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Definitiv [Edited by admin]...

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Semeaphoros:
Stimmt, der einzigste ist definitiv ein definitiver Schwachsinn  ;D

Im übrigen zeigt das Zitat unseres 69ten clps, dass der Autor des Zitates (oder die Autöse :) ) von Sprachentwicklung nicht sehr viel versteht. Etwa 90% dieser Anglizismen verschwinden mit der Zeit wieder, und trotzdem sind sie für die Sprachentwicklung eminent wichtig ... wieviele Latinismen, Gräzisierungen, francophone Ausdrücke besitzt das heutige Deusch? Unzählige, definitiv inklusive das Wort "definitiv" (was ein Latinismus ist .... ) und trotzdem ist die deutsche Sprache nicht ausgestorben.

Kenn jemand aus der Gegend von Kassel den Ausdruck "mitaveck"?? Ein schönes Beispiel, wie sowas funktioniert.

Don Pasquale:
Was mich nervt, ist die Spracharmut die zumindest im Fernsehen um sich greift.
Alles ist nur noch super und geil, nichts ist mehr aussergewöhnlich, wunderschön oder einfach nur sehr gut.
Es würde mich doch sehr beruhigen, versicherte mir jemand, dass das auch wieder vergeht.

Ciao
Don Pasquale

Semeaphoros:
Don, glaub mir, auch das geht vorbei, aber ich bin bei Dir, diese Verdünnung der Sprache spricht für eine innere Armut. Während die Anglizismen doch immer noch eine Ausdrucksweise und - manchmal - auch eine Differenzierung darstellen, ist das Schrumpfen des Wortschatzes ein Zeichen des Schrumpfens von Inhalten - wobei auch das relativiert werden muss. Latein ist eine wortarme Sprache, trotzdem hat sie einen Reichtumg an Ausdrucksmöglichkeiten entwickelt. Es ist aber wohl kaum Zufall, dass das Kulturgut zur damaligen Zeit vorwiegend mit Griechisch und nicht mit dem (eher ausdruckarmen) Latein transportiert wurde. Trotzdem ist Latein nicht wirklich ausgestorben, sondern hat sich in der Weiterentwicklung (Italienisch, Spanisch, Französisch) durchaus zu einer Kulturträgersprache entwickelt. Und wenn eine Sprache tatsächlich sich immer mehr verarmt, dann stirbt sie zu Recht irgendwann einmal aus ....aber davon sind wir wirklich noch weeeeeiiiit entfernt.

Glombi:
Du solltest einfach die Talkshows am Nachmittag oder das gesamte Programm der Privaten und einiges der öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht anschauen...  ;D

Und beruhigen kann ich Dich nicht, da ich glaube, es wird noch schlimmer.

Andreas

koehlerbv:
Das ist der wirkliche Prozess der Differenzierung, der seit 10 oder 15 Jahren immer schneller abläuft: Die einen schauen immer mehr Fernsehen (und immer weniger andere Dinge), während die anderen (offensichtlich eine Minorität) immer weniger die Flimmerkiste sich einzuschalten getrauen. Und so nimmt durch Gruppe 1 auch das Schwachfug-Gelabere zu.

Bernhard

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