Das Notes Forum

Domino 9 und frühere Versionen => ND7: Administration & Userprobleme => Thema gestartet von: smokyly am 29.01.08 - 10:12:15

Titel: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 10:12:15
Hallo zusammen,
mächtiges Problem hier:

Unser Technikchef hat eine neue Telefonanlage installieren lassen. Aussage der liefernden Firma war, daß CTI auch über die Notes-Adressbücher funktioniert. Mit uns wurde nicht weiter gesprochen und als es dann an den Live-Go ging, stand der Techniker von denen da und wollte den LDAP-Zugriff konfigurieren. Wir haben aber unter dem Domino kein LDAP.

Das war nun der Kick für den Technikchef, zu behaupten, daß unter Exchange LDAP Standard wäre und wir deswegen Lotus abschaffen sollten. Prompt hat er eine Eingabe an die oberste Leitung getätigt und behauptet, daß Domino eh zu teuer wäre, viel zu kompliziert zu administrieren und zu überladen, was die Funktionalität angeht. Außerdem könnte man Exchange genauso sicher machen, wie den Domino (läuft auf Linux).

Jetzt brauch ich etwas Beistand, wie ich dem Ganzen begegne. Mit LDAP habe ich keine Erfahrung, ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wozu man das braucht.

Vielen Dank, wer sich für diese eigentlich lächerliche Sache interessiert.

Grüße
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: m3 am 29.01.08 - 10:18:54
Server Konsole öffnen, "load LDAP". Fertig.


Und den Technikchef wegen Inkompetenz feuern.


P.S.: Und BITTE, schafft Euch einen kompetenten Notes-Admin an.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: MaVo am 29.01.08 - 10:31:28
Hier noch ein kürzlich erschienener Vergleich MS Exchange 2007 VS IBM Domino 8 (http://itcomparison.com/Mail/Exchange2k7vslotus8/Exchange2k7vslotus8.htm)

der folgende Antworten auf folgenden Satz
Außerdem könnte man Exchange genauso sicher machen, wie den Domino (läuft auf Linux).

gibt

Zitat
IBM Lotus Domino 8 is the definite winner when it come to the number of platform it support. Exchange 2007 support only Windows 2003 64-bit version which limit a lot of organizations who is running at different platform than Windows. Even if you are running windows 2003 you will be forced to buy window 2003 64-bit edition, as the 32-bit addition is not supported in production any more.

Zitat
Although Microsoft has put a lot of effort into building some spam protection and enhancing their security features in Exchange 2007 they still struggle as usual with many security leaks, virus propagation and security holes.

Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: m3 am 29.01.08 - 10:32:26
Auf Punkte wie "Domino ist kompliziert zu administrieren" geh ich nicht mal ein, da lach ich ja nur.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 11:47:39
@m3: Hähä, danke, das hat mich aufgebaut. Allerdings spuckt mir die Console bei load ldap einen Fehler aus. Das Schema konnte auf dem Slave kein Replik erzeugen (haben einen Cluster). Aber eigentlich war jetzt die Installation von LDAP nicht das Problem, das laß ich zur Not extern machen, wenn ich es selbst nicht hin bekomme. Mir geht es eher darum, was gegen seine Argumente für Exchange zu finden.

Trotzdem, das war sehr erfrischend! ;D

@MaVo Danke! MIR ist sowas schon klar, aber das in "Beweise" zu gießen ist eben immer so eine Sache...;-) Hab ich die Quellenangabe übersehen?
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: CarstenH am 29.01.08 - 11:48:15
Mahlzeit.

Da haben sich wohl 2 Spezialisten gesucht und gefunden...

...der eine (du), der die Behauptung in den Raum stellt:

Wir haben aber unter dem Domino kein LDAP.

und einen Atemzug weiter schreibt:

Mit LDAP habe ich keine Erfahrung, ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wozu man das braucht.

Woher um alles in der Welt stammt das Wissen, dass ihr kein LDAP unter Domino habt? Hast du nachgeschaut? Oder war das nur eine "öhm...ich glaube...ähm...ja keine Ahnung...nee ganz sicher nicht"-Geschichte?

Falls nämlich auf eurem Administrationsserver für das Domino Verzeichnis (das ist übrigens der, der in der ACL der names.nsf den goldenen Schlüssel hat) wirklich kein LDAP läuft - dann hat das einer eurer Admins absichtlich abgeschaltet!

Dazu muß man aber schon etwas mehr als ein Knöpfchen drücken, dazu müßte nämlich jemand in der notes.ini absichtlich einen Parameter per Hand eingetragen haben, damit LDAP nicht automatisch startet.

Da ich aber nicht annehme, daß das jemand gemacht hat wird LDAP natürlich laufen, weil es, genau wie beim Exchange, auch bei Domino Standard ist. Und nicht erst seit Version 7 oder 8.

Das hast du dir jetzt aber echt selbst eingebrockt.

Und wo man Informationen über LDAP findet brauchen wir doch sicherlich nicht aufzuzählen.

*kopfschüttelnd*
Carsten
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 12:18:18


Woher um alles in der Welt stammt das Wissen, dass ihr kein LDAP unter Domino habt? Hast du nachgeschaut? Oder war das nur eine "öhm...ich glaube...ähm...ja keine Ahnung...nee ganz sicher nicht"-Geschichte?

Falls nämlich auf eurem Administrationsserver für das Domino Verzeichnis (das ist übrigens der, der in der ACL der names.nsf den goldenen Schlüssel hat) wirklich kein LDAP läuft - dann hat das einer eurer Admins absichtlich abgeschaltet!

Dazu muß man aber schon etwas mehr als ein Knöpfchen drücken, dazu müßte nämlich jemand in der notes.ini absichtlich einen Parameter per Hand eingetragen haben, damit LDAP nicht automatisch startet.

Da ich aber nicht annehme, daß das jemand gemacht hat wird LDAP natürlich laufen, weil es, genau wie beim Exchange, auch bei Domino Standard ist. Und nicht erst seit Version 7 oder 8.

Das hast du dir jetzt aber echt selbst eingebrockt.

Und wo man Informationen über LDAP findet brauchen wir doch sicherlich nicht aufzuzählen.

*kopfschüttelnd*
Carsten

OK, solche Kommentare liebe ich ja. Erstens bin ich der Admin für den Domino und zweitens läuft der LDAP Task nicht und drittens hab ich den auch nicht aus der INI raus genommen.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: m3 am 29.01.08 - 12:26:03
Erstens bin ich der Admin für den Domino
Dann brauchst Du DRINGEND eine Admin-Schulung. Den LDAP sollte man als Admin kennen.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: CarstenH am 29.01.08 - 12:27:30
Erstens bin ich der Admin für den Domino und zweitens läuft der LDAP Task nicht und drittens hab ich den auch nicht aus der INI raus genommen.

