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Rauchen am Arbeitsplatz

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pd:

--- Zitat von: eknori am 31.10.05 - 16:22:48 ---
In dem von mir geschilderten Fall wurde aber ein elektronisches Mittel verwendet, welches NICHT dazu gedacht ist, die Rauchpausen der Mitarbeiter zu dokumentieren.
Und das verstößt nun einmal gegen den Datenschutz.

--- Ende Zitat ---

Würde mich interessieren, was da für ein techn. Mittel Rauchpausen erkennt...?
Hört sich nach mehr an als nur Stempeln...


Gruß, Patrick

bernino1:
ich kann dir da aber nicht ganz folgen - eknori!

wo siehst du eine datenschutzverletzung - wenn ein vorges., der höchstwahrscheinlich die berechtigung hat die zeitkonten zu betrachen - eben diese berechtigung benutzt.
natürlich steht da nicht explizit drinnen das der ma rauchen gegangen ist - ok - aber laut zeitkonten ist es fakt das er nicht da war!!!
das einzige was meiner meinung nach unrecht, bzw. besser gesagt - UNGERECHT ist, ist seine schlussfolgerung, dass der ma diese pausen zum rauchen verwendet. jedoch denke ich, wirds schwierig für den ma dagegen was zu sagen - oder?
fehlzeiten mußt du als ma - meiner ansicht nach - grundsätzlich immer entschuldigen - auf irgend eine art und weise!
aber wo ist da aus sicht des vorgesetzten die datenschutzverletzung??

Gandhi:
Ob da rechtlich eine Datenschutzverletzung vorliegt - keine Ahnung.
Aber tatsächlich ist es doch so, dass spätestens mit dieser Aktion jede Arbeitsatmosphäre vollkommen vergiftet ist.
Und als nächstes werden dann die Anschläge gezählt.
Es ist von sehr grosser Wichtigkeit für die allermeisten Arbeitnehmer, dass sie sich in ihrem Arbeitsumfeld wohl fühlen. Und das ist mit dieser Erbsenzählerei ja wohl vorbei. Damit tut sich der Chef also keinen Gefallen.
Gerade in 'kreativen' Berufen, wie der Entwicklung ist es notwendig sich hin und wieder Gedanken zu machen. Ich denke auch nach Feierabend an meine Probleme bzw. deren Lösungen und es ist schon vorgekommen, dass ich von ihnen geträumt habe.
Stelle ich das auch in Rechnung?
Ich finde es albern in solchen Berufen minutiöse Zeiterfassung zu betreiben. Das schadet mehr als es nutzt, weil es das Misstrauen gegenüber den Arbeitnehmern ausspricht und somit diese demotiviert.

eknori:

--- Zitat ---Würde mich interessieren, was da für ein techn. Mittel Rauchpausen erkennt...?
Hört sich nach mehr an als nur Stempeln...
--- Ende Zitat ---

Die Mitarbeiter sind verpflichtet, auszustempeln, wenn sie das Betriebsgelände verlassen. Das Ausstempeln kann aber aus mehreren Gründen erfolgen. Jede Zeiterfassung bietet die Möglichkeit, z.B. Dienstgänge gesondert zu erfassen. Soweit dies.
Diese Dinge werden also mit einem Grund versehen, ebenso wie Krank und Gleitzeit oder Urlaub.

Was bleibt also noch; Genau, die kurzen Intervalle von 5 - 10 Minuten, mehrmals täglich.

Diese Zeiten werden ohne Kennzeichnung erfasst, was ja auch OK ist, da die Mitarbeiter ja beim Verlassen des Betriebsgeländes ausstempeln und beim Zutritt wieder einstempeln müssen.

Aus diesen Stempelintervallen berechnet sich dann ihre tägliche Arbeitszeit.

DAS ist der Zweck der Zeiterfassung.

Aus den Stempelungen Rückschöüsse zu ziehen wird nicht durch den Zweck abgedeckt und genau darin besteht die Datenschutzverletzung.

Es wäre etwas anderes, wenn ich von einem Kollegen erfahren würde, dass ein anderer Mitarbeiter das Gelände verlässt, ohne zu stempeln. Dann dürfte ich in der PZ nachschauen, OB der Kollege nicht ausgestempelt hat. Das ist durch den Zweck der PZ gedeckt.

Ich weiß, daß das nicht für jeden nachvollziehbar ist, aber die Erhebung von personenbezogenen Daten ist IMMER an einen bestimmten ZWECK gebunden.
Und genau da muss man bei solchen Fragen ansetzen; WARUM werden personenbezogene Daten erhoben. Liegt der Zweck darin, die Mitarbeiter stempeln zu lassen, um zu sehen, wie OFT und aus WELCHEM Grund sie das Gelände verlassen, oder eher um die Zeiten der Anwesenheit mit der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit abzugleichen ?


--- Zitat ---was da für ein techn. Mittel Rauchpausen erkennt...?
--- Ende Zitat ---
Ein Raucherraum könnte eine Zutrittskontrolle haben; da kann man das über das Erfassungsterminal erkennen ...

Gandhi:
Im SPON habe ich übrigens gerade gelesen, dass ein amerikanischer Autobauer jetzt die Toilettenzeiten aufzeichnet...mit den Rauchern fängt es nur an - demnächst gibt es noch einen 'aus dem Fenster guck' Aufzeichner, einen 'Privatgespräch unter Kollegen' Analysator,...

So demotiviert man Mitarbeiter nachhaltig: die Guten gehen weg und die schlechten bleiben demotiviert, dann hat man also 3% gespart und dafür 20% verloren. Gutes Geschäft....

Menschen sollte man nicht kontrollieren - man sollte sie motivieren das zu tun, was sie sollen.

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