) bis 1993 gearbeitet. In dem Jahr wechselte ich vom Fach- in den DV-Bereich. Als BS2000-Operator.
Von 1995 an war ich dann nicht mehr Operator, sondern System-Administrator BS2000.
So ab 1996 hielt dann auch bei uns der PC Einzug. Und wenn ich mich recht erinnere, haben wir so um 1998 mit Notes angefangen. Damals aber noch ohne mich. Da durfte ich mich immer noch im BS2000 und AS/X (Advanced Server Sinix, kennt das noch jemand?) kümmern.
Ich durfte im Jahr 2000 erstmals einen Designer-Kurs besuchen und anschließend eine Datenbank "entwickeln". Bar jeglicher Kenntnis von Lotus Script oder irgendwelcher sonstiger Programmierkenntnisse.
2001 kam zum "Entwickeln" auch noch die Administration hinzu. Und ich habe eigentlich mehr administriert, denn entwickelt.
Die letzten Jahre (so ab 2005) steigt der Entwicklungsanteil stetig an und ich habe mittlerweile auch schon Script einigermassen im Griff.
Aber wie das nun mal so ist, im öffentlichen Dienst. Man ist immer "Mädchen für Alles" und damit kein Spezialist, sondern ein Generalist. Also von allem ein bisschen Ahnung und von Nix richtig. Außer Notes darf ich in unserem Hause noch noch x andere Themen bearbeiten.
Und das Forum hier, hat mir schon etliche Male den Tag gerettet.
Danke dafür.
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Oh Mann,
so langsam wirds eng im Stuhlkreis, kann mal jemand noch einen Hocker reinholen, da kommen sicher noch ein paar Vorstellungen
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Okay, da das jetzt hier Mode wird, im Kreis zu sitzen ;D
Angefangen hat alles während des Studiums (Physik / Astronomie - mit Lehramt). Da haben wir im Rahmen der Ausbildung auch noch bitweise "Computer" programmiert und somit die wirklichen Grundlagen gelernt.
Dann bekam mein Vater die Ehrendoktorwürde der Universität Umea vom schwedischen König verliehen. Dafür gab es dann auch mehr Reisespesen, und mein Vater brachte mir einen recht leistungsfähigen programmierbaren Taschenrechner (Sanyo?) mit. Faszinierend! Und damals entwickelte sich wohl schon mein Wahlspruch: "Ein guter Programmier muss faul sein!". Also habe ich mich sechs Wochen hingesetzt und für das astrometrische Praktikum Stern-, Planeten- und Mond-Ortsberechnungen programmiert. Statt bis zu acht Stunden Praktikumsvorbereitung brauchte ich plötzlich nur noch drei Minuten. Meine Kommilitonen natürlich auch - und meine Bierversorgung war bis zum Ende der Praktika gesichert ;D
Später kam ein C-64 dazu (natürlich), dann ein Thompson Schlagmichtot, ein 16-Bitter, auf dem ich eigentlich nur Maschinensprachenprogrammierung geübt habe.
Nach dem Studium wurde mir überraschend eine Stelle beim Verteidigungsministerium (also das im Osten ...) angeboten, ich konnte auf einmal selbst in der Welt (West, Nord, Süd und manchmal Ost) reisen - und es hatte sehr stark mit wirklich aktueller Computertechnik zu tun. Der Lernfaktor war gewaltig - nicht nur, was Computer angeht.
Das habe ich zweieinhalb Jahre gemacht, aber das konnte aus den verschiedensten Gründen nicht lange gehen. Im zweiten Jahr habe ich geheiratet - und war in diesem Jahr genau sechs Wochen in Deutschland (Ost). Ich wurde dann "Chefentwickler" in einem sehr grossen Forschungsinstitut in meiner damaligen Heimatstadt. Pascal und Assembler waren Mittel der Wahl, Programme geschrieben, die wegen des DDR-Rechnermixes sowohl unter MS-DOS als auch unter CP/M liefen (dafür wurde CP/M auch gepatcht). Sehr lehrreiche Zeit, mir wurde auch genügend Freiraum gelassen dafür. Und Not macht erfinderisch. Ich war ja mittlerweile besseres gewöhnt ;).
