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Lotusphere 2010
JulianBuss:
@ralf: bzgl. Dojo: nimm das von O'Reilly, das ist wirklich gut. Und Dojo ohne Buch zu durchblicken ist aufwändig, so ein Buch rentiert sich auf jeden Fall.
Mit Java kann man auch gute UIs bauen, das stimmt. Aber: nicht gleichzeitig für Notes und Web - und das ist die große Stärke der XPages.
heini_schwammerl:
Ich baue einen Browser in den Client und freue mich hinterher das meine Applikation im Client als auch im Browser läuft. Der Ansatz funktioniert aber ich halte Ihn nicht unbedingt für revolutionär. Da finde ich den Ansatz von Googles Webkit zumindest aus technischer Sicht deutlich spannender. Da wird 100% Java Code automatisch in die entsprechenden Web Komponenten gewandelt.
Gut wir werden uns in diesem Punkt sicher nicht einig werden.
Auch bindet mich XPages an das Dojo Framework welches nicht unbedingt mit meinem bevorzugten Framework (jQuery) harmoniert (ok, mein Problem). So lädt ein Hello World XPage mal schnell 140 kB (unkomprimiert) unnützes Javascript. Ich würde mir hier einfach mehr Intelligenz erwarten. Klar im Vergleich zu den Java Applets ist das natürlich ein Gewinn aber ich orientiere mich nicht nur an dem was Domino vorher geboten hat sondern am Gesamtangebot an Technologien.
Auch hat sich in der Vergangenheit gezeigt das durch die vielen "Browser Hacks" die Abhängigkeit vom Hersteller sehr hoch ist. So hat der Internet Explorer 8 teilweise sehr gezickt weil die darunterliegende Dojo Engine Version noch nicht kompatibel war.
Jeder Kunde muß sich doch fragen ob er jetzt erneut in das IBM Boot einsteigt und auf eine Technologie setzt welche offene Standards so verbiegt das diese zu nichts anderem mehr kompatibel sind oder ob ich vielleicht einen anderen Ansatz mit mehr Flexibiliät wähle.
XPages Applikationen laufen nur auf einem Domino und sonst auf nichts. Das muss nicht schlimm sein aber wenn man sich als Kunde an eine Technologie bindet dann muss das dauerhaft tragen.
Wenn die IBM es sich in ein paar Jahren anders überlegt dann darf ich alle Applikationen erneut umstellen so wie man es jetzt bereits tun muss wenn man ehrlich ist. Denn der Sprung von klassischen Notesanwendungen auf die XPages Ebene endet in den meisten Fällen in einer kompletten Neuprogrammierung. Hier sind die Technologien einfach zu verschieden.
Auch wenn ich die Diskussion sehr interessant finde so erschliesst sich mir immer noch nicht was an meiner Lotusphere Zusammenfassung falsch gewesen ist.
Um mal etwas positives zum Schluss zu sagen. Bill Shatner fand ich alleine schon super weil der seit Jahren als Wunschgast durch die Lotusgemeinde geistert. Irgendeiner hat geschrieben dass es völlig egal war was er gesagt hat, Hauptsache er war da. Und das Schlussvideo zur Lotusphere (der Remix) schafft es die positive Stimmung zu vermitteln. Das hätte ich der IBM nicht zugetraut.
m3:
--- Zitat von: heini_schwammerl am 27.01.10 - 11:56:15 ---So lädt ein Hello World XPage mal schnell 140 kB (unkomprimiert) unnützes Javascript.
--- Ende Zitat ---
Xpages nutzen "schon" die GZip Compression.
heini_schwammerl:
Hallo Martin,
das stimmt daher hatte ich ja auch unkomprimiert beschrieben. Ist übrigens auch angeblich eine Freizeitentwicklung eines engagierten IBM Entwicklers. Zumindest stand das mal in irgendeinem Blog.
Gruß
Henning
JulianBuss:
@henning: XPages im Client sind nicht einfach nur ein Browser, das ist ein "Browser" (=Mozilla Renderkit) mit einer lokalen XPages Engine darunter, da steckt schon eine Ecke mehr dahinter als nur ein Browser.
Außerdem kann das Client-Renderkit auch Client-spezifische Features nutzen bzw. wird es zukünftig nutzen, Unterschiede zu einem herkömmlichen, "dummen" Browser gibt es da also schon.
Außerdem: es ist ein "Browser", der um perfekte Offline-Funktionen ergänzt ist - da kann Google Gears und ähnliches Werkzeuge nicht im Ansatz mithalten.
Klar bin ich an Dojo gebunden, und ich persönlich finde jQuery auch viel schöner - aber für irgendwas musste IBM sich entscheiden, und es ist halt - warum auch immer - Dojo geworden.
Man kommt damit auch klar, so schlecht ist Dojo nicht.
Der Witz an Dojo (und den anderen JavaScript-Frameworks) ist doch gerade, dass man keine Browser-Hacks mehr braucht! Und das funktioniert m.E. nach auch; ich hab jedenfalls bisher keinen Browser-Hack gebraucht für meine Anwendungen.
IBM hat nirgends einen offenen Standard "verbogen" so dass er zu nichts mehr kompatibel ist... Dojo ist ein Framework, das völlig unabhängig von IBM entstanden ist und auch weiter entwickelt wird - genauso wie jQuery & Co. Die Dojo-Version in Domino 8.5.0 war halt noch nicht zum IE8 kompatibel, das hat sich ja aber mit 8.5.1 gelöst, dort ist ja ein fast aktuelles Dojo dabei.
Was ich hier allgemein nur bemängele, und worum sich meine Diskussionspunkte drehen, ist, dass XPages so als "irgendeine Technologie, die man nicht unbedingt beherrschen muss, und die nächstes Jahr sowieso wieder weg ist" wahrgenommen wird. Und das ist m.E. nach eine vollkommen falsche Wahrnehmung.
XPages sind überall so präsent, nicht nur in Notes übrigens (siehe Quickr + Connections, da werkelt im Backend auch immer mehr XPages Technik), und IBM investiert soviel Energie in diese Technik, dass ich es für extrem unwahrscheinlich halte, dass das in nächster Zeit wieder eingestellt wird.
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