Es tut mir leid, wenn du dich da jetzt persönlich in deiner Ehre verletzt fühlst, aber damit LDAP nicht läuft braucht man ihn nicht aus der INI rauszunehmen - im Gegenteil, man muß eine Zeile hineinschreiben damit LDAP nicht läuft.

Deswegen war mein Kommentar auch so bissig gehalten. Wenn etwas absichtlich abgeschaltet wird muß man sich nicht wundern, wenn es dann auch tatsächlich nicht läuft.

Hmm...man kann übrigens LDAP auch beim Exchange abschalten *g* Das poste ich aber erst, wenn ihr umgestellt habt ^^

LDAP loads automatically on a Domino 6.x or higher Administrative server (http://www-1.ibm.com/support/docview.wss?rs=899&context=SWA40&context=SWA50&context=SWA60&context=SWCZ0&context=SWD10&context=SS4R7J&context=SSES8G&context=SSKTYF&context=SSMT72&context=SSPQ7E&context=SSMSB2&context=SS6JVW&context=SS5LUA&context=SSCM2P&context=SS3LP9&context=SSFLMV&context=SSESJN&context=SSKTPA&context=SSVHEW&context=SSVHFY&context=SSVLBW&dc=DA410&dc=DA450&dc=DA430&dc=DA440&dc=D600&dc=D700&dc=DB510&dc=DB520&dc=D800&dc=D900&dc=DA900&dc=DA800&dc=DB540&dc=DB400&dc=DB560&dc=DA420&dc=DA460&dc=DB300&dc=DA470&dc=DA480&dc=DB100&dc=DA4A10&dc=DA4A20&dc=DA700&dc=DA4A30&dc=DB550&dc=D100&q1=disableldaponadmin&uid=swg21099161&loc=en_US&cs=UTF-8&lang=all)
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 12:29:19
Erstens bin ich der Admin für den Domino und zweitens läuft der LDAP Task nicht und drittens hab ich den auch nicht aus der INI raus genommen.

Es tut mir leid, wenn du dich da jetzt persönlich in deiner Ehre verletzt fühlst, aber damit LDAP nicht läuft braucht man ihn nicht aus der INI rauszunehmen - im Gegenteil, man muß eine Zeile hineinschreiben damit LDAP nicht läuft.
Äh, ja, mein Fehler. Aber trotzdem: An der INI hab ich nicht gedreht.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 12:31:22
Erstens bin ich der Admin für den Domino
Dann brauchst Du DRINGEND eine Admin-Schulung. Den LDAP sollte man als Admin kennen.

Naja, ist ja nicht so, daß ich keine Schulung hatte... :-:

Und wozu man den braucht, werde ich wohl nachlesen müssen... Seit 10 Jahren läuft unser Domino nun schon, irgendwie hatte ich nie das Gefühl, den LDAP-Dienst zu vermissen...
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 12:46:14
LDAP loads automatically on a Domino 6.x or higher Administrative server


OK, den Link angekuckt - daß das Ding nicht automatisch startet könnte vielleicht damit zusammen hängen, daß wir schon seit Lotus Notes 4 dabei sind? Ist ja eigentlich auch egal, aber ich finde es schon sehr befremdlich, wenn ich als Dummerchen hin gestellt werde und selbst schuld sei, weil ich den LDAP Task absichtlich abgeschaltet hätte. Habe ich nicht. PUNKT! Und in all den Schulungen, die ich seit Version 4 hatte, war NIE die Rede von LDAP. Ob das für die Qualität dieser verschiedenen Schulungsleiter spricht oder nicht, laß ich einfach mal dahin gestellt...
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: klaussal am 29.01.08 - 12:50:00
Zitat
dazu müßte nämlich jemand in

Nun kommt mal wieder alle auf den Teppich.

Da steht ja "jemand" und nicht "Du".....
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: CarstenH am 29.01.08 - 12:58:06
Es hat niemand behauptet, dass LDAP typischerweise in Notes/Domino-Umgebungen oft wirklich gebraucht wird. Es ging mehr um die Tatsache, dass zumindest rudimentäre Kenntnisse über die gängigen Protokolle und Standards bei einem Admin erwartet werden können.

Ich weiß bestimmt auch nicht alles sofort aus dem Hut wenn ich mal nach Portnummern z.B. von IMAP/S o.ä. gefragt werde. Aber ich kann zumindest mit den Begriffen TCP/IP, IMAP, POP3, LDAP, HTTP und deren Ports sowie den dazu gehörenden verschlüsselten Pendants (/S) etwas anfangen, weiß was die Abkürzungen heißen und wozu die einzelnen Protokolle dienen. Auch ohne daß ich jetzt deswegen gleich POP3 mit meinen Clients machen muß um mich weiterzubilden ^^

Was die Exchange vs. Domino Problematik angeht, sofern ihr nur Mailing verwendet gibt es keine kriegsentscheidenden Argumente, sobald ihr mehr mit Domino macht als nur ein paar Mails durch die Gegend zu schicken heißt die Lösung sicher nicht Exchange alleine, da kann der Cheffe schonmal ein paar weitere Produkte und Server mit dazu kaufen, die er dann zur Abbildung der Domino-Fähigkeiten braucht. Eine einfache Wissens- oder HelpDesk-Datenbank reicht schon als Beispiel. Damit kommt ein Exchange mit Outlook allein ohne weitere Datenbank- und Entwicklungs-Werkzeuge nicht mehr klar (wie auch, ist ein reines Mail- und Kalendersystem).

Aber wer hat denn nun den Parameter DisableLDAPOnAdmin=1 bei euch auf dem Administrationsserver gesetzt? Hast du per Konsole auf dem Adminserver mal "show config DisableLDAPOnAdmin" gemacht? Oder ist der gar nicht gesetzt und der LDAP beschließt aus (wundersamen) Eigenantrieb nicht zu laufen? Dann müßte der Server seit Jahren mit einer Meldung hochfahren die seither ignoriert wird =) Das kann auch mit Updates seit R4 nicht zusammenhängen, da die Komponenten seit dem Update auf 6 alle da sind. Die Frage ist also nach wie vor offen.

