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Firma für lau

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Semeaphoros:
Ich denke auch, der Ansatz ist falsch. Informatik ist ein "Hiflsmittel", das den Leuten das Arbeiten ermöglichen/erleichtern soll. Damit ist es aber abhängig von Geschäftszweck, Geschäftsidee und so weiter ...


Leider wird dem nicht nachgelebt. Wenn ich gefragt werden, "Was würden Sie tun?", und ich antworte, "Mal sehen, wie wir Ihre Aufgabentsellung am besten in den Griff bekommen", dann ist das eigentlich die einzig richtige Antwort. Trotzdem fliege ich aus dem Prozess raus, weil der Mitbewerber unterdessen bereits die Eierlegendewollmilchsau für lau plus ein paar vernachlässigbare Milliönchen angeboten hat und damit ein Luftschloss mit schöner Fassade angeboten hat.

Tja, so ungefähr ist die Praxis.

koehlerbv:

--- Zitat ---ihr hättet also keinerlei Konzept eine 0815 Firma zu gründen ??
--- Ende Zitat ---

Wie bitte ? Ulrich, hast Du das wirklich geschrieben ? Und wir wundern uns über Basel II ... Solche "Ideen" lassen den Banken ja nun wirklich keine anderen Chancen !

Firmen-IT ohne SAP, MS Office und von mir aus auch ohne ND - das ist ja nun wirklich diskutabel, aber aus meiner Sicht vollkommen schwachsinnig ohne Kenntnis der Anforderungen. Eine 0815-Firma gibt es nicht. Absolut nicht.

Softwaremässig haben wir mittlerweile Alternativen, die die Auswahl schon schwer machen - das können wir ja diskutieren, das lohnt wirklich ("Ich will gross werden und brauche daher SAP !" ist ja ebenso eine Dummfug-Aussage). Aber die Randbedingungen sollten schon genannt werden.

Bernhard

heini_schwammerl:
Hm,
also ich würde das eigentlich nicht so machen (weil es nicht wirklich billiger ist) aber es gibt schon Alternativen zur heutigen Software.
Aus der Fragestellung schließe ich ja Lotus Notes etc. soll es nicht sein.
Alles Netzwerkgedönse würde ich mit Linux aufsetzen. Da ist dann drin
- Spamassasin
- ShoreWall
- Mailserver und Pop Server, wegen mir auch IMAP
- Fileserver (Samba) in der V3
- LDAP für die Benutzerverwaltung
- Squid als Proxy
- Apache als Webserver
- Hylafax als Faxserverlösung
Beim CAD wird es schwierig aber ich arbeite noch bis 31.12 (Nein, gehe freiwillig, einfach die Schnauze voll)  in einer CAD Firma daher darf ich dazu nicht viel sagen. Um eine kommerzielle Lösung führt aber denke ich noch kein Weg vorbei. VectorWorks ist preislich nicht so abgehoben aber wie gesagt dazu will ich nicht viel sagen.

Fibu etc. Compiere ist ziemlich weit braucht aber leider eine Oracle Datenbank. Bis 250 MA halte ich die KHK Lösungen für ausreichend skalierbar (Sollen ja nicht alle buchen, oder). Lexware mag ich persönlich nicht aber funktioniert leider trotzdem.

Wenn alle ALDI PC`s haben dann ist ja XP Home dabei :o)

OpenOffice ist praxisreif sofern durchgängig in der eigenen Firma mit OpenOffice gearbeitet wird. Nativer pdf Support erleichtert auch das Versenden an andere Unternehmen. Ausnahmen gäbe es keine.

Als Mailclient kommt Mozilla Thunderbird zum Einsatz. Mit jeder Version besser und schon jetzt voll einsatztauglich. Wer nen Browser will bekommt Squirrelmail.

Als Browser Mozilla Firebird

Für Datenbanken nehme ich ebenfalls Firebird (aber nicht den Browser). Vorteil ist das Firebird auch in der Windows Welt gut zu Hause ist, stabil läuft und in einigen Teilen schon da ist wo MySQL mit der Version 5 wohl erst landen wird.

Als Intranet gibts ein PHPirgenwas PHPNuke zum Bleistift

Die Company Website läuft mit Typo3 oder wegen mir mit Zope wenns was komplizierteres werden soll.

Okay, Ghost hätte ich schon gerne weil es einfach funktioniert.
Dameware um mir nicht dauernd die Hacken abzulaufen

Linux auf dem Desktop ? Habe ich zu Hause, das muß reichen. Als Firma wäre mir das zu unflexibel.

