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Mark³:
Ein entscheidender Anteil an der Bildung ist das Kennen und Anerkennen von Werten. Wenn nur das Billigste gekauft wird kann auch kein Geld für Arbeitskräfte vorhanden sein. Die gleichen Leute, die ihren Arbeitsplatz als Bäcker verlieren, kaufen ihre Brötchen beim Backdiscounter, da sie da 5 Cent billiger sind.
Marinero Atlántico:
--- Zitat von: mt69clp am 09.03.05 - 11:56:37 ---Ein entscheidender Anteil an der Bildung ist das Kennen und Anerkennen von Werten. Wenn nur das Billigste gekauft wird kann auch kein Geld für Arbeitskräfte vorhanden sein.
--- Ende Zitat ---
... eine ziemlich keynesianische Sicht der Dinge.
Kann man auch anders sehen:
Die Leute sparen das Geld und bringen es zur Deutschen Bank.
Die Deutsche Bank arbeitet Tag und Nacht, um das Geld denen zu leihen, die so effiziente Investitionen auf dem Kasten haben, dass man damit 25% Gewinn macht. Diese stellen dann Leute ein.
Klappt aber leider auch nicht. ::) ;D
Gandhi:
Vielleicht ist der Denkfehler der, zu glauben, dass Unternehmen, die 25% Gewinn machen, überhaupt Mitarbeiter einstellen können - oder gar niedrigqualifizierte Mitarbeiter einstellen können.
25% Gewinn zu erwarten ist aber auch - mal unter uns - echt bekloppt oder?
Da gab es mal das Rechenspiel mit dem Pfennig, der bei 5% Zinsen p.a. im Jahr 0 angelegt inzwischen den Wert eines Goldklumpens der Größe der Erde hätte...habs aber nicht nachgerechnet.
Mark³:
Ich bin trotz allem 8) ein Mensch mit Visionen geblieben. Sowas wie Mondragon http://www.viavia.ch/spip/article.php3?id_article=263 stelle ich mir als guten Weg zur Lösung aller Probleme ;D vor. Ich hab mal ne lange Radiosendung darüber gehört (ja, es gibt noch Sender mit Wortbeiträgen) und da wurde nur positiv davon erzählt. Beispielsweise eine maximale Lohnschere von 1:6 (niedrigster Lohn zu höchstem) finde ich anständig (wobei die Zahl an sich natürlich verhandelbar ist).
So ein Genossenschaftsding funktioniert natürlich nur, wenn alle auch motiviert mitarbeiten. Aber ich hoffe immer noch, dass positive Anreize besser motivieren als Druck und Drohungen des Arbeitsplatzverlustes. (Sicher bin ich mir allerdings nicht)
Gandhi:
--- Zitat ---So ein Genossenschaftsding funktioniert natürlich nur, wenn alle auch motiviert mitarbeiten
--- Ende Zitat ---
Und schon hast Du eine sich selbst ausschließende Aussage getätigt. Eine 'Genossenschaft' ist längst nicht für alle eine Motivation. Da aber alle motiviert sein müssen, kann die Genossenschaft (aufgrund der Prämisse) also nicht funktionieren - was in der Praxis ja bereits ausfühlich zu beobachten war und teilweise noch ist.
Motivation kann nur entstehen (aus meiner Sicht), wenn die Menschen sich weitestgehend ihren Wünschen gemäß entfalten können. Wobei die Wünsche sich natürlich den gegebenen Bedürfnis anpassen werden (vermute ich).
Die feste Lohnschere halte ich ebenfalls für total idiotisch: Warum sollte dann noch irgendjemand irgendwas tun? Wenn ich so oder so 1/6 dessen bekomme von dem was ein super motivierter bekommt - dann bekomme ich genug zum Leben. Dafür strenge ich mich dann nicht an. Wenn ich sowieso nicht mehr als 6 mal so viel wie ein Hilfsarbeiter bekomme strenge ich mich genau maximal so lange an, bis ich das 6fache bekomme. Und schon funktioniert die Gesellschaft nicht mehr effizient. Willkommen DDR.
Die Menschheit muss meiner Meinung nach einsehen, dass es Gerechtigkeit und Gleichheit nicht natürlicherweise gibt und jeder Versuch diese zu etablieren zwangsläufig zu einer verminderten Leistung der Gesamtbevölkerung führen muss (jedenfalls dann, wenn die Gerechtigkeit/Umverteilung das Maß übersteigt, dass zur Vermeidung von Bürgerkriegen etc. notwendig ist).
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