HTH Carsten
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 13:10:45
Hallo CarstenH, danke erstmal.
Wie gesagt, ich darf den Domino nun schon seit Jahren administrieren (das ist ja nicht wirklich viel Arbeit) und meine eigentliche Hauptätigkeit liegt auf einem anderen Gebiet. Mag ja nicht für mich sprechen, daß mich LDAP und die anderen einzelnen Protokolle einfach bisher nicht wirklich tangierten... <schulterzuck> Aber genau deswegen frage ich ja hier nach. Wenn man keine Ahnung hat, ist schlecht zu argumentieren.

Genau das dachte ich auch, daß Domino eine ganz andere Philosophie als Grundlage hat und im Grunde Exchange wahrscheinlich eher auf eine Verknüpfung mit den Office Produkten baut.

Ja, der Parameter ist in der INI gesetzt. Ich habe nicht die blasseste Ahnung, woher das kommen könnte. Zugriff auf die INI im laufenden Betrieb habe nur ich, es gibt hier keinen weiteren Admin. Es könnte nur sein, daß bei dem Update auf 6 (hatten wir nicht selbst gemacht, war extern vergeben) mal in einem Moment, als ich nicht am Platz war, hier gedreht wurde. Ist aber reine Spekulation.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 14:21:21
Zwei Fragen hätte ich noch (LDAP Task läuft jetzt auf allen Servern):

Ist es immer noch so, daß Exchange wesentlich mehr Anforderungen an die Hardware stellt, als Domino? Gibt es unter Exchange auch sowas wie die Clusterfunktion unter Domino mit Failover?
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: Thomas Schulte am 29.01.08 - 14:33:01
Schau einfach mal hier (http://www.edbrill.com/ebrill/edbrill.nsf/dx/slides-from-id601-understanding-the-marketplace-advantages-for-ibm-lotus-solutions?opendocument&comments#anc1) nach. Da sind ein paar Sachen verglichen worden.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 14:43:43
Danke, werd ich mal schmökern.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: m3 am 29.01.08 - 16:02:38
Ist es immer noch so, daß Exchange wesentlich mehr Anforderungen an die Hardware stellt, als Domino?
Ja, und es wird immer schlimmer.

Zitat
Gibt es unter Exchange auch sowas wie die Clusterfunktion unter Domino mit Failover?
Jein. Domino hat bietet Active/Active Clustering - die Last wird also unter allen (>=2) Clusterpartner aufgeteilt. Fällt einer aus, wird die Last auf die restlichen Clusterpartner aufgeteilt.

Microsoft bietet ab Sexchange 12 nur mehr Active/Passive (http://bink.nu/news/teched-update-no-active-active-fail-over-cluster-support-in-exchange-12.aspx) Clustering an, ein Server dreht also die Däumchen, solange es dem anderen gut geht.

Hey, und seit Sexchange 2007 haben sie sogar non-shared storage (die Cluster-Partner können getrennte Platten haben).
Exchange 2007 High Availability (http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb124721.aspx) (wer lacht da?! ;))
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 16:06:56
Danke m3, zum Clustering von Exchange habe ich auch verwundert die Beschreibungen gelesen.

Und der ganze Aufwand nur wegen dem LDAP.... Als ob ich den lieben langen Tag nix anderes zu tun habe. Werd mir dazu wohl eine Schulung geben müssen, da alleine mit der Notes-Hilfe komm ich da leider nicht weiter.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: m3 am 29.01.08 - 16:15:06
LDAP ist eigentlich straight forward, da sollte es keine Probleme geben.

Zumeist scheitert es daran, dass bei anonymen Zugriff nicht alle Attribute (Telefonnummer, etc.) zurückgeliefert werden. Das lässt sich aber entweder durch Anmeldung am LDAP mit einem dafür eingerichteten Notes-User (Internet-Passwort setzten) oder entsprechende Umkonfiguration des LDAP-Servers erreichen (beides in der Admin-Hilfe wunderbar beschrieben).

Wenn es nicht das ist, beschreib mal Dein konkretes Problem, ev. können wir Dir ja weiterhelfen.

Und ja, Admin ist kein Nebenbei-Job, auch wenn es oft so aussieht, als würde ein Admin nie was tun.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 16:26:18
m3 (warst Du früher MartinG?), das Problem ist, daß ich gar nicht kapiere, wie denn jetzt die Adressbücher ins LDAP kommen. Servergestützt haben wir DA und jetzt frag ich mich auch, wie nun die persönlichen Adressbücher noch rein sollen. Sorry, ich bin da echt neben der Kappe, obwohl ich bisher sonst nicht schulterzuckend da sitze, wenn Fragen zu Lotus geklärt gehören.

Für den Zugriff sollte ich einen eigenen Notes User einrichten.

Ganz ehrlich, seit wir auf Domino 7 laufen, beschränkt sich die Admin-Tätigkeit auf User umbenennen. Das Ding läuft und schnurrt. Und wie es auch halt immer in solchen Unternehmen ist, man soll eben eine eierlegende Wollmilchsau sein und Programmieren, ERP-System konzipieren, Schulungen halten, etc...
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: Glombi am 29.01.08 - 16:57:51
Zitat
m3 (warst Du früher MartinG?),
Dann hätte aber der Chirurg ganze Arbeit geleistet  ;D
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 17:12:00
Dann hätte aber der Chirurg ganze Arbeit geleistet  ;D


Oh, ich hoffe, ich bin jetzt nicht zu sehr ins Fettnäpfchen getappt...
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: m3 am 29.01.08 - 17:33:45
das Problem ist, daß ich gar nicht kapiere, wie denn jetzt die Adressbücher ins LDAP kommen. Servergestützt haben wir DA und jetzt frag ich mich auch, wie nun die persönlichen Adressbücher noch rein sollen. Sorry, ich bin da echt neben der Kappe, obwohl ich bisher sonst nicht schulterzuckend da sitze, wenn Fragen zu Lotus geklärt gehören.
Gar nicht? Genausowenig, wie die persönlichen Adressbücher im Outlook, falls Dein Chef damit anfängt. Was nicht über DA (oder im Falle von Sexchange im AD) am Server verfügbar ist, kann auch nicht am Server über LDAP zur Verfügung gestellt werden.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 18:01:16
Nein, gar nicht. Ich finde das entsprechende Hilfedokument im Moment nicht.

Ahaaaaaaaa, also geht es ohne DA nicht. Na das ist ja schön, da haben uns diese Telefonanlagenberater aber was anderes erzählt. Auch persönliche Adressbücher sollten über die LDAP-Anfrage zu verwerten sein.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 29.01.08 - 18:40:42
So, im DA-Dokument den LDAP-Schalter umgelegt. Server meldet daß LDAP die verschiedenen Adressbücher bedient.

