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Bei aller Neutralität

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pd:
@Don

das ist einer der Scheidewege. Du (ich respektiere deine Meinung vollstens) und andere sehen in der Geschichte eine sog. Erbschuld und ein Mahnmal, dass sich das deutsche Volk selbst gesetzt hat, usw.

Ich, sehe mich selber auch als Teil des deutschen Volkes, erkenne aber keine Erbschuld und sehe auch kein Mahnmal.

Ich denke das ewige Erinnern (müssen) und büßen (müssen) gibt rechts wesentlich mehr Vortrieb, zu Konflikten gehören ja bekanntlich immer zwei. Wenn die Vernünftigeren jetzt einfach hingehen und sagen, Geschichte ist gegessen (oder frei und flapsig nach Bugs Bunny: Wer eine schöne Stunde verschenkt weil er an Ärger von gestern denkt) dann laufen die Neos und Antisemiten einfach ins Leere, da sich keiner mehr drum kümmert.

Wenn man immer erinnern muss, wo ist dann die Grenze? Punische Kriege, Christenverfolgung, Versklavung von Afrikanern...


Gruß, Patrick

(wiederhole: nicht rechts, aber sachlich nüchtern)

Thomator:
@DonPasquale

dass solche Mahnmale sicher eine geschichtlich bedingte Daseinsberechtigung haben steht hier meiner Meinung nach nicht wirklich zur Debatte.

Aber die Art und Weise ist echt Sch....ade.
Ich persönlich habe auch das Gefühl, dass sich hier einige Entscheidungsträger auf Kosten bzw. zu Lasten der Allgemeinheit versuchen zu profilieren.

In Zeiten, in denen das Geldsäckel des Staates nun mal einfach leer ist, hätte man da schon etwas 'einfacheres' installieren können.

Und all diejenigen, die auch gemahnt werden wollen, werden das durch den symbolischen Wert einer solchen Anlage, und nicht den Geldwert.

Aber wie gesagt, pers. Meinung.

Thomas

Gandhi:
Meine Meinung: 27,6 Mio. für ein Mahnmal zu diesem Thema halte ich nicht für besonders abwegig.
Abgesehen davon wird das Ding garantiert ein Touristenmagnet und innerhalb der nächsten Jahrzehnte auf diese Weise garantiert die Kosten (wenn auch indirekt) einspielen.

Ich pflichte Don ausserdem zu, dass es höchstens peripher interessiert, wie Herr Spiegel darüber denkt (der ja auch nur kritisiert hat, dass die Darstellung der Täter in dem Denkmal nicht existiert), da er ja mit der Sache nur indirekt (es ist ein Mahnmal des deutschen Volkes für das deutsche Volk) zu tun hat.

Viel abwegiger finde ich da schon andere Maßnahmen des Staates, die über die Größenordnung Millionen weit hinausgehen. Z.B. die Schaffung diverser Bürokratismen, die in Deutschland sicherlich inzwischen einige Milliarden kosten - und dazu niemandem nutzen.

Schließlich und letztendlich sollte man nicht die Debatte um eine einzelne Ausgabe mit einer Armutsdebatte verknüpfen - weil dann tatsächlich eine sachliche Diskussion kaum möglich ist. Die Ursachen für Armut in Deutschland hängen wohl weniger mit der Errichtung ein paar Denkmäler zusammen sondern sind Symptom eines massiven Strukturproblems, dass jedoch niemand in der Politik zugeben will, da an der Entstehung desselben alle 5 größeren Parteien maßgeblich beteiligt waren.

Thomator:

--- Zitat von: Thomator am 11.05.05 - 13:06:52 ---dass solche Mahnmale sicher eine geschichtlich bedingte Daseinsberechtigung haben steht hier meiner Meinung nach nicht wirklich zur Debatte.

--- Ende Zitat ---

OK, scheinbar doch...

Semeaphoros:
"Man könnte das Geld auch besser einsetzen"

Warum? Wie?

Klar, wenn sich da ein paar Manger an den Millionen bereichert haben ohne Gegenleistung, dann kann man das so sagen. Man vergisst aber offenbar, dass bei der Errichtung des Werkes Aufträge vergeben wurden, an Handwerker, an Informatiker wie Du und ich (auch wenn wir beide es nicht persönlich waren ....) und damit haben dank diesem Werk einige ganz normale Leute davon leben können. Das sagt jetzt nichts darüber aus, ob das Mahnmal sinnvoll ist oder nicht, aber das Geld selber ist ganz sicher nicht einfach verloren.

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