Domino 9 und frühere Versionen > ND6: Administration & Userprobleme

Grundlegende Frage zu Replikation

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Driri:
Ich sehe das ähnlich wie Werner und MartinG. Lokale Repliken machen IMO nur Sinn, wenn ich auch Mobil auf die Daten zugreifen muß. Einen Serverausfall sollte man anders absichern, als über lokale Repliken.

Man kann sich auch wunderbare Eigentore schießen, wenn die Mitarbeiter dann evtl. nicht regelmäßig replizieren. Wir hatten hier schon den Fall, daß ein MA mit lokalen Repliken einer Anwendung über einen Zeitraum von mehreren Monaten nicht repliziert hat.
Nach der nächsten Replikation hatten wir plötzlich auf der Serverdatenbank wieder Dokumente, die schon vor Monaten gelöscht worden sind.
Das lag an dem Replizierparameter "Dokumente entfernen, die seit X Tagen nicht mehr geändert wurden."

diali:
Die Replizierung kann am Client auch auf periodisch im Hintergrund gestellt werden.

Ich sehe es wie Jens (Semeaphoros) es gibt Anwendungen, bei denen es durchaus Sinn macht, mit der lokalen Replik zu arbeiten.

WernerMo:
Hallo,

so gefällt mir das sehr gut, nun haben wir doch schon viele Argumente, wann was von Vorteil ist.
Nun wäre eine Forumsfunktion praktisch, die es ermöglicht, ein "wiki"-dokument zu eröffnen, in das jeder von uns Teilnehmer seine Punkte für (Zentral)Server und (Dezentral)Clientreplik reinschreiben kann.

Driri:

--- Zitat --- Die Replizierung kann am Client auch auf periodisch im Hintergrund gestellt werden.

--- Ende Zitat ---

Ist klar, aber das ist auch keine Sicherheit. Der Anwender kann sich das genausogut wieder deaktivieren oder im Replikator die Datenbank deaktivieren.

Marinero Atlántico:
Es ist ein Unterschied, ob jemand mit sehr guten Notes Kenntnissen mit lokalen Repliken arbeitet oder ein Anwender. Ich bezweifele, dass der Speicher und Replizierkonflikte im Ernstfall wirklich mitbekommt.

--- Zitat von: Semeaphoros am 23.06.05 - 11:49:16 ---Notes beherrscht diese Situation eigentlich sehr gut,

--- Ende Zitat ---
Naja. Ich würde sagen: Recht gut.
Speicher und Replizierkonflikte als *das* Mittel gegen Dateninkonsistenzen in Folge von konkurrierenden Zugriff auf geteilte Ressourcen kann auch als ein bischen grobgranular angesehen werden. In RDBMS geht das mit optimistic und pessimistic locking für ähnliche Situationen ein bischen weiter um nicht zu sagen einiges weiter.


--- Zitat von: Semeaphoros am 23.06.05 - 11:49:16 ---hingegen gewisse Notes-Entwickler schlagen da manchmal quer, indem Funktionen so realisiert werden, dass sie nicht mehr dezentralisiert werden können. Das ist dann aber nicht wirklich ein Notes-Problem - eigentlich.

--- Ende Zitat ---
Dann zähle ich mich zu diesen "gewissen Entwicklern". Verteilte Datenverarbeitung ist komplex und es ist auch mit Notes komplex. Man beachtet da schnell bestimmte Dinge eben nicht. Ich sitze in einer Organisation, wo an ca. 300 z.T. noch autark administrierte Organisationen Gestaltungen repliziert, per script-Automatisierung Konfig-Dokumente erstellt/upgedated/gelöscht etc. werden, die von den 500 Organisationen editierbar sind und und und. Besagte Organisationen haben z.T. langsame Leitungen. Die Admins in den Organisationen haben ein unterschiedliches Level an Erfahrung und Kenntnissen.

Natürlich ist verteilte IT überall komplex und ich fange innerlich an zu schreien, wenn ich ein lächelndes Gesicht sehe, dass von völlig transparenter Verteilung redet. Gibts in J2EE auch nicht. Der berühmte Cameron Purdy, der mit an einem verteilten Cache arbeitet, sagt auch, dass die meisten Leute, die von Verteilung reden, davon eigentlich nicht die richtige Vorstellung haben und ich traue diesem Mann. Oder z.B. wird in dem Buch Java Transaction Processing verteilte Transaktionen gegen mehrere Datenquellen sehr gut beschrieben. IBM arbeitete seit den 60ern an so einem Zeugs und es ist einfach grundsätzlich komplex und ich möchte nicht wissen, wie viel % der J2EE Entwickler im Grunde genommen keine Vorstellungen der Fundamentals von verteilten Transaktionen haben, und das ist vielleicht das Herzstück von J2EE.

ABER ERZÄHLT MIR NICHT IRGENDEINE UMGEBUNG HÄTTE DAS "GELÖST" UND ES WÄRE EINFACH UND ICH ZU BLÖD.

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