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Schulungskosten
Rob Green:
Don, wenn Chefes heute in Opportunitätskosten rechnen würden, dann wäre das ja ne geile Sache. Nun gut, das ist aber ein gänzlich anderes Thema. Lassen wir mal diese Opportunitätskosten als zentrales Thema bei Seite, von wegen MA bleibt produktiv vom AP weg und betrachten die Praxis.
die Planungen zur Weiterbildung eines MA machen sich eigentlich grundsätzlich an 3 Dingen fest:
- wieviele Budget habe ich - Chefe - für Weitebildung bekommen
- mehr als 5 Tage / Jahr lasse ich meinen MA nicht auf Seminar
- wo will ich den MA hinhaben in 2-3 Jahren und was soll er mir einbringen (Profit)
Heißt, jede Mark die ich in einen MA stecke, möchte ich um den Faktor >1 wieder raushaben. Chefes verstehen zumindest heute, daß Weiterbildungsmaßnahmen potenziell zu einer höherern Produktivität des MA führen können (solange das Seminar gut ist und die Umsetzung zeitlich nicht zu weit vom Seminar weg liegt). Als Barriere gilt aber ein Kostenblock von 5*1000 Euro als Minimalsatz oder aber sogar höhere Kostenblöcke für Blockschulungen mit einem Kostenansatz von über 100.000 Euro (durfte selbst so eine Ausbildung mal geniessen,..was es aber wirklich gebracht hat...kA :-)). Je niedriger die Kostenhürde ist, umso höher die Bereitschaft zur Weiterbildung.
Die Opportunitätskosten als Produktivitäsausfall? Na ja, ganz ehrlich? Ein durchschnittliche MA ist mE täglich nicht mehr als 60-80% seiner Arbeitszeit wirklich produktiv, der Rest ist irgendwo nur nicht echte Arbeit (0.6-0.8 wär schon geil). Workahololics mögen ein anderes Ratio aufweisen. Setze ich den Mitarbeiter in ne Schulung, weiß ich zumindest, daß meine Chancen als Chef gut stehen, daß er 80-100% produktiv (!!!) tätig ist, weil er nicht "weg kann". So sinkt also mein echter Produktivitätsausfall einerseits über diesen höheren Auslastungseffekt. Andererseits investiere ich ja über Schulungen nicht in die Vergangenheit, sondern in die mittelfristige Zukunft. Erfahrungsgemäß sind Firmen mit sehr niedrigen Ausbildungsmaßnahmen in unserem Dienstleistungsbereich konkurrenzlos...unterlegen.
*btw: wenn sich einige Dinge "technisch" anhören: es ist sicher nicht so zu verstehen, please*
Ute:
nicht zu vergessen , die Zeit, die aufgewendet werden muß, wenn
man den Stoff selbst erarbeitet....
MOD:
@ Rob Green
in Deiner Aufzählung hast Du jedoch die SLA`s vergessen. Wenn wirklich alle Administratoren in dieser Schulung sitzen wer macht dann bitte schön das Tagesgeschäft bzw. first and second level?
Weiterhin ist es in großen Unternehmen / Rechenzentren strikt untersagt zusammen mit dem anderen "Teammitglied" Schulung bzw. Urlaub zu buchen.
;D MOD
Rob Green:
@MOD, ganz klar, was ich nicht erwähnt hatte, aber natürlich richtig ist, daß SLA's zB bzw. jegliche Form von Betriebsbereitschaft natürlich bei kleineren Unternehmen verhindern, daß 10 Leute aus einer Abteilung - wenn es denn "nur" eine zentrale Abteilung für Notes gibt - auf eine Schulung gehen. Bei größeren Unternehmen bekommt man intern genügend Leute nahezu jederzeit zusammen, aber auch hier höchstens zwei aus einer Abteilung / Gruppe.
Mir geht es vaD darum, daß sich kleinere-mittlere Unternehmen untereinander auf alle Fälle zusammentun können und eine Schulung quasi inhouse organisieren. Auch größere Unternehmen mit bis zu 10.000 MA (Hausnummer jetzt) würden genauso von einer Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen bei der Schulungsorganisation profitieren.
@Ute, hierbei würde ich einen Unterschied machen - wie ich es in einem Nebensatz bereits oben erwähnt hatte - ob man eine customized Schulung anbieten möchte oder eine Standardschulung. Beim letzteren sollte eigentlich der Referent - wenn er denn ein guter ist - ohne Weiteres den Stoff selbst mitbringen können. Bei einer individuellen Schulung kann ich nur aus meiner Praxis berichten, daß sich der "Owner" um den Stoff zusammen mit dem Trainer gekümmert hatte (ich oder meine Kollegin damals). Der Zeitaufwand betrug ca. 1-2 MT, manchmal auch mehr, wenn wir zusätzlich eine eigene Dummy DB zu Schulungszwecken auf die Beine gestellt hattenen, um eine enge Praxisbezug zu schaffen. Da das aber eh mein Job war, ein Team zu leiten, war das keine extra Arbeit by the way, sondern gehörte zu meinem normalen Arbeits Alltag. Ach ja, natürlich muß man auch die Rüstzeiten für die Vorbereitung der Schulungsumgebung rechnen (was aber Externe ebenso tun, Kosten aufzuschlagen, wenn sie "nebenbei" eine Oracle Umgebung installieren müssen, die so nicht im Standardrepertoire enthalten ist).
Thomas Schulte:
@Rob
Die Idee ist ja an und für sich gut, aber versuch das Mal mit Mehreren Unternehmen. Ich tu das gerade und es ist echt nicht lustig. Mal kann der nicht, dann will der nicht. Nicht gerade lustig. Es grenzt schon an ein Wunder wenn du zwei Firmen dazu bringst nur in diesem Bereich zusammenzuarbeiten. Wenn es dann noch mehr werden sollen???
Dann landest du entweder wieder beim Schulungsanbieter, der seine Dienste für Teuer Geld verkaufen muss, schließlich ist er ja mit Gewinnerzielungsabsichten an den Start gegangen, dafür bietet er halt auch den Service mit fertig konfigurierten Arbeitsplätzen, mehrere Angebote des gleichen Kurses etc. an. Oder du musst als einzelner mehr Geld ausgeben, um den entsprechenden Kurs zu machen.
Ein Ähnlicher Gedanke wäre z.B. wenn sich mehrere Mittelständische unternehmen zusammenschlössen um sich einen Notes Admin zu halten. Fünf Unternehmen jeweils 8 Stunden die Woche. Das langt normalerweise für die Administration und Pflege eines Mittleren Notes Netzwerkes, wenns denn vernünftig eingerichtet wurde.
Aber auch hier, Fehlanzeige. Das kriegst du in die Dickschädel einfach nicht rein.
Thomas
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