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Notes für 10 Arbeitsplätze überdimensioniert ?

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koehlerbv:
@Meff:
Gerade als Entwickler muß ich sagen: Den meisten Mist kann der Entwickler verbergen, der Admin wird immer wieder und sofort erwischt. Und Notes-Administration ist eine Sache, vor der ich einen Heiden-Respekt habe - wenn sie fundiert und professionell betrieben wird.
Perfekte Entwicklung (na gut, gibt es nicht, aber zumindest die Näherung) erfordert wahnsinnig viel und vor allem, sich in die Bedürfnisse, die Organisation, die Algorithmen, das Tagesgeschäft des Auftraggebers einzuarbeiten - und seine Mittel zu beherrschen. Wer das kann (und das ist m.E. nicht die Mehrheit), ist sein Geld wert.
Perfekte Administration erfordert ... das gleiche. Wer 'ne CD einwirft und 'nen Notes-Server aufsetzt, ist kein Admin, das kann sogar ein Entwickler ;-)  Aber die Randbedingungen zu sehen, die Organisation des Kunden  zu verstehen und ggf. sogar zu beeinflussen, mit eingesetzten Fremdprogrammen klarzukommen, x OS zu beherrschen (!) usw. usf. - ein sehr guter Admin darf nicht schlechter entlohnt werden als ein sehr guter Programmierer.
Und das ist keine graue Theorie, sondern nun wirklich elfjährige Erfahrung, sowohl innerhalb der Firmen, für die ich gearbeitet habe, als auch aus Sicht der Kunden, die ich kennen gelernt habe (und die zum Teil unterm Strich (das mag ich immer wieder betonen!) Unsummen zu viel für billige Admins gelöhnt haben, die dann doch  den ROI vermasselt haben.

Bernhard

Meff:

--- Zitat von: koehlerbv am 24.07.03 - 19:33:58 ---als auch aus Sicht der Kunden, die ich kennen gelernt habe (und die zum Teil unterm Strich (das mag ich immer wieder betonen!) Unsummen zu viel für billige Admins gelöhnt haben, die dann doch  den ROI vermasselt haben.
--- Ende Zitat ---

Hast Du das schriftlich? Und vorallem: Haben es die Unternehmen gelernt: NEIN

Gerade dieses Verhalten ist aktuell eines der grössten Probleme für viele. Ich habe gerade gestern ein Mail eines Pharmaunternehmens in Augsburg erhalten, die mir mitteilten, dass sie sich für jemand anderen entschieden hätten. Das Mail sah folgendermassen aus: Text in Arial, 15, unten drunter ein automatisiert angehängter Footer (mit Telefonnummer etc.) in einer undefinierbaren Schriftart und Grösse 8. Sah hochinteressant aus. Dennen hätte ich am liebsten geantwortet, dass sie sich mit Sicherheit für den besten entschieden haben........

Qualität kostet nun mal leider Geld. Weil wir es vorhin von KFZ Werkstätten hatten. Wenn ich mir einen Porsche kaufe, dann muss ich mich nicht wundern, dass das Ding mehr als ein Lupo kostet. Da macht sich aber auch niemand Gedanken drum, schon komisch.

Meff

Glombi:
Hi,
hab mal schnell den Gulp Stundensatzkalkulator bemüht:
Durchschnittlicher Stundensatz für
LoNo Administrator: 65 EUR
LoNo Entwickler: 72 EUR

Eindeutig ist jedoch, das Entwickler mehr verlangen, ob Sie es wert sind, sei dahingestellt.

Es handelt sich dabei aber nicht um die Preise die der Endkunde bezahlt, denn da kommt noch die Marge für den Vermittler dazu (10% + x).

Im Falle von Ikke (kommste aus berlin ?) ist aber wohl mehr die ganzheitliche Betreuung angesagt. Man muesste analysieren, was er gerade will und wo er hin will. Für die Infrastruktur und Anbindung externer Domäne sollte ein Konzept her, damit er das später alleine alles managen kann, First-Level Support, ggf. Schulungen und evtl. sind noch ein paar kleinere Applikationen zu erstellen...,.