Ich weiß, es ist immer besser, man läßt sich schulen, oder sucht sich selbst die Antworten aus der Hilfe, aber da die Schulung noch auf sich warten lassen wird und es sehr viele Einträge in der Hilfe gibt:

War es das nun? Wie kann ich auf die Schnelle mal eine LDAP-Anfrage testen?
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: m3 am 29.01.08 - 19:25:26
1) Persönliche Adressbücher:
Wie soll der LDAP-Server auf die Adressbücher der User zugreifen, um sie zu servicieren, wenn diese am PC des Nutzers liegen und der PC ev. offline, abgedreht, etc. ist? Das würd ich auch gern bei Outlool sehen. ;)

Ev. könnte man was drehen, wenn die Adressbücher in die Mail-Db gesynced werden und man dann die Einträge mit einem Agent in ein anderes Adressbuch kopiert und dieses dann via LDAP, ....
Aber ob die User wollen, dass ihre "privaten" Adressbucheinträge allen in der Firma zur Verfügung stehen?

Aber ev. haben die Schnullis von der Telefonbude ja was anderes gemeint: Ev. kann die Telefonsoftware, die auf dem PC installiert wird, auf das pers. Adressbuch des Users zugreifen und dann zu den Anrufen auch die Namen anzeigen, wenn PC und Telefon verbunden sind ...

2) Ad LDAP-Abfrage
Dazu gibts entsprechende Kapitel in der Admin-Hilfe (ldapsearch, ....). Ich bevorzuge als Client aber entweder den Softerra LDAP Browser (http://www.ldapadministrator.com/download.htm) oder den LDAP Browser/Editor version 2.8.1 (http://www-unix.mcs.anl.gov/~gawor/ldap/). Google spuckt aber noch mehr Tools aus. ;)
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: koehlerbv am 29.01.08 - 21:47:57
Ich habe jetzt in den letzten anderthalb Jahren schon so viel ausgemachten Mist gehört, was Telefoner einem erzählen über Notes und Telefonie ... Die Liste der Leute, die ich auf den Mond schiessen möchte, ist schon lang. Die besten Antworten (ohne Makel) bekam ich von Anbietern aus Wien und gerade jetzt aus Bukarest (!). Alles dazwischen war ... lassen wir das.

Kernpunkt: Der Telefonanlagen-Anbieter kann ja überhaupt gar nicht wissen, WO interessierende Nummern in IRGENDEINER DB von Euch stehen. Deren Ansätze sind daher immer mehr als halbgar und zielen auf "Standardlösungen". Diese sind vollkommen uninteressant. Ich will doch weniger meine eigenen Kollgen CTI-unterstützt anrufen, sondern Kunden, Lieferanten, andere Kontakte ...

Was der Anlagenanbieter mitbringt, ist daher ... naja, Standard. Vorsichtig ausgedrückt. Ich hatte da auch schon welche, die auch gesagt haben: "Mit Outlook geht das aber ganz einfach ...". Okay, wenn die depperten Kunden nur aus ihrem persönlichen Adressbuch heraus anrufen wollen ... Aber wenn da ein Notes-CRM ist oder eine Kontaktliste auf Basis der pernames.ntf oder es gibt eine eigene "WhoIsWho"-Applikation - dann ist immer Ende Gelände. Da hilft auch kein LDAP, in das ja wohl keine 14.000 externen Kontakte eingebunden sind.

Ich habe daher eine eigene Lösung programmiert, die ich ggf. mit minimalen (gekapselten) Änderungen in die interessierenden DBs fallen lasse und die sich dann entweder bei der MS-TAPI bedient oder einer proprietären Client-CTI-Lösung (wie PIMPhony - aber das kann auch anders ...).

Mein Fazit aus diesen 18 Monaten:
Traue in dieser (!) Sache keinem Tk-Anlagen-Lieferanten. Die sind doof in diesem Problemkreis, genauso wie ich doof bin, wenn es um Tk-Anlagen geht.
Verlange Standards, die einzuhalten sind.
Dränge darauf, dass Du beliebige DBs einbinden kannst (von Haus aus kann Dir das kein Tk-Anlagenanbieter anbieten. Logisch).

In Deinem speziellen Fall: Scheisst Euren Technik-Chef 'raus. Der schadet. Wirklich. Und der bringt das auch mit Exchange oder Outlook nicht ans Laufen, was wirklich gebraucht wird. Die Kollegen dieser Fraktion haben nämlich die gleichen Probleme.

Bernhard

PS: Bei solchen Vorkommnissen geht mir irgendwie immer das Messer auf. Glücklicherweise hatte ich es bisher nur damit zu tun, die Tk-Anlagen-Betreuer-Firma vom Hof zu schicken, als wir in diese Gefilde kamen. Simpel strukturierte "Technik-Chefs" hatte ich noch nicht dabei (in solchen Konstellationen).

PPS: Alleine diese Konstellation - Tk-Mensch - von Notes NULL Ahnung - sagt, wir brauchen dieses und jenes. "Technik-Chef" sagt - ohne Hirn einzuschalten, es geht ihm ja sowieso um etwas anderes - "Weg mit Notes". Und jetzt höre ich lieber auf.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: CarstenH am 29.01.08 - 23:11:52
Das Thema scheint ja für viel Interesse zu sorgen =)

Ok, da man alles für und gegen die Kontrahenten auslegen kann versuche ich es mal auf technischem Minimallevel, schließlich muß man gegen einen TK-Menschen Argumente im Kopf behalten können ^^

Scherz beiseite. Fakt ist erstmal, daß in der Standard-Minimal-Konfiguration natürlich weder Notes (lokales Adreßbuch) noch Outlook (lokale .pab oder .pst) irgendwelche persönlichen Kontakte serverbasiert zur Verfügung stellen können.

Wenn das jetzt alles wäre dann wäre das traurig, ich meine das mit der gemeinsamen Nutzung von Kontakten und Dokumenten in Arbeitsgruppen kann ja nicht nur Schall und Rauch sein ... keine Sorge ist es auch nicht.

Natürlich können sowohl Notes als auch Outlook mehr als das sobald die Server ins Spiel kommen. Bei Notes kann man halt seine Kontakte über einen standardmäßig mitgelieferten Agenten in die Maildatenbank synchronisieren (damit man per DWA Zugriff hat), Outlook hat natürlich ebenfalls die Möglichkeit Kontaktordner im Mailfile abzulegen (OWA kann dann natürlich auch zugreifen).

