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Mein Zitat des Tages

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pd:
Hab mir den link zu der Heise-Meldung über AMD (Arbeitsbeschaffungs Maßnahme Dresden ;-) mal durchgelesen. Hat da einer nen Einblick warum das scheinbar läuft und wie das läuft?
Sind die Mitarbeiter unterbezahlt oder haben unmenschliche Bedingungen? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen...


Gruß und Danke für Aufklärung

Patrick (der sich ein bisschen freut, nur AMD zu nutzen)

Thomas Schulte:
Nachtrag zu meinem letzten Eintrag:
Und wenn sich mal jemand die Bevölkerungspyramide der Schweiz und Österreichs, gekoppelt mit deren wirtschaftlichen Daten anschaut, dann wird klar warum dort immer mehr Arbeitnehmer aus Branchen die bei uns am Stock gehen (Bauindustrie) gesucht werden.

Gandhi:
naive Frage:
Wie sehen die Pyramiden aus?

Marinero Atlántico:
Ich hab eine gewisses distanziertes Verhältnis zu meiner Rolle als Klugscheisser dieses Threads, aber es ist nun mal schlechte Statistik, wenn man komplexe Zusammenhänge an einen Datenpool von 3 Ländern und einem Faktor abhängig macht.
Die statistische Signifikanz solcher Aussagen tendiert gegen Null.
Zu welcher Korrelation zwischen Bev.-entwicklung und Arbeitslosigkeit kommst du, wenn du Dänemark, Schweden, die USA, Irland und die Niederlande hinzunimmst. Vielleicht spielen ja doch andere Faktoren mit eine Rolle.

Axel

Thomas Schulte:
Ich habe nicht behauptet das es zwischen der Bevölkerungsentwicklung und der Arbeitlosigkeit generell einen Zusammenhang gibt. Ich habe nur gesagt, das sich aus dieser Perspektive unser Problem im Lauf der Zeit von alleine erledigen wird. Interpretier nicht wieder etwas in eine Aussage rein was nicht da steht.

Aber Okay Axel vertiefen wir das Thema. Schaun wir mal was ich noch alles ausgraben kann.
Fakt 1. die Bevölkerungsentwicklung ist in ALLEN Industrieländern rückläufig, mit einer Ausnahme, den USA und die haben nur deswegen eine stagnierende Bevölkerung weil sie immer noch erhebliche Migrationsgewinne zu verzeichnen haben. Die strukturellen Probleme die wir hier diskutieren werden also nicht nur wir haben sondern andere auch (Japan, Schweden, Dänemark, Frankreich, Spanien .....)

Und wenn ich noch einen Link zu den Beitrag dieses Professors finde an Poste ich den auch noch.

Fakt 2. Die Bundesrepublik Deutschland ist, auch wenn es wenige zugeben wollen schon lange ein Einwanderungsland. Nur reichen bei uns die Migrationsgewinne nicht aus um den Bevölkerungsverlust zu kompensieren im Gegensatz zu den USA und viele Immigranten landen direkt in der deutschen Sozialhilfe. Belasten damit also unsere Volkswirtschaft unmittelbar.

Fakt 3. Wenn und das ist jetzt eine Annahme, der Industrie-, der Handels- und der Dienstleistungssektor im gleichen Maße produzieren wollen wie bisher (was aufgrund unseres Wachtumsfetischismus notwendig ist), dann ist dazu ein gewisser Prozentsatz an Arbeitnehmern notwendig. Von den überflüssigen trennen sie sich im Moment sowieso alle, also gehen wir mal davon aus, das um das volkswirtschaftliche Produktionsniveau zu halten noch einmal ein Einschnitt von 1 Mio Leuten möglich ist, der durch Produktivitätsgewinne wettgemacht werden kann. Der Arbeitmarkt verliert in den nächsten 15 Jahren aber die Jahrgänge 1940 bis 1955 also circa 15 Mio Leute (minus diejenigen die ohnehin schon in der Dauerarbeitslosigkeit stecken, minus die die dem Arbeitsmarkt sowieso nicht zur Verfügung standen). Dafür wachsen aus dem unteren Bereich ungefähr 7,5 Mio nach. Naja selbst wenn man damit rechnet das nur die Hälfte im Erwerbsleben stand, gleicht der Zuwachs nur unter der Voraussetzung das ALLE Neuzugänge auch in das Erwerbsleben eintreten die Verluste leicht positiv aus. Rechnet man mit der aktuellen Verteilung von ungefähr 60 Erwerbstätigen pro 100 Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter, dann hast du einen Verlust von ca. 3 Mio. Bei einer aktuellen Arbeitslosenzahl von 5 mio + 1 mio dazu und einer reinen Fortschreibung der aktuellen Beschäftigungszahlen hast du dann eine Abnahme der absoluten Arbeitslosenzahlen um 3 Mio.  Schreib das noch einmal 10 Jahre fort und lass die richtig Geburtenstarken Jahrgänge 1956 bis 1965 auch noch abtreten und du bekommst ein Irrsinniges Bild.

In der Folge dieser Entwicklung gibt es mehrere mögliche Auswirkungen.
- Unser Bruttosozialprodukt schrumpft in gleichem Maße weil einfach nicht genug Produzenten da sind -> dann bleibt die Arbeitslosigkeit auf dem gleichen Niveau wie jetzt oder erhöht sich sogar noch
- Der Wettbewerb um die Arbeitnehmer nimmt zu -> die Folgen habe ich bereits beschrieben.
- Die Renten sind nicht sicher (Egal was uns Merkel nach ihrer Wahl oder Stoiber oder Nobby Blüm wieder erzählen werden)

Fakt 4. Die USA fianzieren ihren kompletten Haushalt auf Pump. Es ist nur eine Frage der Zeit und die Finanzwelt sieht das in Teilen genauso, wann diese Blase platzen muss.
Und wenn ich den einen Link zu dem Beitrag dieses Profs finde dann poste ich den auch

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