Da ich aus dem Elternhaus und nun mittlerweile auch aus genügend eigenem Erleben tiefschürfend wusste, wie es in West und Ost zugeht, habe ich sofort nach der Wende die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mich selbständig gemacht - zusammen mit zwei Ex-Kollegen als Generalist, als "Systemhaus". Das Geschäft wuchs schnell, nach einem Jahr waren wir schon bei 1 Mio Umsatz, die Zahl der Mitarbeiter stieg. Mein Feld war wieder die Software-Entwicklung, darunter für grosse Wohnungs- und Bauämter.
1992 lernte ich dann auf der CeBit bei einer Firma aus St. Gallen (Alphatrain - nein, nicht mit der Firma von Ulrich-Thomas Lossa zu verwechseln) Notes 2.0 kennen. Gelesen hatte ich davon (was damals nicht einfach war - viel wurde noch nicht berichtet). Zwei Wochen später war ich in der Schweiz und habe für 12.000 SFr 1 Notes-Server (ja, der hiess damals noch so!) und 10 Clients gekaut. In Deutschland ging das zu der Zeit noch nicht - Notes wurde aus strategischen Gründen nur LKW-weise an Grosskunden geliefert.
"Schnell" (so nach drei Monaten war ich soweit, das damals vollkommen neue System halbwegs zu verstehen entstanden) eigene Applikationen für die eigene Firma und für erste Kunden, darunter ein Landratsamt. Es begann aber auch der Ärger mit den Mitgesellschaftern: "Brauchen wir so was? Das können wir doch gar nicht gleich verkaufen! Hast Du schon Kunden?".
Im selben Jahr stieg unsere Firma auf mein Betreiben (ich war immerhin Gründer und Chef ...) auch noch in das Geschäft mit betriebswirtschaftliche Software ein (Investitionen von 155.000 DM), und obwohl sich das bereits nach 12 Monaten amortisiert hatte - bei einer schwarzen Null in der Jahresbilanz, und das war niemals rot - darauf bin ich sehr stolz), eskalierten jetzt die Auseinandersetzungen zwischen der Lösungsanbieter-Fraktion und den "Boxen-Schiebern". Mit Ende 1993 habe ich dann meine eigene Firma verlassen - es hatte einfach keinen Zweck mehr.
Während ich eigentlich erwartet hatte, erst mal "saudumm dazustehen", wurde ich statt dessen mit Angeboten wirklich überhäuft. Kurzfristig habe ich erst mal als IT-Verantwortlicher eines regionalen Busunternehmens dessen IT aufgebaut (und fleissig programmiert, u.a. Dienstplanabrechnungsprogramme). Dann kam ebenso unerwartet im April 1994 das Angebot, die IT für ein Pilotprojekt zwischen einem privaten Klinikskonzern und einer sehr grossen Krankenkasse aufzubauen - auf Basis von Lotus Notes. Bereits am 1. Mai 1994 habe ich dort angefangen - in Inzell / Oberbayern. Unsere Kinder waren erst drei und vier Jahre alt, also ein sehr günstiger Zeitpunkt, um woanders neues aufzubauen.
Die Finanzierung des Projekts war aber sehr blauäugig aufgebaut, meine Gegenrechnungen waren wohl auch ein ziemlicher Schock. Mich traf das aber nicht mehr - noch im gleichen Jahr wurde ich als IT-Chef des noch jungen Kliniks-Konzerns bestellt. Und da war noch nahezu alles neu aufzubauen - eine ideale Situation. Und da gab es dann gleich überall Notes-Server (die hiessen immer noch so! Aber dann kam ja auch die Version 4.1 und der Domino).
Nach fünf Jahren bei der Kliniksgruppe wurde dort die Managementsituation ... nun, sagen wir mal: Schwierig. Einiges wurde mir immer unheimlicher, etliche Entscheidungen unverständlich.
Ich habe mich daher vom Acker gemacht und die Notes-Entwicklung bei einem damals grossen Systemhaus (was kurz darauf während des Börsenbooms noch sehr viel grösser wurde) übernommen. Anfangs eine tolle Zeit, die ich immer (und meine Kollegen!) in wirklich allerbester Erinnerung behalten sollte. Aber die Dotcom-Blase, der Grössenwahn, neue zugekaufte Manager ... Ich habe das nie verstanden. Tolle Projekte haben wir im Notes-Bereich damals gemacht, ich habe wieder enorm viel gelernt (Notes & SAP, Notes & Oracle u.v.m. - meist learning bei doing), aber irgendwann schrumpfte die Mannschaft und schrumpfte, immer mehr blaue Briefe. Anfang 2004 war ich der letzte Notes-Entwickler, ich habe wie früher schon alles alleine gemacht (auch den Vertrieb) und habe mir gesagt: "Blödsinn, dann kannst Du jetzt auch alles alleine machen!".
