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Gandhi:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/9/0,3672,2248297,00.html

dh-paule:
betrachtet man die historische Entwicklung dann hat er Recht !!!

Wer verdiente denn in der Vergangenheit Geld ? Wer machte mehr Gewinn als er benötigte?

Zuerst waren es die Grundbesitzer die auf Ihrem Land Nahrungsmittel anbauten oder Bodenschätze abbauten.

Danach kamen die Produzenten, die Waren aus Rohstoffen herstellten.

Und dann die Händler die diese Waren verkaufen

Geändert hat sich die erste Stufe, die Grundbesitzer sind abgelöst wurden durch die "Maschinenbesitzer" im Rahmen der aufkommenden Industrialisierung.  Warum, weil man mittlerweile Nahrungsmittel effektiver produzieren konnte und Grundbesitz nicht mehr ausschlaggebend war.

Nun ändert es sich gerade von der produzierenden Industrie (die "Maschinenbesitzer") hin zu den "Informationsbesitzern" denn mittlerweile kann "jeder" günstig, effektiv und in guter Qualität produzieren. In der Zukunft ist Wissen gefragt, und zwar praktisches Wissen.

Marinero Atlántico:
Naja. Das ist auch wieder dieses mono-kausale. Auch in der Antwort von dh-Paule. Es ist grundfalsch. Große Vermögen und sehr komfortable wirtschaftliche Existenzen sind in freien Gesellschaften immer aus dem NICHTS an Besitz über Maschinen oder Grund und Boden entstanden.

An sich ein interessanter ARtikel. Am besten gefällt mir natürlich das bashing des Beifalls für "der Neo-Liberalismus ist Schuld" oder "nur 15% sollen Abitur machen. Wir brilliant genius machen das mit dem denken und der Rest führt unsere dollen Strategien aus".
Der Autor verfolgt aber auch eine monokausale Richtung. Wir sollen alle gebildet sein.
Aber was heisst Bildung?
Humboldinische Bildung (breite Bildung), technisch-naturwissenschaftliche Bildung, betriebswirtschaftliche Bildung? Handwerkliche Bildung? Emotionale Intelligenz.
Bildung. Und alle werden glücklich?
Naja. Ich denke, dass Bildung z.Zt. vielleicht zu gering bewertet wird. Sie beinhaltet ja auch ein Risiko. Die falsche Bildung für den Markt zu haben. Und das macht sie vielleicht unpopulärer als es nötig oder wünschenswert wäre.
Für Durchsetzungskraft, Loyalität gegenüber Vorgesetzten, die Ziele der eigenen Organisation höher stellen als moralische Skrupel sowie Verkaufsenergie und Geschick wird es dagegen immer einen Markt geben.
No easy way out.

... um hier wieder in sowas wie ein Gleichgewicht zu kommen, müssen sich jedoch eine Menge Dinge mehr ändern. Auch nicht so schöne wie "85% sollen hoch gebildet sein", glaub ich. Erwarte da noch eine Menge wesentlich unästhetischere Elemente, die trotzdem notwendig ist. Mit dieser ganzen heglianischen Reformdialektik landen wir im Nirwana.
 
Mein Held dieser Bundesregierung ist jedenfalls Ulla Schmidt. Alle haben über sie gemotzt. Alle Teutonen hatten natürlich viel smartere Masterpläne und die hat natürlich alles falsch gemacht.
Zumindest hat sie gezeigt, dass (para-)staatliche Ausgaben gesenkt werden können.  ;D
Glaub es ist schwieriger ein Land zu ändern, das meint etwas darzustellen, als ein kleines Land. Dieser Glaube, dass man irgendwie etwas "besonderes" ist, führt imho dazu, dass sich der glorreichen Vght. zugewandt wird.

Gruß Axel

comando hernán büchi  >:(
?chilenizar alemanía? Sí pue'  8)

Gandhi:
Der für mich wichtigste Satz:

--- Zitat ---Denn das neue Sozialsystem wird nicht mehr daran gemessen, wie viele Klienten es durchfüttern kann. Sondern wie viele Menschen es dazu verhilft, sich aus dem Sumpf des sozialen Abseits zu befreien
--- Ende Zitat ---
Für mich ein Skandal, dass niemand wirklich hilft, wenn es um Qualifizierung von Unqualifizierten geht. Dass unglaublich viel Geld in Umschulungsprogramme gepumpt werden - ohne dass hieraus etwas neues entsteht.
Von vornherein äußerst problematisch finde ich, wie wenigen Menschen hier tatsächlich der Weg in die Universitäten/Fachhochschulen mangels Schulabschluss verwährt ist.

Zum Thema 'falsche Bildung':
Bildung ist aus meiner Sicht nie falsch und man kann nie genug davon besitzen. Ich habe etwas 'falsches' Studiert - etwas mit dem ich konkret gar nichts anfange. ABER: Hierdurch habe ich denken und lernen gelernt - und damit kann ich sehr wohl etwas anfangen. Ich kann mich an meinem Wissen erfreuen - und zumindest ganz tollen Smalltalk betreiben. Schlecht wäre es nur, wenn ich nach dem Studium nichts mehr gelernt hätte.

Zu der Frage, was Bildung heißt möchte ich folgendes Beitragen: Bildung bedeutet für mich, dass ich in wenigstens einer Sprache Texte verstehe und ein Grundwissen (z.B. in Mathematik) besitze, dass mich dazu befähigt mich selbständig weiterzubilden. Ist dies gegeben ist die  Bildung weniger ein Status als ein Prozess.

Mein Held in der Bundesregierung? Scharping. Weil der zurückgetreten ist  ;D

Semeaphoros:
Hmm, hier wird dauernd über "Bildung" geredet, mal darüber nachgedacht, was der Unterschied ist zwischen "Bildung" und "Ausbildung"? Das wird fast immer total durcheinandergeworfen .......

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