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Bundestagswahlergebnis zu verkaufen

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Gandhi:
Nun, dann hat er nicht die Möglichkeit auf das Auto zu verzichten - hätte sich aber auf jeden Fall ein billigeres kaufen können.
Er hätte sich auch weiterqualifizieren können um so bessere Marktchancen zu besitzen.

Dass die arbeitsplatznahe Wohnung so teuer ist, dass er sie sich nicht leisten kann glaube ich auch nicht - Wohnraum ist besonders in Innenstädten teuer - und da ist erfahrungsgemäss nur sehr selten Industrie. Weiterhin besteht in solchen Exclusivlagen auch fast immer ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz - das er ja auch nutzen könnte.

Natürlcih hat er keinen Anspruch auf ein Auto, eine tolle Wohnung oder sonst was - wer sollte das bezahlen. Und wenn er tatsächlich draufzahlt, wenn er arbeiten will - dann hat er ein ähnliches Problem wie viele andere - weshalb ja z.B. von Prof. Sinn Lohnzulagen für Niedrigverdiener ins Gespräch gebracht wurden (was ich befürworte).

Worauf aber willst Du mit diesem Beispiel eigentlich hinaus? Was soll der Staat oder wer auch immer jetzt tun? :-:Das ist mir immer noch überhaupt nicht klar :-:

@don: Ich habe nicht von Vertragsfreiheit, sondern von Freiheit geredet. Und er hat immer noch die Freiheit zu kündigen oder? Und tatsächlich hat er sogar die Möglichkeit, schliesslich kann er ein Kündigungsschreiben aufsetzen und absetzen. Das beeinflusst nicht den Fakt, das Marktteilnehmer nie die gleichen Möglichkeiten haben. Wenn ich zum Karstadt gehe und einen Kaufvertrag eingehe - hat der Karstadt sicher auch viel mehr Macht als ich - und was sagt uns das jetzt :-:

Don Pasquale:
Das sagt uns, dass die Freiheit zu kündigen zwar auf dem Papier besteht,

wer aber nicht ausreichend finanzielle Reserven hat um eine gewisse Übergangszeit
zu überbrücken die Freiheit seinen Job zu kündigen dann doch nicht hat.

Wer sich aber über den Spitzensteuersatz aufregt, der wird diese Sorgen wahrscheinlich nicht kennen.

Gandhi:
Das ich mich über den Spitzensteuersatz aufrege hat nichts mit aktueller Betroffenheit zu tun - ich bin z.Zt. in der Schweiz - einem Land, das in jeder Hinsicht besser funktioniert als in D und in dem ich als Gutverdiener einen ähnlich niedrigen Steuersatz habe, wie deutsche Durchschnittsarbeiter.
Interessant dennoch, dass das System hier dennoch sehr sehr gut funktioniert. Kann also  nicht daran liegen, dass in D der Spitzensteuersatz zu niedrig ist (sehe man sich alle gut funktionierenden Staaten an - die haben alle niedrigere Spitzensteuersätze/Steuersätze als D).

Und die Freiheit zu kündigen besteht nicht nur auf dem Papier, da wir immer noch ein Sozialsystem haben, was ihn auffängt. Zu schlechteren Konditionen vermutlich - aber immerhin.

Was aber sollte diesen Sorgen entsprechend Deiner Meinung nach getan werden? Das ist doch die entscheidende Frage!

Don Pasquale:

--- Zitat von: Gandhi am 20.09.05 - 16:40:54 ---Und die Freiheit zu kündigen besteht nicht nur auf dem Papier, da wir immer noch ein Sozialsystem haben, was ihn auffängt. Zu schlechteren Konditionen vermutlich - aber immerhin.

--- Ende Zitat ---

Wer seinen Job kündigt - und das finde ich vollkommen richtig - der erhält die nächsten 3 Monate kein Arbeitslosengeld vom Staat. In diesem Fall greift das Soziale Netz nicht. ( Und m.E. sollte es das hier auch nicht.)

Gandhi:
Dann greift die Sozialhilfe, sofern er keine anrechenbaren Vermögen hat.

Und noch mal die Frage: Worauf wollt ihr hinaus?

Unter Umständen wäre dem Arbeitnehmer geholfen, müsste er keine Abgaben für Steinkohle, Eigenheime etc. zahlen. Evtl. würde dann noch eine darüberhinausgehende Unterstützung für Geringverdiener herausspringen - damit hätte ich kein Problem. Jedoch sehe ich nicht, dass diese persönliche 'Tragödie' einen hohen Spitzensteuersatz, ein kompliziertes Steuersystem und eine ausufernde Bürokratie rechtfertigen würde.
Hätte der Mann nicht SPD gewählt, ginge es der Wirtschaft ohnehin besser und er könnte sich seinen Arbeitsplatz aussuchen  O0

Also: Zu welchem Zugeständnis wollt ihr mich hier niederringen?

Zu der Vertragsfreiheit:
Die staatliche Eingriffe, die zu einer Annäherung führen sollen zwischen den Möglichkeiten der Vertragpartner sehen dann gesetzliche Kündigungsfristen, gesetzlichen Urlaubsanspruch etc. vor, womit dann nach geltender Rechsprechung die Verträge gültig sind und die Vertragsfreiheit existen ist.

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