Wenn ich eine Wahl hätte käme W2K Pro auf die Kisten und kein Administrator Zugang (alleine die XP Firewall und das Messenger Gedönse ist ein Alptraum).

Beim Internetzugang gäbe es eine Positivliste (Nix EBay GMX und Konsorten). Es ist überraschend wieviele Webseiten noch wichtig sind wenn man jede einmalig freischalten muß. Habe auch gedacht das sei nicht beherrschbar aber es geht tatsächlich.

Als Virenscanner knall ich Sophos oder Panda AV auf die Kisten.
Also ganz umsonst gehts bei mir also nicht. Natürlich könnte ich mich quälen und alles auf Open Source migrieren.  Damit kommt man zwar vielleicht in die Süddeutsche Zeitung aber Geld sparen tut man damit nicht wirklich.

Wenn ich dann alle Kosten zusammenzähle so muß ich feststellen das sich damit keine Riesenbeträge sparen lassen (egal was derzeit in den Zeitschriften steht).
Es gibt auch einige Posten (gerade im ERP oder CAD Bereich) die so teuer sind daß ich das zum Beispiel mit Linux Desktops nicht reinsparen kann.

Backup der Server mit Linux Boardmitteln oder Amanda. Clients werden nicht gesichert. Benutzer sollen erzogen werden wichtige Daten auf dem Server abzulegen.

Wenn es wirklich nichts kosten darf dann setze ich auch noch Linux Terminal Server auf. Aber gefallen würde mir das nicht.

Wenn die Firma neu ist dann würde ich auch darauf setzen das die IT Infrastruktur so unproblematisch wie möglich ist. Benutzer sollen konzentriert arbeiten können.
Statt rigoroser Einschränkungen (außer beim Surfen :o) würde ich anfangs eher auf Aufklärung und Mitverantwortung setzen.

Und wenn es nicht für Lau sein muß dann würde ich alles mit MS machen. Das mag zwar nicht billig sein aber als durchgängige Lösung lassen sich Synergieeffekte mitnehmen. Auch im ERP Bereich würde ich auf die "neuen" MS Produkte setzen. Und ein SQL Server ist immer noch billiger als Oracle und DB/2 (egal was die Konkurrenz erzählt). Das sage ich durchaus ein wenig desillusioniert da ich mich intensiv mit Linux beschäftigt habe.  
Gruß

Heini

eknori:
@Henning: das ist doch mal ne Aussage.

Axel_Janssen:
Es gibt nicht die 08/15 Firma.
Es könnte viel eingespart werden, wenn bei der Auswahl für Software mehr nachgedacht würde.
Radikalaussagen wie:
- SAP, IBM, Microsoft machen professionelle Lösungen und
- OpenSource kostet kein Geld
bringen nix.

Für Kunden gibt es ja nicht nur diese Standardsysteme, sondern auch Helpdesk-Systeme, Dokumentmanagement, Archivierungssysteme, Integration mobiler Geräte, etc.

Man müßte bei jeder Auswahl darstellen können, welche Kosten und Nutzen zu erwarten sind inklusive Betriebs- und Erweiterungskosten. Und die können je nach Unternehmen sehr unterschiedlich sein. Ich habe oft erlebt, dass sich die Entscheider über Softwaresysteme von völligen Pauschalparolen leiten lassen. Deshalb war auch den Typ "doofer Parolen-Vertriebler" so erfolgreich.

Ein Großteil der Komplexität, die zumindest mich teilweise in den Wahnsinn treibt, kommt IMHO durch die Tatsache, dass Kunden heute mit anderen Systemen integrierbare Systeme erwarten.

Die Software-Infrastruktur wird ja in den seltensten Fällen neu aufgesetzt. Es geht darum die bestehenden Systeme mit neuem zu erweitern/integrieren.

Ich entwickle u.a. an einen System mit, das Dokumente aus beliebigen Notes-Datenbanken sowie anderen Systemen über Webservices und Tomcat in PDF "archiviert" werden und bei Bedarf in eine xml-Datenbank zwecks späterer Wiederherstellung ausgelagert werden können.
Die Datenbanken werden so von nicht mehr so wichtigen Dokumenten bereinigt. Soweit sieht das so aus, dass es mit niedrigen Betriebskosten funktionieren wird. Mit gutem, selbstkritischen Projektmanagement läßt sich also durch das potentiell riskanten Zusammenspiel unterschiedlicher Systeme ein Nutzen erzielen.
 

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