Gesagt, getan, eigene Firma gegründet (die es bis heute gibt). Zum Jahresende 2004 war aber klar: Alleine ist das alles nicht mehr zu schaffen - es lief "zu erfolgreich".
Die Frage stand: Leute einstellen oder eine Kooperation suchen. Und da habe ich einen fatalen Fehler gemacht und mich einem "aufstrebenden Groupware-Unternehmen" aus Wien angeschlossen, was im ersten Jahr hervorragend funktioniert hat, aber dann mehr und mehr zentralisierte und vor allem wieder extrem kurzfristig dachte. Ich fand mich dann 2006 auch in Wien wieder. Wien und die Wiener waren toll (und haben meine Austrophobie weiter gefördert ;)), ich hatte fast ausnahmslos nur tolle Kollegen (von denen jetzt kaum noch jemand bei der Firma ist), aber die Vorstellungen der Firma kollidierten mit meinen immer mehr. Ein Zitat, was mir sehr zu denken gegeben hat: "Bernhard, Du kalkulierst bei Deinen Projekten eiserne Wasserhähne, lieferst aber goldene!". Ich kam nicht nur mit den Qualitätsvorstellungen nicht klar, sondern auch nicht mit der betriebswirtschaftlichen Denke (ich erinnere an meinen oben schon mal genannten Wahlspruch und ergänze ihn um den wesentlichen Teil: "Der gute Programmierer ist faul. Er arbeitet zunächst wie verrückt - und kann dann und deshalb ohne grosse weitere Arbeit viele Kunden glücklich machen.").
Langer Rede, kurzer Sinn: Vor über einem Jahr habe ich ein Einschreiben mit Rückschein nach Wien gesandt und war binnen vier Wochen wieder mein eigener Herr.
Naja, so ganz nicht (gute Kooperation bedeutet ja auch gemeinsame Entscheidungen), aber das ist gut so: Zusammen mit anderen Kollegen der Szene - und die gehören zur Elite - arbeite ich kooperativ, wir können Leistungen bieten wie viele grössere Firmen nicht. Kooperationsvereinbarungen sind jetzt sogar abgeschlossen mit einer sehr grossen Firma im IBM-Umfeld - dort arbeiten ja auch etliche meiner wirklich guten Kollegen. Wichtig ist, dass man weiss, woher man das Beste bekommt, wenn man es auf einem Gebiet nicht selbst liefern kann. Und das ist gut so, und es ist sehr, sehr erfolgreich. Seit 2004 liefere ich auch Code für andere Entwickler / Firmen zu, die sich dadurch auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und sich aus meiner "Werkzeugkiste" bedienen können. Auch das ist eine sehr schöne Zusammenarbeit, die viel neues bietet und sehr viel Spass macht.
Ich habe übrigens seit 1992 (also von Anfang an) keine Zertfiizierung gemacht. Ich würde das sofort ändern, wenn sich hieraus ein unmittelbarer oder mittelbarer Nutzen ergeben würde. Ich habe sehr früh gelernt, dass die eigentliche Prüfung beim Kunden (intern oder extern) stattfindet. Andererseits habe ich Leute kennen gelernt, die zwar Zertifikate "bis zum Abwinken" haben, aber deren Arbeit ich dann reparieren darf (immer ein undankbares Geschäft! Kunde: "Warum muss ich dafür jetzt nochmal bezahlen??"). Wiederum andererseits haben Kooperations-Kollegen von mir, die auch meine Kunden glücklich machen, schon Rekorde aufgestellt bei CLP-Prüfungen (letztens R7-Update Admin in 6 Minuten, ein anderer in 12 Minuten. Ersteres ist wohl Rekord in Österreich).
So, das war jetzt ein langes Machwerk. Ich finde es aber gar nicht schlecht, wenn man sich hier bei AtNotes - wenn man denn schon gemeinsam Probleme miteinander löst - besser kennt.
Bernhard
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Erstens sitzt man nicht im Kreis wenn man sich vorstellt, sondern steht mittendrin ! ;)
Und zweitens war das nun ja wirklich mal ein umfassender IT-Lebenslauf. Ich bin baff, wenn ich ehrlich bin hab ich aber fast schon in der Richtung was bei dir erwartet.
