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OpenNTF.org - US of A dominieren wieder mal

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m3:
Steve hat die Diskussion schön zusammengefasst und ich stimme ihm auch in vielen Punkten zu.

Was mir aber persönlich aufstößt ist dieser Passus aus dem "Contribution process" (wer hat diese Regeln eigentlich alle festgelegt??


--- Zitat ---If the contributor's employer is not an OpenNTF member, send an email to IP-manager@openntf.org with your employer's consent that you can contribute code to OpenNTF and your signature attesting that you will follow the contribution process and guidelines.
--- Ende Zitat ---
Bitte was geht das meinen Arbeitgeber an, wie ich meine Freizeit verbringe.
Ein Statement, dass der Code von mir ist und keine Rechte Dritter verletzt von mir aus, aber das?
No f**king way.

Pyewacket:
Kommt auf deinen Arbeitgeber bzw. Arbeitsvertrag an. Privat"Erfindungen"
musst du vor einer Eigenverwertung erst dem Arbeitgeber anbieten.
Dazu kommt noch daß die Rechtsverdreher aus sowas schnell ne nicht genehmigte
Nebentätigkeit konstruieren für welche du auch noch Firmeneigentum verwendet hast.
(Die wenigsten Angestellten hier werden eine eigene Designerlizenz haben.)
So kann dann sehr schnell wegen einem eigentlich gut gemeinten Anlass dein Job weg sein.

eknori:

--- Zitat ---wer hat diese Regeln eigentlich alle festgelegt??

--- Ende Zitat ---
Ein IBM interner Anwalt

flaite:
Ich hatte in 3 von 4 Arbeitsverträgen stehen, dass der von mir geschriebene Code der Firma gehört. Wenn ich mich an einem openSource Projekt beteiligen würde, müßte ich das mit meinem Arbeitgeber absprechen. Ausser in Zeiten heftiger Last, also in den letzten 2 Jahren nicht selten, wär das nicht behindert worden.
Apache oder andere erfolgreiche openSource Organisationen funktioniert nach ähnlichen Regeln.
Wie Marc Fleury (ex-JBoss) sagte:

--- Zitat ---The thing I hate. When people think like openSource is about let love and peace get together and software will fall out of the sky. I just doesn't work that way.

--- Ende Zitat ---
Und die Vince Schurmans, Bruce Elgort und der von mir sehr geschätzte Nathan Freeman sind ja alle noch dabei.

Gruß Axel

koehlerbv:

--- Zitat von: Pitiyankee am 14.05.09 - 23:07:34 ---Ich hatte in 3 von 4 Arbeitsverträgen stehen, dass der von mir geschriebene Code der Firma gehört.

--- Ende Zitat ---

Das ist immer ein sehr weites Feld und beschäftigt permanent Anwälte:
Print "Hello world" gehört dem Arbeitgeber.
Print "Hello new world" ist Deine neue Version.
Sicherlich ein schlechtes Beispiel. 1:1 mitgenommener Code ist unzulässig (wenn das nachgewiesen wurde), verwendete Algorithmen jedoch nicht - wenn sich nicht patentfähig wären. Sind sie aber meist nicht.

Meine Erfahrung: Ein guter Programmierer nutzt einen Neuanfang, um auch seine alten Ideen von ebenso alten Fehlern zu befreien. Das ist dann (meist) neuer Code. Nur: Es müssen dann auch nachweisbar seine eigenen Ideen sein! An gelaufenen Prozessen sieht man ja auch, wer gewinnt und wer verliert: Auf der Verliererseite die wirklichen Ideenklauer, auf der Gewinnerseite die, die ihre eigenen Gedanken nachweislich nicht aus dem Hirn entfernen lassen können. Ich glaube, Tobias Vogler (ICODEX / panagenda) ist da ein gutes Beispiel.

Zu "open source": Wo steht hinter den relevanten Sources heute noch ein Programmierer, der irgendwo anders (!) für ganz andere Zwecke fest angestellt ist? Und wenn dem doch so ist, so verdient doch ein ganz anderer Geld mit dessen Leistungen.

Bernhard

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