Andreas

Thomas Schulte:
Notes und die Kosten für Notes. Das ist ein Thema da sind schon Berge von Literatur geschrieben worden.
Aber mal ganz nüchtern betrachtet, soo teuer ist Domino/Notes im Unterhalt nicht.
Ich mache jetzt mal ein paar Annahmen.
1. Der/Diejenige die das System installieren haben ausreichend Ahnung von Ihrem Job. und damit meine ich nicht nur den Domino Admin, sondern auch denjenigen der den Server aufsetzt, die Hardwarekonfiguration ermittelt hat ....
2. Es werden Stable Releases genommen
3. Die Struktur des Kunden ist bekannt und ändert sich nicht täglich. Mitarbeiterfluktuation, Mail Provider etc.
4. Der Domino Server ist ein Domino Server und kein zusätzlich noch HTTP, File oder sonstiger Server
5. alle äußeren Umstände stimmen, kennwörter für Provider sind bekannt, Die Internet anbindung funktioniert

Dann ist ein Domino Server mit 10 Clients in 10 - 12 Stunden maximal installiert. Dazu kommen bei einem Neukunden noch 2 Tage Schulung für die Anwender, vorzugsweise nicht am Stück, weil dann das meiste zum linken Ohr hinein und zum rechten Ohr wieder raus geht, sondern verteilt über 4 Tage zu je vier Stunden.
Danach sollte ein solches System stabil laufen. Bis auf gelegentliche Wartungsarbeiten, wie ab und zu mal in der Mail.box nachschauen ob da irgendwelche Mails hängen,das kann der KundenAdmin (HIWI)) täglich einmal machen, braucht es sonst weiter keinen Aufwand. Das System ist dann ziemlich stabil. Wenn ein neuer user anzulegen, umzubenennen ist ist auch das mit einer entsprechenden Anbindung (z.B. PC-Anywhere)in ein paar Minuten erledigt. Also rechnen wir dafür mal 2 Tage pro Jahr. Bei einem Stable Release ist auch der Update Druck nicht vorhanden. d.h. man könnte sich den Maintainance Vertrag sparen (was ich nicht machen würde, aber das ist dann Sache des Kunden).

Also im habe ich die Kosten für den Server 2500 Euro und die Clients (noch mal 500 Euro) als einmalige Anschaffungskosten.
Die knapp über 3 Mann-Tage als Einrichtungskosten. Rechnen wir mal mit 2400 Euro bei eine Firma und ca. 1500 Euro bei einem Freelancer.
Anschaffungskosten ca. 3000 Euro. Wenn der Server als Geschenk bei einem neuen Server dabei ist fallen davon 2500 Euro weg.
Handlingkosten ca 1500 bis 2400 Euro

Und dann je nach Sichtweise und Geschick des Kunden diese Dinge selbst in die Hand zu nehmen 2 Tage pro Jahr Wartungskosten plus unter Umständen die Kosten für die Software Subscription. die lagen mal bei ca. 1000 Euro pro Jahr.
Macht einen Jahresbetrag von ca. 1960 bis 2600 Euro

Das ist für eine funktionierende Infrastruktur definitiv nicht teuer. Ich hab in meinem Umfeld fünf Firmen bei denen das so läuft. Das dumme für mich ist, mit denen verdiene ich kein Geld, weil ich da halt nur einmal im Jahr hingehen muss, um nachzuschauen ob der Server noch lebt und das dauert maximal 2 Stunden.

Thomas

koehlerbv:
Jo, Thomas, das waren auch ganz wichtige Aspekte.
Und was man nicht vergessen sollte - eine gute Firma vorausgesetzt: Die ünernimmt nämlich auch partielle Aufträge von einem Freelancer, wenn der nicht weiter kommt, weil es einfach zu komplex geworden ist.
Und dann arbeitet der Freelancer für den Kunden für etwas günstigere Beträge, und nur im Fall der Fälle kauft der sich ein paar sehr wenige Stunden dazu. Die Firma sollte dann den Freelancern sehr dankbar sein und diese und damit deren Kunden gewinnbringend unterstützen. Leben und leben lassen !

Ciao,
Bernhard

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