Aber ich bin sicher, hier gibts noch weitere, interessante Lebensgeschichten ...
macht mal Platz dahinten
:D
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Vielleicht sollte man diesen Fred mit in die Forenregeln aufnehmen.
Vor dem Posten erst diesen Fred lesen.
Für die weißen Hasen und uneinsichtigen. :-P
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Dann wärs aber schön, wenn sich die Einträge hier noch etwas vermehren würden ... >:D
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Hallo Leute,
dann trete ich auch mal in den Kreis....
Ich bin allerdings kein Entwickler, aber vielleicht ein einigermaßen akzeptabler Administrator....
Ich erhielt privat im Jahre 1994 meinen ersten PC - einen 386er mit 20 MHz und 4 MB RAM - das waren meine ersten Erfahrungen mit PC's. Danach absolvierte ich zwei PC's-Kurse der IHK, die mich dann dafür "qualifizierten", den IT-Beauftragten für eine Bundeswehr-Dienststelle im Ausland zu spielen.
Im Zuge dieser Tätigkeit, die natürlich nebenamtlich war, entwickelte ich -trotz mangelnder Kenntnisse- das IT-Konzept und das IT-Netzkonzept für diese Dienststelle. Beide Konzepte wurden durch die vorgesetzte Dienststelle sofort akzeptiert.....Nach dieser Verwendung habe ich mich auf eine Stelle als Nutzerbetreuer bei einer oberen Bundesbehörde beworben - und wurde angenommen. Ich muß dazu sagen, dass ich Beamter des mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienstes bin.
Tja, nachdem ich diese Tätigkeit ca. 4 Jahre wahrgenommen hatte und damit auch erste Erfahrungen in Lotus Notes (damals noch 4.6) gesammelt hatte, besuchte ich meinen ersten Admin-Lehrgang. Danach hatte ich dann noch den Update-Lehrgang 4.6 auf 5.X. Aufgrund dieser Kentnisse wurde ich dann Domino-Domänen-Administrator in dieser Oberbehörde. In dieser Zeit wurde ich erstmals damit konfrontiert, das Lotus-Notes mehr ist als reines Mailing.....
Damit wurde mir auch klar, dass Lotus Notes/Domino eigentlich als Mailclient nur "mißbraucht" wird und es erheblich mehr Möglichkeiten damit gibt. Ein Umstand, der vielen meiner Kollegen bis heute nicht bekannt ist - leider....
Nach diversen Abstechern in diversen Dienststellen, sei es in Projekten oder auch als Systemadministrator, hat es mich vor einigen Jahren in das Verteidigungsministerium (für Bernhard: Gesamtdeutsch *GG) verschlagen, wo ich als Systemadministrator für die Windows-Domäne, aber auch in diversen Systemen als "Allrounder" tätig bin. Daher meine mitunter absonderlichen Fragen zur Entwicklung. Ich weiß, dass es mitunter "Anfängerfragen" sind, aber ich bin eben Allrounder, sowohl in Windows, Citrix oder sonstwelche Umgebungen, und wenn ich dann vor einem Entwicklungsproblem stehe, bin ich für eure Hilfe immer dankbar.
Gruß Henning
PS: Ich habe nie irgendeine Zertifizierungsprüfung o.ä. gemacht....
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... das Verteidigungsministerium (für Bernhard: Gesamtdeutsch *GG)
Schon klar, Henning ;D
Ich habe es ja nur dazu geschrieben, weil mit meiner Datumsangabe ja eine Verwechslungsgefahr besteht. ;) Und dass das jetzt nicht mehr so ist, ist gut so.
Deine Schilderung ist aber auch sehr interessant (so, wie alle Beiträge hier). Man versteht dann doch eher ... und kann ganz anders reagieren.
Als ich las: 386er mit 4 MB RAM in 1984, da fällt mir doch glatt noch eine interessante Begebenheit ein. 1991 oder 1992 ist in Taiwan (?) eine Epoxiharz-Fabrik abgefackelt, die grösster Lieferant für die RAM-Hersteller war. Folge: Verknappung extrem. Wir haben damals im Einkauf (!) runde 150 DM pro 1 MB bezahlt ...
Bernhard
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Bernhard,
das stimmt. Das waren damals horrende Preise - ich kann mich gut daran erinnern.... Der 386er war allerdings 1994...
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Bernhard,
das stimmt. Das waren damals horrende Preise - ich kann mich gut daran erinnern.... Der 386er war allerdings 1994...
