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Bei aller Neutralität
pd:
Nu, der amerikanische Architekt wird einen netten Teil eingestrichen haben ;-)
OK, ganz ausm Land wird sicher nicht sein. Mehrwertsteueranteile gehen dann irgendwie wieder an den Staat.
im Sinne von Gandhi war es für mich tatsächlich nur ein Funken, weils halt grad in der Presse war, mich über die allgemeine Geldverschwendung aufzuregen, weshalb ich auch den Bund der Steuerzahler erwähnt habe. Ich reg mich auch immer bei Sabine Christiansen auf, weil man doch nach jedem Satz der Herren den Untertitel einblenden könnte: Ja schön, aber passieren tut nix.
Leider bin ich mit meiner politischen Laufbahn noch nicht so weit vorgedrungen, ist ein recht träges Knäuel in das man nicht so einfach reinkommt (und evtl. hinterher nicht mehr raus...?!)
Patrick
Marinero Atlántico:
Ich bin sicherlich für deutsche Verhältnisse "rechts-lastig", aber nicht faschistisch.
In Ländern mit einer wesentlich erwachseneren politischen Debatte wie den USA oder Chile sehe ich mich dagegen eher in der Mitte.
Aus meinem persönlichen Verständnis der Deutschen Geschichte halte ich ein solches Denkmal für notwendig, wenn auch eben dieses nicht eben glücklich.
Wie dies in Verbindung mit der katastrophalen wirtschaftlichen Performance dieses einst erfolgreichen Landes gebracht werden kann, ist mir allerdings unverständlich.
Der Staat ist einfach nicht dafür zuständig, Schulausflüge von Kindern zu finanzieren.
Meiner Ansicht nach sollte aber darüber nachgedacht werden, Familien steuerlich besser zu stellen als dies jetzt der Fall ist.
Damit dies möglich wird, sollte darüber nachgedacht werden, rasch Maßnahmen zu ergreifen, um:
- den Staatssektor zu verringern
- den Verbändestaat zu zerschlagen
- die Regulierungen abzubauen
- das Steuersystem zu erleichtern
Und zwar so schnell, dass die Interessengruppen nicht mehr wissen, wo oben und unten ist und nicht mehr ständig rumdiskutiert wird.
Die Verschwendung von öffentlichen Geldern wird erst dann geringer, wenn der Staat verkleinert wird.
Wenn ich allerdings so verteilungs-gläubige Beiträge wie eure lese (va. Mod und Thomator aber auch PD), dann muß vielleicht doch Plan B in Kraft treten und erstmal eine "Volksrepublik Deutschland" lafontainscher Art implementiert werden. Nach 3 Jahren ist dann alles völlig in Schutt und Asche und wir können wieder von vorne anfangen. Das können wir offenbar ganz gut.
Deutschland bezahlt nicht übermässig viel für andere Länder. Entwicklungshilfe wird weitgehend dafür genutzt, um Deutsche Exporte in eben diese Länder zu finanzieren.
In der EU können unsere Beiträge ein bischen gesenkt werden. Jedoch gilt auch hier, dass eine stark integrierte EU unserer sehr kapitalintensiven Wirtschaft nutzt.
Auch Hilfe für Russland dient eher der langfristigen Energieversorgung und Exportpolitik.
Gandhi:
Zum Thema Verschwendung, Heuschrecken und Wirtschaftspolitik finde ich diesen Artikel höchst aufschlussreich:
http://www.welt.de/data/2005/05/10/716540.html?s=1
pd:
--- Zitat von: Marinero Atlántico am 11.05.05 - 13:34:58 ---Wie dies in Verbindung mit der katastrophalen wirtschaftlichen Performance dieses einst erfolgreichen Landes gebracht werden kann, ist mir allerdings unverständlich.
Der Staat ist einfach nicht dafür zuständig, Schulausflüge von Kindern zu finanzieren.
--- Ende Zitat ---
Ach nee, bisch du schlau ;-) Ich dachte nicht, dass ich dieses Beispiel näher ausführen müsste...
--- Zitat von: Marinero Atlántico am 11.05.05 - 13:34:58 ---Wenn ich allerdings so verteilungs-gläubige Beiträge wie eure lese (va. Mod und Thomator aber auch PD)
--- Ende Zitat ---
was ist verteilungsgläubig?
Gruß, Patrick
Marinero Atlántico:
--- Zitat von: pd am 11.05.05 - 14:03:43 ---Ach nee, bisch du schlau ;-) Ich dachte nicht, dass ich dieses Beispiel näher ausführen müsste...
--- Ende Zitat ---
Das meine ich ernst. Hier wird wirklich immer geglaubt, der Staat ist für alles verantwortlich.
Ist er eben gerade nicht.
Der Staat soll sich auf bestimmte Kernaufgaben beschränken.
Herje. In Chile war es zwischen 1983 und 2003 üblich, dass blutüberströmte Verkehrsopfer, die kein Geld, Privatversicherung oder Bürgen hatten, an der Notfallaufnahme abgewiesen wurden. Das ist mir zu extrem. Aber kurz dahinter ist die Grenze, wo der Staat für persönliche Lebensrisiken nicht mehr verantwortlich ist. ´
Als Symbol war das in Chile aber erfolgreich. Es zeigte allen deutlich: Das ist hier kein Spaß.
--- Zitat von: pd am 11.05.05 - 14:03:43 ---was ist verteilungsgläubig?
--- Ende Zitat ---
Verteilungsgläubig ist, wenn man meint, der Staat müsste das Geld so auf die einzelnen Leute verteilen, dass es irgendwelchen difusen Gerechtigkeits-Empfindungen entspricht.
Vielmehr soll der Staat einige Rahmenbedingungen setzen, auf denen der Markt funktionieren kann. So hat L. Ehrhard hier mal 1948 angefangen. Dahin müssen wir wieder zurück.
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