Mit Notes kann ich ganze Adreßbücher (natürlich auch mein eigenes) auf dem Server ablegen und bestimmten oder allen Nutzern (öffentlich) zur Verfügung stellen, mit Outlook und Exchange geht das natürlich genauso (Kontaktordner, öffentliche Ordner usw.).

Wir lassen jetzt mal die Frage ob Notes oder Exchange außen vor, die Frage ist bei allen Systemen nämlich immer, mit welchem Aufwand man sich welche Dinge erkauft. So kann ich natürlich alle persönlichen Kontakte per LDAP abgreifbar machen - möchte ich das aber auch? Wenn die TK-Anlage per LDAP auf alle Kontakte Zugriff hat, will ich jetzt wirklich, daß der Name meiner Oma/Mutter/Nachbarin bei meinem Kollegen auftaucht, nur weil ich eine Rufumleitung geschaltet habe und ohne dass er mit dem Name Omi Gertrud was anzufangen weiß?

Bevor ich also einem Drittanbieter alle Daten zur Verfügung stelle sollte er mir erstmal erklären, welche der Daten für wen in welcher Form einsehbar sind. Sofern jeder Benutzer nur seine eigenen Daten einsehen kann, was natürlich denkbar wäre, kommt es wieder darauf an ob ein lokaler Zugriff reicht oder ob das auch per LDAP passiert, wenn letzteres, ob von einer lokalen Komponente oder einem zentralen Prozeß des TK-Anbieters. Und natürlich die interessante Frage, woher stammen die Anmeldedaten, die für die unterschiedlichen Zugriffsrechte benötigt werden - oder passiert alles mit einer einzigen Anmeldung? Fragen über Fragen, die ich dem Tk-Menschen stellen würde.

Ok - zum Feierabend kommt jetzt noch die Auflösung meiner Quizfrage, wie man bei einem Exchangeserver LDAP deaktiviert: Gar nicht *g* Der Exchangeserver ab Version 200x hat schlicht und ergreifend nämlich gar keinen eigenen Verzeichnisdienst mehr, den er per LDAP zur Verfügung stellen könnte. Er benutzt stattdessen das Active Directory, die Nutzer greifen also genaugenommen auf Domänen Controller zu.

Da, wo bei einem Domino ein schlichtes "Load LDAP" ausgereicht hat bekommt man einen Exchangeserver nicht mal installiert ohne vorher ein ganzes AD zu installieren. oh...did i mention...das AD braucht natürlich sinnvollerweise einen eigenen Windowsserver und Domänen Controller. Hmm...und sofern man auf die aktuelle 2007er Version abzielt, nicht zu vergessen dass erstmal alles auf 64bit upzugraden ist. Aber das nur als Feierabendanmerkung.

GN8

Carsten
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: Bastel123 am 30.01.08 - 09:00:10
Hallo,

meine 2 Cent:

Kundendaten haben nichts in persönlichen Adressbüchern zu suchen.
Dafür baut (oder kauft) man sich ein oder mehrere Adressbücher das (die) man über DA einbindet.

Denn Kundendaten gehören nun mal nicht Personen sondern der Firma (auch wenn da einige andere Gedanken zu haben - "Herrschaftswissen").

Und auf solche Daten kann ich nun auch fürs Mailen zugreifen oder mit einem ordentlichen Connector eingehende Telefonate identifizieren oder ausgehende initiieren.

Das Grundproblem ist also meistens nicht ein technisches sondern ein organisatorisches.

Wenn man das gelöst hat kann man wunderbare Anwendungen bauen.

Sebastian

Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 30.01.08 - 09:18:27
1) Persönliche Adressbücher:
Wie soll der LDAP-Server auf die Adressbücher der User zugreifen, um sie zu servicieren, wenn diese am PC des Nutzers liegen und der PC ev. offline, abgedreht, etc. ist? Das würd ich auch gern bei Outlool sehen. ;)
Ich dachte, ich könnte da mit einer Replik auf dem Server irgendwas drehen, aber ehrlich gesagt ist mir das schlicht egal. Die Telefonleute haben geprahlt, also sollen die machen.

Zitat
Ev. könnte man was drehen, wenn die Adressbücher in die Mail-Db gesynced werden und man dann die Einträge mit einem Agent in ein anderes Adressbuch kopiert und dieses dann via LDAP, ....
Aber ob die User wollen, dass ihre "privaten" Adressbucheinträge allen in der Firma zur Verfügung stehen?
Da geht es hauptsächlich um die "privaten" Adressbücher der obersten Leitung.

Zitat
Aber ev. haben die Schnullis von der Telefonbude ja was anderes gemeint: Ev. kann die Telefonsoftware, die auf dem PC installiert wird, auf das pers. Adressbuch des Users zugreifen und dann zu den Anrufen auch die Namen anzeigen, wenn PC und Telefon verbunden sind ...
So kenn ich das auch, daß in die Schablone was eingebaut wird und das über CTI verwendbar wird. Aber die Telefonleute bauen ja auf LDAP...

Zitat
2) Ad LDAP-Abfrage
Dazu gibts entsprechende Kapitel in der Admin-Hilfe (ldapsearch, ....). Ich bevorzuge als Client aber entweder den Softerra LDAP Browser (http://www.ldapadministrator.com/download.htm) oder den LDAP Browser/Editor version 2.8.1 (http://www-unix.mcs.anl.gov/~gawor/ldap/). Google spuckt aber noch mehr Tools aus. ;)

Herzlichen Dank, werde ich schnellstens ausprobieren.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: Driri am 30.01.08 - 09:33:22
Zitat
So kenn ich das auch, daß in die Schablone was eingebaut wird und das über CTI verwendbar wird. Aber die Telefonleute bauen ja auf LDAP...

Ich bin da zwar eher Laie, aber hinter CTI und LDAP stehen aus Sicht der Telefonie zwei verschiedene Ansätze.

Die Telefonanlage wird i.d.R. per LDAP angebunden, damit man direkt am Telefon über das integrierte Display Zugriff auf die Rufnummern hat. Diese Anbindung dient eigentlich nur dazu, dem Telefon beim Anwender ein schickes, umfangreiches Adreßbuch zu spendieren, ohne daß man diese direkt an der Telefonanlage oder (noch schlimmer) in den Telefonen pflegen muß. Neben LDAP gibt es da oft auch noch andere Methoden, z.B. habe ich vor einiger Zeit mal eine Lösung gesehen, die Daten per XML übergeben bekommt und diese dann in einer Weboberfläche aufbereitet den Telefonen am Display zur Verfügung stellt.