Mein erster PC 1994 war auch ein 386sx40 mit 4 MB RAM und MS DOS. Irgendwann hatte ich dann die Gelegenheit das Teil mit gebrauchten RAM-Bausteinen auf 8 MB hoch zu rüsten. Und wenig später kam ich an einen 368dx40. Wow. O0
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Heh Leute,
es ist Weihnachtszeit, und da werden doch viele rührseelig und erzählen Geschichten aus der guten, alten Zeit!
Wäre doch schade wenn hier schon Schluß wäre, ein paar Schicksale gibt es doch sicherlich noch zu erzählen, oder?
Also, wer ist der nächste?
:-*
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Von Februar 1991:
Das waren noch Zeiten....
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Und weil's so schön war, noch einen:
Immerhin gab's für 1200,- DM noch einen Ersatzakku dazu.
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... na dann will ich mal auf den heißen Stuhl...
Eigentlich wollte ich immer Schreiner werden - bin eben so was wie ein Holzwurm - bastle und gestalte gerne. Doch daraus wurde wegen meines Abiturs nichts - hatte über 40 Bewerbungen drausen, aber es wollte keiner einen Abiturienten, der dann während der Lehrzeit abspringt um dann Innenarchitekt werden will. Als Hobby begann ich Gitarre zu spielen und eigene kleine Lieder in schwäbischer Mundart zu schreiben - was ich bis heute beibehalten habe.
So jobbte ich zunächst in den verschiedensten Branchen und kam auf Umwegen zu einem Studienplatz für Sozialpädagogik in Stuttgart. Zu der Zeit war ein Computer noch HighTech bei IBM - persönlich hatte man so was noch nicht zu Gesicht bekommen. Bei einer Promotion-Veranstaltung von IBM auf dem Stuttgarter Schloßplatz wurde die Maus als sensationelle Erfindung gefeiert und es ging das Gerücht um, daß IBM bereits an einem Speicherchip mit 1 MByte forsche - Unvorstellbar groß - anscheinend.
Nach dem Studium hatte ich verschiedene Arbeitsfelder von offener Jugendarbeit, Heim-Jugendarbeit über Asylbetreung zur Re-Integration Langzeitarbeitsloser - also viel Arbeit mit Menschen - tolle Arbeit. Irgendwann war dann die Arbeit am PC nicht mehr zu umgehen. Zunächst als flexiblere Schreibmaschine, und im Verlauf dann auch als Datenbank hatte ich mit einem 286er meine erste PC-Erfahrung - Bill Gates machte seine ersten Schritte auf dem europäischen Markt - Windows 3.11 war aktuell.
Als Musiker hatte ich mittlerweile so einiges veröffentlicht und die GEMA wollte Material von mir - Noten, Texte etc. Da ich als Autodidakt aber keine Noten lesen und schreiben kann kam ich auf die glorreiche Idee mir einen PC zuzulegen - ein ATARI STE 4 (kostete um die 4.000,--DM) mit wahnsinnigen 4 MByte Arbeitsspeicher (Standard war 1- max. 2) und einer Riesen-Festplatte mit 48 MByte - das sollte für ewig reichen - begann ich mit Sequenzern per Maus - ja ich hatte jetzt auch diese revolutionäre Erfindung in meinem Besitz - meine Lieder einzuspielen und per 24-Punkt Nadeldrucker (kostete damals um die 1000,--DM) auf Papier zu drucken- Hurra welch ein Fortschritt moderner Technik - Hurra.
Beim Aufbau eines neuen Arbeitslosenprojektes standen dann schon Rennmaschinen bereit - 486er mit unfassbaren 16 MByte Arbeitsspeicher und über 600 MByte-Platte - die Welt schien zu explodieren. Als Office-Paket arbeiteten mit wir Lotus Smart Suite - Ami Pro hatte schon LotusScript onboard. Da wir keine Verwaltungs-Software für unsere Betreuung hatten, begann ich mit LotusScript zu programmieren - Learning by doing - für Kurse gabs kein Geld - try and error - und Kämpfen bis zum Umfallen - bis die Kiste dann mal tat, was man von ihr wollte. So automatisierte ich mir die Verwaltung der Klientel, Berichte schreiben, etc ...
