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Was ist nur los
Thomas Schulte:
@pd
Notes wäre mit diesem Kern durchaus vereinbar und ich kann mir einige Möglichkeiten vorstellen die Banken mit ihrer dezentralen Filialstruktur durchaus guttun würden, aber da hat IBM halt wieder einmal geschlafen.
Die Rechenzentren der Genossenschaftsbanken in Bayern sind auf jeden Fall zur Zeit auf dem Tripp die vor ein paar Jahren dezentralizierten Funktionen (weil sie es nicht mehr handeln konnten) wieder zu rezentralisieren.
Das Ergebnis ist hierzulande zumindest ein versprochener Abbau der IT Stellen in den Banken von ca 50 - 70 % und damit verbunden natürlich ein Kostenabbau.
Wie heißt es in dem Kinderlied auf den 20'gern "Warte warte nur ein Weilchen ...."
Ich bin nur neugierig, wann die ersten Banken sich beschweren weil die RZ sie nicht ausreichend betreuen. Kann eigentlich nicht mehr allzulange dauern.
Thomas
Axel_Janssen:
@Thomas Schulte
Man sollte sich aber auch fragen, ob bei kostengünstigeren und schnelleren Netzwerkverbindung eine dezentrale Datenhaltung überhaupt noch Sinn macht.
Schließlich führt das auch zu Problemen (z.B. Replizierkonflikte).
Gruß Axel
Rob Green:
zZt arbeitet SAP an einem Banking Modul, das von der Postbank, Hypo und ich glaube auch den Sparkassen eingesetzt werden soll. Also wird auch von dieser Seite Richtung zentralistischer Modelle etwas kommen. So zB hat eine Bank zahlreiche Notes Anwendungen in SAP überführt, soweit das möglich war ( zB Bestellungen von Büromaterial oder Reisekosten etc...)
Thomas Schulte:
@Axel_Janssen
Du kannst mir jetzt sagen was du willst, aber eine komplett zentrale Datenhaltung bei einer stark dezentralisierten Struktur der Firma ist auf lange Sicht hin immer die schlechtere Variante. Du bekommst nämlich ein Sache nicht in den Griff. Failure Proofness und die damit verbundenen Kosten.
Für Banken ist die Verfügbarkeit von Daten zu dem Zeitpunkt wo ein Kunde diese Daten abfordert der zentrale Knackpunkt eines Konzeptes. Absolut Tödlich ist es für den Ruf einer Bank, wenn sie aufgrund welcher Schwierigkeiten auch immer nicht in der Lage ist, eine Anforderung des Kunden zu verarbeiten (Geldauszahlung am GAA z.B.). Da leidet sofort das Vertrauen des Kunden. Deswegen werden z.B. Maßnahmen die es erfordern das ein Teil der Funktionen nicht zur Verfügung stehen von den Banken immer lange im Voraus angekündigt.
Wenn du jetzt der Meinung bist das das ja in Zeiten von DSL Internet Anbindungen alles kein Problem darstellen sollte dann bist du auf dem Holzweg. Internet ist egal wie du es betreibst ein Shared Medium. D.h. jeder User hat seinen Anteil am Traffic. Je mehr User desto weniger Bandbreite für den einzelnen. In Oberfranken merkt man das jeweils zwischen 16:00 und 20:00 Uhr so richtig deutlich. Folglich sind diese Anbindungen für Banken nicht geeignet, weil die zur Verfügung stehende Bandbreite nicht garantiert ist. Die brauchen also feste, nicht abhörbare Verbindungen mit definierter Bandbreite. Diese Verbindungen kosten auch heute noch Geld, viel Geld und noch mehr Geld wenn du deine Bandbreite erhöhen willst. So viele Anbieter dafür gibt es nämlich nicht.
Willst du also alle Anwendungen einer Bank zentralisieren und ich rede hier nicht nur von Buchungsprogrammen, sondern auch von den Ablagen der Mitarbeiter, Word, Excel, Powerpoint Dateien, eigenen Kalkulationsprogrammen, Zinsabfragen und was der Dinge Mehr sind, dann brauchst du bei einer mittleren Bankzentrale (50 - 100 Mitarbeiter) schon eine Bandbreite die mindestens der eines alten 10 -M-Bit Ethernet Lans entspricht damit es noch halbwegs flüssig läuft. Kannst du dir ungefähr ausrechnen was das im Monat kostet? Dazu kommen noch Fallback Leitungen die ähnlich dimensioniert sein müssen, und eine doppelte bzw. dreifache Absicherung der Endgeräte, denn du kannst ja nicht weil ein Gerät ausfällt eine komplette Bank mal eben für einen halben Tag schließen.
Kunde kommt zur Tür rein und will eine Finanzierungsberatung haben. Berater: Ähh tut mir leid aber wir können leider gerade nicht auf unsere Kalkulationsgrundlagen zurückgreifen, kommen sie doch morgen wieder. Kunde ???????? und geht.
Und was das schneller angeht, ich habe mal mit einer 256Kbit Standleitung und SAP HR auf einer Zentralen Maschine zu tun gehabt. Die Flüche die da an den jeweiligen Standorten losgelassen worden sind, wenn dann einen Anfrage mal wieder 2 Minuten gebraucht hat, weil gleichzeitig eine Datei auf dem zentralen Server abgespeichert wurde, möchte ich hier nicht wiederholen.
Mein Fazit aus langjähriger IT Erfahrung: Zentralisierung ist sinnvoll und gut, wenn die Anbindung der einzelnen Geschäftsstellen eine entsprechende Performance und Sicherheit aufweist oder diese Anbindung mit einer einzigen Aktion geschaffen werden kann . Sie ist immer dann sinnlos, wenn diese Anbindung mit der entsprechenden Performance und Sicherheit immer wieder teuer erkauft werden muss.
Thomas
Rob Green:
Frage: sind nicht zZt Citrix Lösungen auf dem Vormarsch im Bankenumfeld?
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