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Vergleich zu SharePoint
atbits:
Ach Werner, Du sprichst mir aus der Seele,
die IBM agiert ungefährt so als wollte man eine S-Klasse von der Hinterhofgarage aus verkaufen (zusammen mit Staubsaugern und Streusalz), währen MS eben eine schicke Verkaufs-Lounge eingerichtet hat, Spitzenverkäufer engagiert und Häppchen mit Schampus reicht ...
Traurig
LG David
Thomas Schulte:
Ich hatte vor kurzem das Vergnügen mich mit den Repräsentanten einer größeren Firma unterhalten zu dürfen, die tatsächlich eine echte Abschätzung einer Migration von Lotus Notes auf Exchange/Sharepoint unter Einbeziehung eines Microsoft Partners durchgeführt haben.
Aufgrund der Summen, die dann für die Migration tatsächlich genannt wurden, das wohl auch deswegen, weil die Beteiligten des potentiellen Kunden sehr stark nachgehakt haben und weil am Schluß wirklich wasserdichte Verträge mit Festsummen für die komplette Realisierung rauskommen sollten, ist dann von dem Projekt Abstand genommen worden. Es ließ sich nämlich beim besten Willen kein ROI mehr rechnen. Was übrigens den beteiligten Business Partner von Microsoft auch sehr erstaunt haben soll.
Und Werner hat vollkommen recht. IBM steht sich schlicht und einfach selbst im Weg. Eine solche Präsentation bei einem Kunden zu zeigen und auch noch in der Öffentlichkeit, das passt nicht zur lange gepflegten "Vornehmheit" der IBM Botschafter.
flaite:
Diese Plattform-Kriege mit all ihren "Entscheidungsträgern", "Communities" und irgendwie Gramsci/Foucault artigen Diskursen über die Herstellung von Realtität in den Köpfen durch Wille und Vorstellung des Marketing.
Was solln das?
Wer mit Sharepoint glücklich werden will, soll das tun. Wer lieber mit Java rummacht auch. Und wer Lotus Notes classic präferiert oder wer XFaces macht. Letzten Endes benötigt jeder ja nur einen Arbeitsplatz.
Und das Manager die wahren Bedürfnisse der Gemanagten oft so wenig Treffen wie IT-Fachkräfte die Bedürfnisse ihrer User. Das ist nun mal so. Noch mehr Effizienz in der Produktion wär noch problematischer für die Umwelt und begrenzt vorhandene Rohstoffe wären noch teurer wg. mehr Nachfrage. Menschliche Organisationen agieren halt öfters völlig beknackt.
Jeder sollte halt bei dem was er tut sich möglichst viel gesunden Menschenverstand und Menschlichkeit bewahren.
Bei Plattform-wechsel-dich Entscheidungen unterschätzen Manager oft die wahren Kosten. Aber so ist das halt.
Unser System basiert auf unvollständiger Information, überzogenen Erwartungen, Blut, Schweiß, Tränen, freundlichen Gesprächen, einer manchmal netten Atmosphäre und ein paar mehr oder weniger guten Witzen. In dem Chaos gelingt es der Menschheit alle 15 Jahre die Produktion bei hoffentlich steigenden Umweltbewußtsein zu verdoppeln.
Blasen wie ein Sharepoint Hype gehören halt dazu. Und möglicherweise ist das ein gesunder Hype. Ich kenn mich mit Sharepoint nämlich nicht aus. Eigentlich gefährlich werden Blasen v.a. dann, wenn die Akteure zu gut in deren Steuerung werden. Dann wachsen die zu stark und der Knall wird sehr stürmisch.
Auch IBM Deutschland gelingt es manchmal XXL Systeme zu verkaufen, da wo es ein L System auch getan hätte. Einige ihrer Produkte sind allerdings auch absolut brauchbar und L-Systeme haben selbstverständlich auch ihre Tücken.
Gruß Axel
WernerMo:
Hallo,
hier noch ein interessanter Beitrag zum konsumieren von Sharepoint Webservices via XPages incl. Video:
http://planetlotus.org/8367d8
Gruß Werner
flaite:
Dabei hoffe ich, dass die webservice story in xpages deutlich besser geworden ist als sie unter Notes 7 war. Das liess sich nämlich nur als entsetzlicher Krampf bezeichnen. In springframework kann ich document-type soap webservices super-flexibel mit 5 Zeilen code und ein paar Zeilen xml-Konfiguration konsumieren. Wenn die Datenstruktur der per Webservice ausgetauschten Nachrichten komplex ist, läßt sich einfachst xml-to-object deserialisierungszeugs wie jaxb einklinken. Die Operationen sind zugegeben für spring-nerds, aber für den glaubwürdigen Weg für Lotus einer Art 4GL Lösung unserer Zeit muss sich da einiges verbessert haben.
Grade auch in der Integration. Kapier auch nicht, warum IBM nicht mal versucht eine Integration in Websphere MQ (ex MQ Series, definitiv kein neumodisches Modezeugs) und der darauf aufsetzenden Produkte wie Process Server oder Message Broker an den Start zu bringen. Das dehnt sich nämlich zumindest bei größeren bis sehr großen Kunden nach wie vor aus. Und die gibts halt auch. Und gerade da hat Lotus in den letzten Jahren verloren.
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