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Mein Zitat des Tages
Glombi:
Der Spiegel hat da vom Handelsblatt abgeschrieben.
Hier ist das Interview
http://www.handelsblatt.de/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/artpage/0/cn/GoArt!200012,200039,912257/SH/0/depot/0/index.html
Ackermann meint natürlich nicht, dass Deutschland ein Schwellenland ist. Aber so ist das eben immer mit Zitaten.
Andreas
Gandhi:
--- Zitat ---Ich denke, ab September wird dann alles anders
--- Ende Zitat ---
Mir schwant, dass anders nicht besser sein muss... >:D
Glombi:
Nun, es kommt darauf an,...
- ob es im September eine Wahl gibt (ich schätze zu 50% wahrscheinlich)
- ob die CDU/CSU ggf. mit Anhängsel FDP die Mehrheit hat (ich schätze zu 75% wahrscheinlich)
- ob Herr Merz sich mit seinem Bierdeckel durchsetzt (ich schätze zu 1% wahrscheinlich)
- wie groß dann der Bierdeckel ist
Andreas
Gandhi:
In meiner Jugend gab es ein Lokal (eigentlich mehrere), da hatten Stammgäste einen Deckel, dass heißt, man ließ anschreiben und zahlte dann irgendwann (oder auch nicht).
Insofern finde ich generell den Bierdeckel als Metapher problematisch:
Während eine Steuerreform in einer Kneipe ausgemacht wurde, kam ein Deckel bisher unahnbaren Ausmasses zustande. Während nun die breite Masse diesen Deckel abzahlen muss tanzen die üblichen Verdächtigen die Politik eben auf diesem Bierdeckel aus.
Merke:
In einer Kneipe (wo sonst könnte man auf Bierdeckel kommen) macht man keine Steuerpolitik.
Je größer der Deckel, um so höher die Rechnung.
Je größer der Deckel, um so wahrscheinlicher, dass der Wirt beschissen wird.
Je größer der Deckel, um so leichter können die Spezialisten den Wirt auf dem Deckel austanzen (wie man unter Fußballern sagt).
Ich fürchte jedoch, dass wird ein Deckel, der so groß ist, dass man alle in einem Jahr in Deutschland getrunkenen Biere auf einmal draufstellen kann.
Prost!
Marinero Atlántico:
Meine Prognose:
Im September wird es eine Wahl geben.
Es werden immerhin 38% der Bundesbürger den Angstwahlkampf der postmodernistischen konzeptfreien und machtsüchtigen Fischers und Schröders auf den Leim gehen.
Danach hoffe ich, dass die Merkel-Regierung entschlossen einfache und effektive Reformen durchsetzt.
Und dabei möglichst wenig auf das Geschrei der Straße und dem Rumgelaber der Fernsehstudios hört.
Wenn es dagegen so weiter geht wie bisher, wird es immer schlimmer und wir haben irgendwann wirklich eine Staatskrise.
Die permanent völlig aus dem Ruder gelaufene staatliche Neuverschuldung sowie die Arbeitslosenzahlen sind jedenfalls fundamentale Daten, die unsere Gesellschaft auf Dauer nicht aushält.
In 4 Jahren wird es dann deutlich über 50% ein wenig besser gehen als jetzt, so dass eine weiter ideologisierte SPD unter Führung A. Nahle sowieso keine Chance hat.
Die im Grunde völlig unnötige und in anderen Ländern so nicht existierende Partei der Grünen wird leider überleben, so fürchte ich. Sie bedienen weit verbreitete romantische und anti-rationalistische Befindlichkeiten eines Teiles des deutschen Bildungsbürgertums.
Erfolgreiche Reformer agierten entweder in einem Umfeld, wo eine sehr große Mehrheit das vorherige als völligen Scherbenhaufen perzepierten (Deng Ziao Ping 1976, Ronald Reagan 1980). Dies ist hier leider nicht der Fall.
Oder sie besassen eine starke Bereitschaft gegen die Befindlichkeit der Bevölkerung zu regieren: eine schwedische Regierung um 1994, Hernan Büchi in Chile 1982(wobei diskutieren unter Pinochet eh nicht so angesagt war) und Margaret Thatcher (am Anfang getragen durch den militärischen Erfolg gegen die widerrechtliche Besetzung der Falkland-Inseln durch eine völlig ziellose argentinische Militärregierung, die mit der Besetzung erfolgreich irrationale patriotische Gefühle der eigenen Bevölkerung weckte).
Axel
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