CTI ist ja eher die softwaregestützte Wahl vom PC aus. Dafür braucht man auch kein LDAP, denn die Daten (also Telefonnummern) hat der Anwender ja in irgendeiner Weise am PC zur Verfügung. Der CTI-Client sorgt dann dafür, daß die gewünschten Daten (also die zu wählende Telefonnummer) per Software an die Telefonanlage übergeben werden und die Telefonanlage wählt dann a) die übergebene Nummer und b) die Nummer des am CTI-Client hinterlegten Benutzers an und "verknüpft" diese zu einem Anruf.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 30.01.08 - 09:52:17
Bernhard, Du sprichst mir aus der Seele.

Ich erzähl mal, wie die ganze Sache ablief:

Im Mai letzten Jahres kam der Technikchef an und meinte, ob Notes mit CTI was anfangen kann. Ich hab etwas geschmökert und es gibt fertige Lösungen auf dem Markt. Die können auch mit persönlichen Adressbüchern.

Im September kam er dann wieder angesch..., daß jetzt die Telefonanlage installiert werden soll und ich dann beim Go-Live anwesend sein muß, wegen der Anbindung an Notes. Wie das genau gehe, würde mir dann noch gesagt.

Es war nun November (gerade zurück aus der Elternzeit), als plötzlich ne Mail ankam, ich müsse für die TK-Anlage einen Notes User einrichten. Sonst keine weitere Info. Also hab ich 2 Seiten lang Fragen formuliert und an den Telefonmenschen geschickt. Ich dachte da noch, die lutschen sich die Daten per ODBC aus Lotus raus, da der Mensch auch meinte, daß es kein Problem wäre, auch die Kundendaten (ca. 45.000) aus dem ERP mit zu verwenden.

Die Fragen wurden nie beantwortet, es war Mitte November, als plötzlich der Telefonmensch neben mir aufschlug, mir den Telefonhörer in die Hand drückte und meinte "Von Lotus habe ich keine Ahnung, das macht ein Subunternehmer, bitte reden sie mit ihm...". Der auf der anderen Seite der Leitung faselte dann etwas von neuem LDAP Schema und ab da hab ich erst mal Stop gerufen. Wir würden unter dem Domino kein LDAP laufen haben und haben damit auch keinerlei Erfahrung. Damit war das Gespräch beendet, der Telefonmensch schaute mich erstaunt an und meinte "Das ist ja dumm, dann müssten sie ja einen LDAP Server kaufen, das machen wir lieber nicht!...."

Der Technikchef war sehr begeistert von der ganzen Sache und nun hat er von irgendwo gehört, daß das unter Ausguck kein Thema wäre und daß LDAP sowieso Standard im Unternehmen wäre und Lotus da wieder mal die Ausnahme bildet und eh Mist wäre (er hat IMMER irgendwas am Lotus zu kritisieren, dem muß man ständig irgendwelche Schablonenanpassungen zukommen lassen).

Nun hat er sich erkundigt, was denn der Firma Echchange kosten würde (180 User, 12.000 Flocken) und hat sich ganz nach oben begeben und intrigiert. Ich darf nun den Salat ausbaden und schauen, daß unser Domino bleibt.

So, vielleicht hilft das zum besseren Verständnis.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 30.01.08 - 09:56:28

CTI ist ja eher die softwaregestützte Wahl vom PC aus. Dafür braucht man auch kein LDAP, denn die Daten (also Telefonnummern) hat der Anwender ja in irgendeiner Weise am PC zur Verfügung. Der CTI-Client sorgt dann dafür, daß die gewünschten Daten (also die zu wählende Telefonnummer) per Software an die Telefonanlage übergeben werden und die Telefonanlage wählt dann a) die übergebene Nummer und b) die Nummer des am CTI-Client hinterlegten Benutzers an und "verknüpft" diese zu einem Anruf.

Es ist gewünscht, daß bei einem Anruf die Kontaktdaten (Name) aufpoppen. Und dazu müssen die Telefonnummern per LDAP dem TK-Server zur Verfügung stehen.
Das ist aber meiner Meinung nach auch nur halb ausgegoren, da es Lösungen gibt, die direkt das Lotus-Adressbuch bei einem Anruf öffnen und die Kontakdaten anzeigen. Sogar eine Art Historie (getätigte Anrufe, Dauer, etc.) können damit automatisch generiert werden. Aber das ist doch eher eine CRM-Lösung.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 30.01.08 - 09:58:41
CarstenH: Danke! Da hast Du mir sehr gute Argumente geliefert!!!
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: Driri am 30.01.08 - 10:33:27
Zitat
Es ist gewünscht, daß bei einem Anruf die Kontaktdaten (Name) aufpoppen. Und dazu müssen die Telefonnummern per LDAP dem TK-Server zur Verfügung stehen.
Das ist aber meiner Meinung nach auch nur halb ausgegoren, da es Lösungen gibt, die direkt das Lotus-Adressbuch bei einem Anruf öffnen und die Kontakdaten anzeigen. Sogar eine Art Historie (getätigte Anrufe, Dauer, etc.) können damit automatisch generiert werden. Aber das ist doch eher eine CRM-Lösung.

Aufpoppen auf dem PC oder Anzeige im Display des Telefons ? Wenn am Telefon, dann wird das wohl nur so funktionieren.

Wenn allerdings am PC, dann könnte es evtl. auch andere Möglichkeiten geben, denn dann muß ja auf jeden Fall ein Stück Software installiert werden, daß per TAPI oder was weiß ich was mit der TK-Anlage kommuniziert. Evtl. kann ja der CTI-Client einfach auf die Notes-Umgebung des jeweiligen Users zugreifen, dann hat sich das mit Einbindung von pers. Adreßbüchern nämlich direkt erledigt.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 30.01.08 - 10:42:01


Aufpoppen auf dem PC oder Anzeige im Display des Telefons ? Wenn am Telefon, dann wird das wohl nur so funktionieren.
Am PC:

Zitat
Wenn allerdings am PC, dann könnte es evtl. auch andere Möglichkeiten geben, denn dann muß ja auf jeden Fall ein Stück Software installiert werden, daß per TAPI oder was weiß ich was mit der TK-Anlage kommuniziert. Evtl. kann ja der CTI-Client einfach auf die Notes-Umgebung des jeweiligen Users zugreifen, dann hat sich das mit Einbindung von pers. Adreßbüchern nämlich direkt erledigt.
Sicher gibt es andere Lösungen, aber NICHT von dieser Telefonfirma. Die kennen nur den einen Weg (oder wollen nur den einen Weg kennen).
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: Bastel123 am 30.01.08 - 11:07:22
Wenn es sich um die privaten Adressbücher der obersten Leitung handelt, darf dann jeder die Infos bekommen?

