Sonstiges > Offtopic
Bachelorarbeit - Wirtschaftsinformatik
eknori:
Zu "Notes und SQL" noch meine 2ct:
Wenn es darum geht, Daten aus flachen Notes View mittels SQL abzugreifen, dann steht bei mir mitlerweile DomSQl + BIRT ganz hoch im Kurs.
(http://www.openntf.org/internal/home.nsf/project.xsp?action=openDocument&name=JDBC%20Access%20for%20IBM%20Lotus%20Domino )
Gandhi:
Zum Thema zurück:
Das Hauptproblem Deiner Arbeit ist nicht die Entwicklungsumgebung oder die Datenbank, sondern die grundsätzliche Schwäche der Abhängigkeit von den verteilten Excel Sheets.
Ansonsten ist Deine Aufgabe mit so ziemlich jeder Datenbank-Engine/Laufzeitumgebung lösbar. So ziemlich alles was auf WIN läuft kann zumindest COM.
Dann würde ich Dir zu pragmatischem Vorgehen raten:
- Wo bekommst Du am leichtesten Support in der Firma oder von Deiner Hochschule (auf Foren würde ich mich nicht verlassen wollen).
- Welche Entwicklungsumgebung ist effizient (Du solltest hier nicht SAP nehmen...wirklich nicht)
Beide von Dir genannten Umgebungen Domino bzw. MSSQL/MS_irgendwas erfüllen Kriterium 2 hinreichend.
Dann solltest Du Dich noch umschauen, was bei Kriterium 1 rauskommt - zu viel Vorarbeit hilft Dir hier ausnahmsweise nicht weiter.
Ich würde Domino und SQL nicht mischen - weil das die Komplexität erhöht und in Deinem Fall nicht nötig ist (Du sagtest keine Relationen zu benötigen?).
Also entweder oder.
Entscheide Dich für ein Produkt (ich würde die Entscheidung vollständig von Kriterium 1 abhängig machen) und versuche zunächst eine Verbindung zwischen Excel, Laufzeitumgebung und DB herzustellen. Der Rest ist dann Detailarbeit ;D
gs3rr4:
Ich schiebe noch eine weitere Beschreibung der IST-Situation ein.
Ich denke so viel kann ich sagen:
Es geht um die Berechnung von Angebotspreisen zu Kundenprojekten in einem großen Konzern. Die Anwendung soll aber nicht für alle gedacht sein, sondern nur für einen kleinen Bereich dieses Konzerns, also einem Segment.
Also die IST-Situation:
Systeme/Dateien die verwendet werden:
Datenerfassung (Excel):
Mit der Datenerfassungs-Datei werden die Daten der Fachabteilungen gesammelt. Dort gibt es also Tabellen für Einkauf, Logistik usw. Es gibt immer eine Datei pro Projekt (meiner Meinung nach total chaotisch). Sie wurde nur für das Segment entwickelt, in dem ich die Arbeit schreibe und ist auf kein anderes Übertragbar. Weiterhin gibt es auch eine Stückliste in jeder Datei. Es wäre natürlich viel praktischer eine zentrale Stückliste zu erstellen und dann von dort aus die benötigten Bauteile zu ziehen.
Berechnungsdatei (Excel)
Diese Datei ist vom Konzern vorgegeben. Die Daten aus der Datenerfassungsdatei werden derzeit manuell in diese weitere Excel-Datei übertragen. Hier gibt es sehr viele Formeln. Manche dieser Formeln (z.B. die Berechnung des internen Zinsfußes) sind Näherungsverfahren. Es gibt also eine Position x die einen Wert y annehmen soll. Nun werden die verknüpften Werte a, b und c so lange geändert bis x den Wert y hat (So hab ichs verstanden). Das kann man in Excel wohl unter anderem mit der IKV-Funktion (Interne-Kapitalverzinsungs-Funktion) darstellen.
Freigabeworkflow (Lotus Notes)
Die Berechnungsdatei wird in eine Lotus Notes Anwendung geladen. Es folgt ein Freigabeprozess für das Projekt.
Von der neuen Lösung verspricht man sich 1. den Prozess zu beschleunigen und 2. alle Projektdaten abrufbereit zu haben, ohne sich durch tausende von Excel-Tabellen wühlen zu müssen.
Was das Controlling möchte ist also Eine Datenbank, in der alle Projekte gespeichert werden können. Da es oft Änderungen gibt oder verschiedene Angebote für ein Projekt gerechnet werden (wo dann ein paar Werte anders sind), soll es möglich sein verschiedene Projektstände oder -versionen anzeigen zu lassen. Optimal wäre: Projekt900.01 ist im System. Nun gibt es Änderungen an diesem Projekt. Der Controller ruft also das Projekt auf, ändert ein paar Werte und kann es unter Projekt900.02 abspeichern. Jetzt sollten trotzdem beide Versionen des Projektes aufrufbar sein.
Es sollte außerdem Möglich sein die Projektdaten in die Berechnungsdatei (Excel) zu übertragen. Selbst wenn die Formeln innerhalb der Datenbank realisierbar sind, braucht das Controlling die gefüllte Datei für den Freigabeworkflow.
Eine weitere Anforderung ist, dann man hinterher auch mit den Daten arbeiten können soll und zwar im Excel-Format. Also die Berichte sollten sozusagen im Excel-Format ausgegeben werden können.
---
Die Frage ist jetzt, wie das ganze am einfachsten zu Lösen ist. Heute sollte ich eigentlich vorstellen, welches der Systeme ich verwenden möchte. Zum Glück wurde der Termin auf morgen verlegt.
