Domino 9 und frühere Versionen > ND8: Administration & Userprobleme
jährlich wachsendes Datenvolumen eines Mailservers
Pfefferminz-T:
Hallo,
Deduplication im SAN? Falls DAOS nicht aktiv ist, werden dann Inhalte von Datenbanken verglichen? Kann ich mir nicht vorstellen dass hier auch nur annähernd die Quote von DAOS erreicht wird.
Wie schon mehrmals geschrieben ist DAOS ein sehr gutes Mittel, um Datenbankgrössen und den benötigten Speicherplatz zu reduzieren. Dazu kommen dann auch noch grosse zeitliche Einsparungen beim Backup, weniger Datenvolumen bei der Replikation. DAOS ist mittlerweile bei vielen meiner Kunden erfolgreich im Einsatz, die Statistiken beeindrucken mich immer wieder.
Wenn Notes nicht als Dateiablage genutzt werden soll, dann muss ich Alternativen anbieten. Wenn ich das nicht anbiete, dann sind die Nutzer oft sehr findig und "bauen" ihre eigenen Lösungen...
Grüsse,
Thorsten
Driri:
@Thomas : Ist keine Kunst ;)
Ich wage auch mal die These, daß wir uns in einer erneuten Entscheidungsphase nicht noch einmal für das IBM-Produkt entscheiden würden. Aber das ist ein anderes Thema.
Driri:
Ergänzung zur Diskussion Deduplizierung / DAOS:
Wir haben uns nach Einführung der Archivierung gegen die Aktivierung von DAOS entschieden.
Es war ursprünglich geplant, DAOS zu aktivieren, um dem steten Wuchs des Datenvolumens auf den Dominoservern etwas entgegen zu setzen.
Nachdem wir dann die Archivierung und die damit verbundene Entfernung von Attachments aus den archivierten Mails eingeführt haben, würden wir in unserer Konstellation mit DAOS keinen deutlich spürbaren Effekt erzielen.
Das soll keine Empfehlung gegen DAOS sein, sondern nur der Hinweis, daß man sich gerade vor dem Hintergrund der Archivierung auch über solche Themen noch einmal Gedanken machen sollte.
Ohne die Archivierung und das Stubbing würden wir DAOS nutzen.
stoeps:
Deduplizierung auf der SAN ist mit NSF nicht möglich. Das ist für die SAN ein großer Container, was da drinsteckt ist der SAN egal. Also wenn sowas gewünscht ist, dann muss man halt DAOS aktivieren.
Mir wurde vor Jahren mal ein interessanter Satz gesagt: "Sie verbieten Google Mail und haben Quotas aktiv? Dann sind ihre Mails schon bei Google."
Der Mitarbeiter fühlt sich durch Quotas gegängelt und in seinem Arbeitsstil gehemmt. Er braucht brauchbare Alternativen zur Aufbewahrung in seinem Mailfile. Zentrale Archive sind da ein guter Weg, da er sich darauf verlassen kann, daß Mails auch nach Jahren noch gefunden werden können und er u.U. den Beleg für eine Entscheidung, Tätigkeit oder was auch immer zur Hand hat.
Ich denke das kann man nicht rein technisch lösen, man muss mit den Usern oder Vorgesetzten sprechen und auf dieser Basis entsprechende technische Voraussetzungen schaffen, um den/unseren Benutzern ein (nahezu) perfektes Arbeitsumfeld zu bieten. Technische Gängelung ist kontraproduktiv und eigentlich nur verantwortbar, wenn rechtliche keine andere Möglichkeit vorhanden ist. Nach meiner Erfahrung ist so etwas nicht aus der IT heraus lösbar.
Da wären wir auch wieder bei dem Thema, daß wir oft selbst Schuld sind, wenn unsere User sich über Notes beschweren und alles Sch... ist. Wir sollten anfangen zu begreifen, daß Benutzer primär mit ihrer Software arbeiten wollen um ihr Tagesgeschäft zu erledigen oder ihre Ziele zu erreichen. Die beste Technik nützt nichts, wenn der User nicht begreift wie oder warum er sie nutzen soll. Der Preis einer Festplatte ist dem Benutzer egal, wenn er 3 GB E-Mails braucht um schnell Informationen zu finden, braucht er die und wird durch Quotas behindert. Deshalb halte ich nichts von fixen Regeln wie Quotas, Archivierungsregeln u.ä. Das ist User, Stellen oder Abteilungsabhängig und ich glaube nicht, daß wir als Techniker das immer beurteilen können.
Ich würde auf jeden Fall DAOS aktivieren, da die Ersparnisse durch den Wegfall der doppelten Attachments auf jeden Fall vorhanden ist. Selbst wenn jeder Anhang immer nur einmal vorhanden wäre, habe ich nicht mehr Platz verbraucht. Sobald ein Attachment öfter vorkommt spare ich Platz.
Da die Anhänge nicht mehr in den Datenbanken gespeichert sind, laufen Fixup und Compact um einiges schneller. Die Zeiten für inkrementelle Backups verkürzen sich nach meiner Erfahrung um bis zu 70%, da NLOs ja unverändert sind und daher nur einmal in der Wochensicherung benötigt werden. Die inkrementelle Sicherung der NSFs (sehr viel kleiner ohne Attachment) ist um etwa den gleichen Faktor verbessert. Das wiegt den evtl höheren Aufwand beim Restore aber immer noch auf.
Die Ersparnis beim Backup sollte also nicht ausser acht gelassen werden.
m3:
Ich hab das mit dem "kauft mehr Festplatten" durchaus ernst gemeint. ;)
In Zeiten von Google Mail und Co. kann man seinen Kunden nicht mehr 100 MB Quotas zumuten. Und schon gar nicht kann/sollte man einem User dann auch noch das Management (Archvieren, Auslagern, ...) machen lassen. Das ist nicht deren Job, das ist unserer.
Daher gefällt mir Diri's Ansatz mit den automatismen schon sehr.
Dass das alles keine leichte/einfache Aufgabe ist, ist mir durchaus klar. ;)
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