Wenn ja, warum sind sie dann privat, wenn nein wie soll dann CTI z. B. für die Direktwahl aus Lotus Notes Applikationen genutzt werden?

Nur das aufpoppen eines Fensters mit Namen und Firma ist doch auf Dauer etwas wenig...

Sebastian
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 30.01.08 - 11:12:15
Wenn es sich um die privaten Adressbücher der obersten Leitung handelt, darf dann jeder die Infos bekommen?
Wieso bekommt da automatisch JEDER die Info?

Zitat
Wenn ja, warum sind sie dann privat, wenn nein wie soll dann CTI z. B. für die Direktwahl aus Lotus Notes Applikationen genutzt werden?
Der CTI-Klient bietet die Möglichkeit über Markieren der Nummer und einem Hotkey einen Telefonanruf zu starten.

Zitat
Nur das aufpoppen eines Fensters mit Namen und Firma ist doch auf Dauer etwas wenig...

Sebastian
Das wissen wir beide, aber der Technikchef will sich mit dieser neuen Funktion eben nur brüsten.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: m3 am 30.01.08 - 11:14:05
Wenn es sich um die privaten Adressbücher der obersten Leitung handelt, darf dann jeder die Infos bekommen?
Wieso bekommt da automatisch JEDER die Info?
LDAP? Am Server? == alle können zugreifen.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 30.01.08 - 11:17:29
Mit Notes Bordmitteln?
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: CarstenH am 30.01.08 - 11:52:23
Wenn es sich um die privaten Adressbücher der obersten Leitung handelt, darf dann jeder die Infos bekommen?
Wieso bekommt da automatisch JEDER die Info?
LDAP? Am Server? == alle können zugreifen.

Nein, LDAP heißt nicht zwangsläufig == Jeder. Es kommt drauf an, wie die ACL's eingerichtet wurden und was in der DA freigeschaltet wurde.

Das hatte ich in meinem Post aber schon dahingehend angerissen:

Mit Notes kann ich ganze Adreßbücher (natürlich auch mein eigenes) auf dem Server ablegen und bestimmten oder allen Nutzern (öffentlich) zur Verfügung stellen, mit Outlook und Exchange geht das natürlich genauso (Kontaktordner, öffentliche Ordner usw.).

...

So kann ich natürlich alle persönlichen Kontakte per LDAP abgreifbar machen - möchte ich das aber auch?

...

Und natürlich die interessante Frage, woher stammen die Anmeldedaten, die für die unterschiedlichen Zugriffsrechte benötigt werden - oder passiert alles mit einer einzigen Anmeldung? Fragen über Fragen, die ich dem Tk-Menschen stellen würde.


Ich wollte das Posting nicht zu sehr ausufern lassen, insbesondere weil mir klar war, dass hier manchmal nicht jeder alle Postings so detailliert lesen möchte.

Ich kann natürlich (und ich habe es auch nochmal vor meinem Posting gestern getestet) alle/bestimmte persönliche Adreßbücher in die DA aufnehmen. Bevor jetzt der eine sagt, die Aufnahme von Adreßbüchern auf Basis der PERNAMES.NTF in die DA ist nicht unterstützt: JAEIN. Offiziell steht zwar in der Beschreibung, dass nur die PUBNAMES.NTF verwendet werden darf aber ebenso offiziell gibt es eine Einstellung zum Zulassen der LDAP-Suche auf das persönliche Adreßbuch die natürlich nur in Serverrepliken funktioniert (zu finden in jedem Persönlichen Adreßbuch unter Werkzeuge > Vorgaben > Detaillierte LDAP-Anfragen in diesem Adreßbuch zulassen). Das ist widersprüchlich dokumentiert, weil die Hälfte der geneigten Leser das als Einstellung für LDAP-Anfragen auf andere LDAP-Verzeichnisse interpretiert, was aber nicht so ist.

Wie schon beschrieben funktioniert es mit dieser Einstellung und natürlich zusätzlich den ebenfalls schon genannten Randbedingungen dass die Replik auf einem Domino mit DA und LDAP-Task liegt. Die ACL der Datenbank sorgt dafür, daß nicht mehr jeder alle Adressen zu Gesicht bekommt. Worauf sich wiederum meine folgende Aussage bezog:

Und natürlich die interessante Frage, woher stammen die Anmeldedaten, die für die unterschiedlichen Zugriffsrechte benötigt werden - oder passiert alles mit einer einzigen Anmeldung?

Wenn sich jeder per LDAP auch mit den eigenen Credentials authentifiziert bekommt jeder auch nur die öffentlichen + eigenen Adressen in der Suche.

Nur, wie jetzt schon 2x zitiert, befürchte ich, dass die TK-Anlage ein General-Login mit eigenen Credentials spendiert bekommt und damit in der Tat wieder auf alles zugreifen kann. Was dann natürlich wieder nicht im Sinne des Erfinders ist.

Mit Exchange kann man da noch etwas anders "tricksen", da Exchange eine Art Override der Nutzeranmeldung kennt (sofern es aktiviert wurde). Damit kann sich ein Exchange-Admin (oder Spezial-User) ohne Kenntnis des Benutzerkennworts so anmelden als wäre er ein beliebiger Benutzer - und sieht damit natürlich die Daten auch aus Sicht des Nutzers. Ob das jetzt ein tolles Feature ist sei mal dahingestellt, da hier dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet wird. Notes kennt zwar auch den Full-Access-Admin, aber der kann im Gegensatz zu der Microsoft-Variante zwar alles sehen aber sich eben nicht vollständig und ohne Nachvollziehbarkeit als der jeweilige Benutzer ausgeben.

Es läuft also unterm Strich wieder auf die Frage hinaus, wie sich nun die TK-Anlage genau beim LDAP-Zugriff anmeldet und ob den Nutzern über irgendein Interface die Möglichkeit gegeben wird z.B. die eigenen Credentials wahlweise zu hinterlegen (oder zumindest über irgendeinen Mechanismus zur Verfügung zu stellen).

