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Graben wir Dienstleistern den Markt ab?

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koehlerbv:

--- Zitat ---Verkaufen habe ich in diesem Leben auch noch nicht wirklich gerlernt.
Aber gesprächsmässig klären, was eigentlich gewünscht ist, kooperativ Pläne erstellen, in Organisation a  Person c dazu zu bringen Operation y auszuführen schon.
--- Ende Zitat ---

Was heisst schon "verkaufen können" ? Häufig kann das doch gleichgesetzt werden mit "betrügen". Die Zeiten beruhigen sich hier glücklicherweise wieder, die grosse Blase ist Anfang des neuen Jahrtausends geplatzt.


--- Zitat ---Aber gesprächsmässig klären, was eigentlich gewünscht ist, kooperativ Pläne erstellen, in Organisation a  Person c dazu zu bringen Operation y auszuführen schon.
--- Ende Zitat ---
Das ist doch sowieso der eigentliche Punkt ! Und wenn man dann noch einen Kunden hat, der auch kooperativ sein will - das ist es. Die anderen muss man wohl liegen lassen, weil sie einfach zu teuer sind. Ich hatte letztens eine Anfrage von einem der grössten deutschen Elektronic-Unternehmen - und habe danach eindeutig beschlossen: Behördelt mal schön alleine weiter,  gebt den Auftrag ggf. auch nach Osteuropa, und verliert damit mal wieder richtig Geld. Bis ich alle Bescheinigungen für Euch habe (und vor dem Problem stehen alle anderen Anbieter auch), hat das beiden Seiten schon mal richtig Geld gekostet, und es ist nix passiert bis dahin. Nur Behördenkram.
Dann sag ich mal: Und tschüss ! Diese Unternehmen verlagern derzeit Tausende Arbeitsplätze ins Ausland, aber es steht mit diesen Erfahrungen zu erwarten, dass das auch nur teuer wird und bald als lächerlicher Versuch dastehen wird. Dann lieber (viel lieber !) der Mittelstand, der mit wahrem Unternehmertum im EU-Bereich etwas bewegt.
Was jetzt glücklicherweise wieder in den Mittelpunkt ernsthafter Diskussionen rückt: Ein Manager ist beileibe nicht zwangsläufiger ein Unternehmer. Auf Unternehmer kommt es an, Manager sind (noch) oft lässlich wie sonst irgendwas.

Bernhard

animate:
Axel ich teile deine Meinung voll und ganz.
Das beste ist es, wenn du viele Sprachen sprichst. Sowohl die des Programmierers, als auch des Architekten und des Projektmanagers, usw.
Und verkaufen musst du gar nicht so explizit können. Wenn du deinen Job sehr gut machst, dann ist ist das ein sehr starkes Argument, dich nochmal einzukaufen oder zu empfehlen.


Einen Haken hats natürlich - dein Können geht mehr in die Breite, aber es kann sein, dass es an manchen Stellen mit der Tiefe hapert. Dann musst du natürlcih fähig sein, möglichst schnell dein Wissen an den nötigen Stellen zu erweitern

ich merke gerade, das hat nix mehr mit der Ausgangsfrage zu tun. Dazu kann ich leider nix sagen, wäre alles spekulativ.

Axel_Janssen:

--- Zitat von: koehlerbv am 04.04.04 - 00:30:30 ---wie man bestimmte open source anpassen könnte

--- Ende Zitat ---
... wenn du das nicht schon gemeint hast nur so zur Klärung: Eindeutig Zusammenschrauben. Bevor ich in so ein package umkompiliere, muss ich das schon sehr gut kennen. Würd ich dann aber auch direkt ans Projekt melden und dann ist das ein neues Release. Hab ich aber bisher noch nie gemacht. Man sucht da eher nach einer anderen, stabileren Komponente.

Ich glaub schon das Verkaufen eine Qualität ist. Man muss halt 100% von der Sache überzeugt sein, was aus Techie-Sicht nicht immer leicht ist, weil man eben täglich merkt wie relativ vieles ist.

Für Vertriebler ist es auch extrem schwierig Dienstleistungen zu verkaufen. Die haben nix greifbares. Die brauchen ein Produkt, in das sie sich verlieben können und mit denen sie die Kunden beglücken können.  

Aus Kundensicht sollten Foren eigentlich potentiell eine gute Rekrutierungsgrundlage sein, weil man da die erwartete Qualität der Dienstleistung irgendwie einschätzen kann. Wir sollten das letzte irgendwie in die Computerwoche lanzieren, bros.
Jetzt hab ich die Kurve zur Ausgangsfrage wieder bekommen.   8)

koehlerbv:
Da dieses (hoch interessante Thema) jetzt offensichtlich auch "zwischen den Zeilen" (interessant: direkt hat mir noch keiner was geschickt) hochkocht, nochmal meine eindeutige Meinung hierzu:
Wir haben es hier mit zwei Tendenzen zu tun, und beide sind nicht neu. Hochgekocht werden sie höchstens durch dieses werthaltige Forum:
- Es gibt "Dienstleister", denen durch dieses Forum und andere Quellen das "Geschäft" abgegraben wird. Wer sich durch einen Zehnzeiler in diesem Forum ausgeknockt fühlt: Sorry, das ist kein Professional, sondern jemand, der seine Fähigkeiten völlig überschätzt hat. Eine Marktbereinigung ist hier sowieso erforderlich - im Sinne der Professionals wie vor allem auch im Sinne der Kunden.
- Es gibt Kunden, die "Spezialisten" einstellen, die eigentlich von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Okay, das ist für Professionals (ob selbständig oder innerhalb einer Firma) natürlich ein Problem, aber eigentlich auch nicht wirklich: Die Manager dieser Firma haben ja ihre Entscheidung schon getroffen ("Es mag eine Pfeife sein, aber er / sie ist BILLIG !"), da kommt der Dienstleister dann auch nicht mehr 'ran. Man könnte zwar noch die Preise versauen ... aber herrjeh, Europa ist gross !

Ergo: Lasst uns das gaaaanz entspannt sehen.

Bernhard

Semeaphoros:
Darüber hinaus gibt es in der Wirtschaftstheorie auch noch den Ausdruck "Time To Market", und das beinhaltet unter anderem auch, den Wissensvorsprung zu nutzen, bevor er zum Allgemeinwissen wird. Wer das nicht kann und nicht sieht, wird eben von einem solchen Forum teilweise rechts überholt ..... das ist nichts besonderes und dass sich solche Leute dann beschweren ist, auch eine Erfahrung, die ich in den letzten 20 Jahren, in denen ich aktiv im Markt (immter auf Anbieterseite) tätig war, immer wieder mal machen konnte. Selbst grosse Unternehmen sind davor nicht gefeit, da wird eben per Gericht versucht, der Konkurrenz das Wasser abzugraben, statt mit technologischen Fortschritten. Jegliche Aehnlichkeiten mit bekannten Firmen sind rein zufällige Absicht :)

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