Dann kam vor 10 Jahren eine Krebserkrankung im Kehlkopf, bei der ich - glücklicherweise - nur das linke Stimmband einbüßte. Für meinen Berufsweg bedeutet dies allerdings das aus: die BG sagte "keinen Sprechberuf mehr - entweder BU-Rente oder Umschulung" - da war die Dot.Com-Blase noch im blähen - und ich entschloß mich für die Umschulung im EDV-Bereich => in Karlsruhe mit Schwerpunkt LotusNotes 4.5/4.6 und gegen Ende das nagelneue Release 5. Nach 9 Monaten war ich der wohl bestzertifizierte Blindgänger ohne Berufserfahrung mit Notes: PCLP Version 4 und 5 für Admin und Entwicklung - und hatte sofort eine Stelle in Stuttgart bei Kasten Consulting - noch vor Ende der Maßnahme - somit hatten sich die Zertifizierungen schon mal gelohnt...
Im Arbeitsalltag sah das dann schon ganz anders aus - LotusScript - OOP - Formelsprache und dann Bugfixing in bestehenden Anwendungen - ganz schön komplex das alles - mühsam ernährt sich das Eichhörnschen. Nach einem Jahr Logopädie konnte ich mich - wenn auch sehr heiser - wieder mit leiser Stimme ins Tagesgeschehen einbringen und begann aufgrund meiner Begabung mit Menschen arbeiten zu können sogar mit Trainings für Endanwender, Grundlagen der Notes-Entwicklung und Administration - spannend - und das machte mir richtig Spaß. Nebenbei etwas unter Profit-Bedingungen entwickeln lernen - sehr spannend - neue Erfahrungen, da ich zuvor ja aus dem Non-Profit-Bereich kam.
In Bruchsal kam ich dann zur GST - super Job, super Leute, tolles Arbeitsklima, alle in Augenhöhe miteinander - fast zu schön um wahr zu sein - doch dann war abzusehen, daß die Luft aus der Dot-Com-Blase entweichen wird - es war absehbar, daß die kleinen Firmen als erste leiden werden. Die Auftragslage wurde dünner.
Damit die Firma nicht an meinen Kosten eingeht suchte ich mir eine Stelle bei einem der Großen - und fand Debis - mittlerweile T-Systems. Reiner Programmieralltag, kaum persönliche Kontakte, dafür betreue ich dort eine sehr komplexe Anwendung im Änderungsmanagement für einen großen Automobilhersteller - weltweit verteiltes, mehrsprachiges System mit unzähligen Schnittstellen in die unterschiedlichsten Ecken. Im Gegensatz zu vorher ist das jetzt eher Einzelkämpferstatus - eigentlich genau das, was ich nie wollte.
Dafür habe ich mich brav weiterzertifiziert auf Version 6 und 7 und - dank des Forums, bei dem ich seit 2002 bin - immer sehr viel dazugelernt. Zwar kann ich nicht immer so viel Einsatz zeigen wie die Leistungsträger des Forums, da mein Alltag, Ehe, Musik und Job viel fordert, aber dennoch schaue ich immer wieder ins Forum und bringe mich das eine oder andere Mal hauptsächlich antwortend und diskutierend mit ein. Zudem sind hier mittlerweile auch Freundschaften entstanden - und das tut mir gut - so als Einzelkämpfer gehe ich sonst unter...
... war jetzt doch mehr als gedacht...
so - wieder Platz machen für die/den Nächsten...
Toni
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Hallo Toni (fast Nachbar, geschäftlich)
und ?! Wie heiss ist der Stuhl ?! ;D
PS: wenn du mal in "der Stadt" bist, hast ja meine Nummer ?! Wobei im Moment richtig Stress herrscht....
Ich arbeite auch an meinem "Outing". gnadenlos von 0 auf 100, und schlagartig zurück auf 0, -100, -1000, von heut auf morgen gelähmt, Heilung: ausgeschlossen... :P
Da geht das Leben aber erst richtig los (wenn man wie du nicht aufgibt....)
P.S. Ich steh wieder voll im Fleisch, dank einem Arzt, der Thesen aufgestellt hat (und auch terroristische Organisationen vertritt). Aber: Er hatte recht. Ich wechsel auch mal eben das Rad am Auto oder reiss einen Server aus den Racks, ich Gelähmter...
Jo
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Oh Mann,
der Thread ist echt interessant, da stecken richtige, echte Menschen hinter den Forumsantworten. Daher push ich den mal wieder ein wenig nach oben, mal sehen wer noch so alles kommt.
:D
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Komm doch einfach mal zu einem der AT Notes Treffen, da kannst Du uns auch anfassen ;)
Jeder ist herzlich eingeladen.
Andreas