Carsten
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: m3 am 30.01.08 - 12:03:31
Ich kann natürlich (und ich habe es auch nochmal vor meinem Posting gestern getestet) alle/bestimmte persönliche Adreßbücher in die DA aufnehmen. Bevor jetzt der eine sagt, die Aufnahme von Adreßbüchern auf Basis der PERNAMES.NTF in die DA ist nicht unterstützt: JAEIN. Offiziell steht zwar in der Beschreibung, dass nur die PUBNAMES.NTF verwendet werden darf aber ebenso offiziell gibt es eine Einstellung zum Zulassen der LDAP-Suche auf das persönliche Adreßbuch die natürlich nur in Serverrepliken funktioniert (zu finden in jedem Persönlichen Adreßbuch unter Werkzeuge > Vorgaben > Detaillierte LDAP-Anfragen in diesem Adreßbuch zulassen). Das ist widersprüchlich dokumentiert, weil die Hälfte der geneigten Leser das als Einstellung für LDAP-Anfragen auf andere LDAP-Verzeichnisse interpretiert, was aber nicht so ist.

Wie schon beschrieben funktioniert es mit dieser Einstellung und natürlich zusätzlich den ebenfalls schon genannten Randbedingungen dass die Replik auf einem Domino mit DA und LDAP-Task liegt. Die ACL der Datenbank sorgt dafür, daß nicht mehr jeder alle Adressen zu Gesicht bekommt.
Cool.  8) Den Hack kannte ich noch nicht. Danke für dieses ausufernde und informative Posting! :)
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 30.01.08 - 12:28:11
Carsten, soweit ich weiß, holt sich die TK-Anlange über einen ganz bestimmten Nutzer die Daten aus dem LDAP.

Es ist auch kein Thema, wenn jeder User alle Daten sehen kann. So geheim ist da nix. Die Frage ist nur, ob das sinnvoll ist, wenn User A den Herrn Maier von Firma A sehen will, aber dummerweise auch den Herrn Maier von User B angezeigt bekommt...

Und in der DA sind Adressbücher auf Grundlage der PERNAMES.NTF eingebunden. Das funktioniert bisher tadellos.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 30.01.08 - 13:18:08
OK, danke für den Link zu dem Browser.
Jetzt sehe ich aber leider nur die Notes-User. Die Adressen aus den zusätzlichen Adressbüchern sind nicht da. Über LDAP-Search bekommt man sie aber. Ich melde mich anonym an.
 ???
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: MaVo am 30.01.08 - 15:52:16
Hab gerade durch Zufall eine gute Seite im IBM Forum Notes 6/7 gefunden, dass sich mit DD, AD, LDAP usw. beschäftigt.

Lotus Notes/Domino 6/7/8 Directory FAQ, ver 6 (http://www-10.lotus.com/ldd/nd6forum.nsf/55c38d716d632d9b8525689b005ba1c0/5c4bf25f844b9ac785256e4c005998b7?OpenDocument)

@Moderatoren: Vielleicht wäre dieser Link auch etwas im Bereich "Tipps & Tricks"
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 30.01.08 - 16:01:23
Danke, den Link hatte ich heute auch schon von einem Bekannten bekommen.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: tschroeder am 30.01.08 - 18:01:27
… Kundendaten (ca. 45.000) aus dem ERP mit zu verwenden.


wo drauf läuft das Teil eigendlich? Wenn das eine Notes/Dominoanwendung ist, dann sollte euer Technikchef zu seinen 12kilo noch ein neues ERP mit allem drum und dran packen. (Und ich würde ispätestens jetzt mal die Säge für seinen Stuhl auspacken und anfangen zu sägen).

Das schöne an einer CTI ist eigendlich (wenn man es ausreizt) das Kunde anruft und mir der PC nicht nur sagt "Kunde XYZ ruft an" sondern auch noch gleich die komplette ERP-Historie etc. hoch kommt und ich gleich sehe, was da läuft und dem Kunden sagen kann was Sache ist. Und hier hilft mir kein LDAP derweil die Infos ja umgekehrt (Telefonanlage -> CTI/ERP) laufen müssen.



LG Thorsten

Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 04.02.08 - 13:16:38


wo drauf läuft das Teil eigendlich? Wenn das eine Notes/Dominoanwendung ist, dann sollte euer Technikchef zu seinen 12kilo noch ein neues ERP mit allem drum und dran packen. (Und ich würde ispätestens jetzt mal die Säge für seinen Stuhl auspacken und anfangen zu sägen).
Das ist ein ERP-System. Wird grad für über ne Million neu aufgesetzt.

Zitat
Das schöne an einer CTI ist eigendlich (wenn man es ausreizt) das Kunde anruft und mir der PC nicht nur sagt "Kunde XYZ ruft an" sondern auch noch gleich die komplette ERP-Historie etc. hoch kommt und ich gleich sehe, was da läuft und dem Kunden sagen kann was Sache ist. Und hier hilft mir kein LDAP derweil die Infos ja umgekehrt (Telefonanlage -> CTI/ERP) laufen müssen.



LG Thorsten


So sollte es sein. Ein schönes CRM dran und man hat, was man braucht. Kapiert der Technik-Chef aber nicht...
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: SD am 05.02.08 - 10:46:52
Haben eure Oberen denn keine Tippsen Assistentinnen, die diese Adressen von Hand ins ERP-System hacken können?
Das würde auch das Problem mit den Überschneidungen der Datenbestände aus den verschiedenen Adressbüchern lösen und kostet bestimmt auch weniger als 12.000 Flocken (+ Admin- und Anwenderschulungen + Ablösung eventueller Notes-Anwendungen + Produktivitätsausfall während der Umstellung + Kosten für die Umstellung der Linux-Kisten auf Windows + ...). ;)
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 05.02.08 - 11:08:00
Haben eure Oberen denn keine Tippsen Assistentinnen, die diese Adressen von Hand ins ERP-System hacken können?

Da hast Du was falsch verstanden. Zum einen gibt es Adressen in Notes-Adressbüchern, zum anderen welche im ERP-System. Grundsätzlich haben die beiden Datenbestände nichts miteinander zu tun.
Eigentlich will man ja nur CTI nutzen... Und dazu müssen die Notes-Adressen ins LDAP rein (sind ja jetzt auch drin).
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: SD am 05.02.08 - 11:31:28
ERP war nur so ein Gedanke. Vielleicht bietet sich ja ein anderes Verzeichnis an.
Titel: Re: Domino vs. Exchange
Beitrag von: smokyly am 05.02.08 - 11:36:24
ERP war nur so ein Gedanke. Vielleicht bietet sich ja ein anderes Verzeichnis an.

Diese Telefonfirma ist da meiner Meinung nach zu unflexibel. ICH hätte das per ODBC in einer Datenbank eines CRM-Moduls abgestellt und gut ist.

Aber grundsätzlich ging es mir ja um Argumente gegen Exchange. Daß ein Wechsel einfach wirtschaftlich gar nicht gerechtfertigt ist.