Ich habe mir schon gedacht, dass man die Systeme nicht so richtig vergleichen kann. Dafür müsste man wohl einen Anwendungsfall in all dieses Systemen Umsetzen und dann testen wie sich das ganze Unterscheidet (Entwicklungszeit, Performance der Datenbank, Benutzerfreundlichkeit, ...). Daher müssen wohl einfache Pro- und Con-Argumente für die Entscheidung herhalten.
Ich werde jetzt also das System nehmen müssen, mit dem ich die Anforderungen am einfachsten/schnellsten erfüllen kann. Da ich mir das ganze selber aneignen muss und mit wenig Hilfe von der Unternehmensseite rechnen kann, werde ich hauptsächlich auf Hilfe von euch und Tutorials/Büchern/Guides angewiesen sein. Natürlich wird das keiner für mich schreiben, danach habe ich auch nicht gefragt. Es wäre aber schön ein paar Leute zur Hand zu haben, welche diese Anforderungen wirklich konkret umsetzen könnten und mir beim Lösungsweg und Detailfragen Hilfestellung leisten können.
Wenn ich MSSQL verwenden möchte, steht mir ein Windows 2003 Server zur Verfügung, auf dem ich MSSQL Server 2008 installieren kann. MSSQL mit Excel als Frontend ist auch mein aktueller Favorit. Ich würde es prinzipiell auch mit Domino machen, aber ich habe keine konkrete Vorstellung wie ich dann die Relationen hinbekomme etc.
Beim Frontend bin ich mir extrem unsicher. Mein Problem ist, dass ich sehr wenig Support habe. Der lokale IT-Manager ist leider nicht sonderlich erfahren in diesem Gebiet. Es gibt sicher Leute im Unternehmen, die mir besser helfen könnten, aber die sind an anderen Standorten und nicht für mich zuständig.
Das Thema steht jetzt aber fest und ich muss mich entscheiden und anfangen.
---
Excel als Frontend stell ich mir am einfachsten vor. Die Datenerfassung kann ja fast übernommen werden. Sie muss nur als Maske um gebastelt werden, welche dann verschiedenen Projekte aufrufen kann. Die Frage ist jetzt nur wie das geht. Ich glaube das Übertragen von Daten einer Excel Tabelle in eine andere ist dann nicht so das Problem.
In einem anderen Forum hat jemand geschrieben, dass diese Lösung extrem Fehleranfällig sein müsste. Ich denke aber man kann das Sheet so sperren, dass wirklich nur die Felder bearbeitet werden können, die auch bearbeitet werden sollen.
Gandhi:
--- Zitat ---Excel als Frontend
--- Ende Zitat ---
Aus meiner Sicht unwartbar und vollkommen unsicher.
Es sei denn Du erstellst ein Plugin für Excel (wie SAP das beim BEx tut).
Dann bist Du hier aber (soweit ich das beurteilen kann) auch im falschen Forum.
Thomas Schulte:
Es tut mir leid, wenn das jetzt sarkastisch klingt, aber tu allen Notes Entwicklern und Verfechtern in der Firma für die du das realisieren willst/sollst einen Gefallen, lass in diesem Fall Notes aus dem Spiel.
Mach ein Excel Frontend für eine SQL Tabelle oder nehm irgendwas das ein Microsoft Frontend für eine SQL Tabelle hat.
Das sage ich jetzt nicht, weil Notes das nicht kann, mir fällt spontan mindestens ein eleganter Weg das komplett in Notes zu lösen ein, sondern weil aus deinen Beschreibungen, was deine persönlichen Voraussetzungen, den Vorgaben für die Umsetzung und die Firmenumgebung in der du dich bewegst betrifft, eigentlich nur ein Schluss zu ziehen ist.
Du wirst es im normalen zeitlichen Rahmen einer Bachelor Arbeit (6-12 ECTS, 1 ECTS = 25 -30 Arbeitstunden, zwischen 150 und 360 Stunden Aufwand für die ganze Arbeit mit Dokumentation und dem ganzen Rest der da dran hängt) nicht hinbekommen das dein System funktioniert.
Gründe für meine Meinung?
- Du musst dich erst einmal in die Programmierung überhaupt einarbeiten. Learning by Doing ist mit ausschließlich freiwilliger Unterstützung, wie man sie hier im Forum finden kann immer noch eine zeitaufwändige Sache, und selbst wenn du die Entwicklerschulungen für Domino bezahlt bekommen würdest, die immer noch die schnellste Methode sind, sich mit dem Komplexen System Notes Entwicklung auseinander zu setzen wäre da immer noch der nächste Punkt.
- Du hast nicht allzuviel Ahnung von Datenbankdesign (SQL) und noch viel weniger von der Art wie Domino/Notes hier tickt. Die Lernkurve ist hier was beide Systeme angeht ebenfalls mit Erfahrung, und damit mit Zeit verbunden.
- Du scheinst wenig bis keinen Support aus der Firma für die du das Problem lösen sollst bekommen zu können, also wieder ein Zeitproblem, denn du wirst auf viele deiner Fragen, und da werden eine Menge auftauchen hier zwar durchaus zeitnah Antworten bekommen, die müssen aber auch wieder geistig verarbeitet werden und die Firma erwartet ja offensichtlich ein lauffähiges Programm nach deiner Bachelor Arbeit.
- Es gibt kein System, mit dem du die von dir genannten Anforderungen "einfach", im Sinne von, mit wenig Grundkenntnissen versehen und mit keinem KnowHow des verwendeten Systems, in verwendbaren Code umsetzen kannst.
Und bevor du dich jetzt aufregst, das sind alles Dinge die man aus deinen Posts schließen kann.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln