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Was ist nur los

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Glombi:
Hier die neue Entwicklung aus den USA:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,258269,00.html

Da alles mit einiger zeitlicher Verzögerung auch auf Deutschland zutrifft, bekommt man ein Vorgeschmack auf das was kommt.

Keine rosige Zeiten die da auch auf uns zukommen...

Andreas

Thomas Schulte:
Zitat aus dem oben genannten Artikel:
"Eines Tages, orakelt Kenton, würden die IT-Konzerne noch weitaus mehr Stellen kürzen können, indem sie die Arbeit ganz vom Menschen auf den billigsten aller Arbeitnehmer verschöben - "den Computer". "

Ich hoffe nur das das bald soweit sind. Anschließend werden diese Idioten nämlich alle feststellen müssen, das dummerweise keiner mehr Ihre Produkte kaufen kann, weil leider keiner genug Geld mehr dafür hat, selbst wenn das Produkt dann noch so billig angeboten werden kann.

Thomas

Axel_Janssen:
auf der stark us- und Brit-Commonwealth (Indien, Pakistan, Bangladesh, Australien, Schottland, England, Irland)-geprägten Javaranch haben wir diese Debatte seit 18 Monaten.

Tja. Globalisierung ist eine Naturgewalt. Ich diskutiere nicht über Naturgewalten, da ich sie nicht beeinflussen kann. Alles andere würde auf Protektionismus hinauslaufen. Wir werden Software-Import aus ärmeren Ländern nicht einfach verbieten können.

Trotzdem ist der Anteil des outsourcings an den Gesamt-Jobs noch relativ gering. Auch sollte man sich fragen, welche Jobs out-gesourced werden. Beratungsintensive Tätigkeiten sicher nicht. Ausserdem scheint zumindest im Java-Bereich der coding-Anteil immer geringer zu werden, einfach wg. der besseren Tools, dank google-Einsatz sowie einem besseren Verständnis von Software-Architektur und Software-Projektmanagement (und sei es nur ich, der mich managed).
Ich würde sagen, daß die Software-Branche teilweise selbst Schuld ist wg. der vielen Hajo-Peis die da rumgesprungen sind. Inder/Pakis/East-Bengalis sind btw. nicht die dummen billigen coder, sondern oft Leute, von deren reichen Wissen ich in den letzten 2 Jahren viel gelernt habe.
Weiterhin gibt es dort eine immer stärkere Sorge, dass der out-sourcing boom irgendwann seine Grenze erreicht. Dann nämlich wenn die Tools so gut werden, dass sich der Aufwand nicht mehr lohnt.
Dann scheinen aber client-locals wieder ins Spiel zu kommen. Zumindest sprechen einige Leute von einer Entschärfung des IT-Marktes in der USA.
Ausserdem wird von Seiten von IT-Arbeitnehmer-Organisationen starker Druck auf den US-Kongress ausgeübt. Zumindest H1B-Visa (US-Green-Card)  wurden deutlich beschränkt und werden möglicherweise auf 0 zurückgedrängt.
In der indischen IT existiert angeblich ein starker Verdrängungswettbewerb mit einer heftigen age-discrimination. Inwieweit sich die nächst Generation der upper-middle-class sich auf IT stürzen wird, sollte auf jeden Fall geringer sein als die der jetzigen. Zumal die positive indische Wirtschaftsentwicklung immer mehr nicht-IT Bereiche erfasst. Diese positive Wirtschaftsentwicklung hat was mit der Öffnung gegenüber dem Weltmarkt zu tun (manchmal klappt es ganz gut: Indien, Chile, manchmal klappt es so gar nicht: Argentinien).

Glombi:
Hi,
hier eine aktuelle Nachricht bzw. Outsourcing bei Banken. Ich denke, diejenigen die bei eine Bank in der IT Abteilung arbeiten, sollten mal laaangsam Ihre Fühler ausstrecken...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,259170,00.html

Andreas

Gandhi:
Verlagern wir doch einfach alles ins Ausland.
Die Frage, die sich die Unternehmen langsam mal stellen sollten ist doch aber: Wo sind ihre Märkte. Und tut mein Handeln meinem Markt gut.
Es wird sich herausstellen, dass eine Kostensenkung auf diese Art gleichzeitig auch die Umsätze senken wird.
Hätte ich jetzt zum Beispiel ein Konto bei der DB würde ich mir langsam oder auch schnell überlegen, es aus Solidarität oder Vernunft aufzulösen.
Was dieses Institut abzieht ist das ALLERLETZTE. Es ist kurzsichtig und egozentrisch und es wundert mich nicht, dass ein Schweizer hierfür verantwortlich ist, der emotional keinen Bezug zur deutschen Volkswirtschaft hat.
Anstelle sich der Verantwortung als größte deutsche Bank auch für die Volkswirtschaft zu übernehmen und positive Signale für eine wirtschaftliche Gesamtentwicklung zus setzen, habe ich bei der DB inzwischen den Eindruck gewonnen, dass Sie hoffen durch eine Schwächung der deutschen Wirtschaft selbst bessere Geschäfte machen können.
Die haben sich leider in den letzten Jahren vom Finanzier des Wirtschaftswunders in einen Zerteiler und Verkäufer von Unternehmen verwandelt. Wohl immer mit dem Ziel des kurzfristigen Gewinns. Vielleicht sollte jemand mal diesen blindschleichigen Vorständen erklären, dass Ihre angestrebten Renditen gar nicht real erwirtschaftet werden können, sondern stets nur auf Umverlagerung beruhen, und dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem nichts mehr umverlagert werden kann...
Ich glaube das Problem in Deutschland ist die Qualität der Manager (und der Politiker).
Solange hier jeder sein eigenes und vor allem kurzfristiges Süppchen kocht ist global nichts zu gewinnen. Wer sich dem Unverstand der Amerikaner anschließt hat schon verloren. Wenn alle schnell reich werden wollen wird alles schnell den Bach heruntergehen. Und wer immer noch glaubt, man könne von Globalisierung profitieren ohne den armen Süden zu entwickeln dem zeigt jetzt Indien, bald auch China,.... eine Nase.

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