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[Finanzmarktkrise]: überschwappen auf die Realwirtschaft

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Gandhi:
Es geht gar nicht so sehr um die Linken, sondern darum, wie sehr die SPD dadurch unter Druck gesetzt wird. Und auch wenn ich sie nicht wähle ist es glaube ich nicht so gut, wenn es ihr so schlecht geht.
Im Übrigen WAR das die Diskursagenda der letzten Wochen, mit der die Linken nicht nur die SPD sonder auch die CSU und in Teilen die CDU vor sich hergetrieben hat. Zumindest vor der Finanzkrise.
Es geht auch nicht darum mit der Linken zu diskutieren, sondern ihr argumentativ den Boden zu entziehen - was gar nicht so schwer sein kann.


--- Zitat ---Aber eine souveräne Entscheidung der Bundesregierung
--- Ende Zitat ---
So souverän eine Regierung eben in dieser Situation gegen die gesamte Finanzfront argumentieren kann.
Dabei ist nicht zu vergessen, dass Japan zu dem Zeitpunkt schon eine Bankenkrise hatte und die entsprechend kleinlauter waren.
Das macht diese Entscheidung aber nicht besser.


--- Zitat ---Und welches Chaos ist denn bitte in extrem regulierten
--- Ende Zitat ---
Ein regulierterer Finanzmarkt kann noch meilenweit von einem extrem regulierten entfernt sein.


--- Zitat ---Da müßte man den neuen Menschen schaffen
--- Ende Zitat ---
Nachdem nun ein  britischer Biologe die Evolution des Menschen für beendet erklärt hat, bleibt mir da wohl nur noch auf ein Wunder zu hoffen :-)


--- Zitat ---dass das Schweizer Bankgeheimnis verboten wird
--- Ende Zitat ---
Die Duldung solcher Finanzoasen ist das, was mir für immer unerklärlich bleiben wird bzw. ich mir nur dadurch erklären kann, dass die politischen Entscheider dort selbst Gelder deponiert haben.
Ein weiteres Ding in dieser Richtung wäre aus meiner Sicht z.B. der ruinöse Steuerwettbewerb selbst innerhalb der EU.


--- Zitat ---Du kannst das nicht so einfach verallgemeinern.
--- Ende Zitat ---
Meine Wahrnehmung verallgemeinert das aber von ganz alleine. Ich rede hier selbstverständlich nicht von den Individuen sondern von Tendenzen von Ländern.
Und ich bin der Festen Überzeugung, dass in den USA  - zumindest bisher - die Preferenz eher Handeln als Prüfen ist. Und in der Tat: Bislang sind die damit sehr gut gefahren. Was aber nicht heißt, dass das für alle Zeiten so bleiben muss.


--- Zitat ---Nur weil jetzt im Finanzmarkt mehr Regulierungen nötig werden, heisst das nicht, dass dies für alle diese Märkte gilt
--- Ende Zitat ---
Ich bin der Meinung, dass Märkte überhaupt nicht reguliert werden müssten, wenn sich alle Akteure entsprechend hilfreich verhalten. Nur genau diesen Vertrauensbonus hat sich die Finanzbranche verspielt. Und darum muss der Markt reguliert(er) werden, weil (s.o.) sich die Menschen nicht ändern. Greed is good maybe not so good...

Ich bin ganz ganz sicher nicht für starke Regulierungen. Ich bin stark dagegen, dass sich der Staat als Akteur in Märkten bewegt (ausser in Fällen, in denen sich das nicht vermeiden lässt). Ich bin aber dafür, dass der Staat verbindliche und brauchbare Regeln entwirft und diese auch konsequent überwacht.
Da die Gier mancher Menschen keine Grenzen kennt muss die dann eine Gemeinschaft setzen.
Das war bis zum Crash der amerikanischen Finanzwirtschaft schwer bis gar nicht durchzusetzen, sollte nun aber geschehen.







flaite:

--- Zitat von: Gandhi am 24.10.08 - 16:11:04 ---Es geht gar nicht so sehr um die Linken, sondern darum, wie sehr die SPD dadurch unter Druck gesetzt wird. Und auch wenn ich sie nicht wähle ist es glaube ich nicht so gut, wenn es ihr so schlecht geht.

--- Ende Zitat ---
Ich auch. Bin als Wechselwähler auch immer potentieller SPD-Wähler.

--- Zitat von: Gandhi am 24.10.08 - 16:11:04 ---Im Übrigen WAR das die Diskursagenda der letzten Wochen, mit der die Linken nicht nur die SPD sonder auch die CSU und in Teilen die CDU vor sich hergetrieben hat. Zumindest vor der Finanzkrise.

--- Ende Zitat ---
Also für mich treibt die LINKE niemanden vor sich her.
Das bilden die sich ein. Sarah Wagenknecht beschmutzt mit ihren unsäglichen Eingaben europäische Institutionen. Gysi und Lafontaine vergiftet Talksendungen.
Wirkliche Macht werden die aber niemals bekommen.
Ich persönlich bin militanter anti-Sozialist. Für mich ist das keine menschliche Idee, die schlecht umgesetzt wurde. Für mich ist das ähnlich gefährlich wie Faschismus. Ganz einfach.

--- Zitat von: Gandhi am 24.10.08 - 16:11:04 ---Es geht auch nicht darum mit der Linken zu diskutieren, sondern ihr argumentativ den Boden zu entziehen - was gar nicht so schwer sein kann.

--- Ende Zitat ---
Leuten argumentativ den Boden entziehen, deren Abgeordnete im Europa-Parlament Eingaben machen, dass Hugo Chávez eigentlich ein netter Kerl ist?
Die sind doch schon argumentativ bodenlos. Da kann man nix mehr entziehen.  :-[


--- Zitat von: Gandhi am 24.10.08 - 16:11:04 ---So souverän eine Regierung eben in dieser Situation gegen die gesamte Finanzfront argumentieren kann.

--- Ende Zitat ---
Genau das erwarte ich von einer demokrativ gewählten Regierung. Es gab auch in der Finanzwelt Stimmen, die vor den Risiken warnten: Buffet und Soros. Auch unter den Volkswirten und zwar insbesondere nach der Asien-Krise.

--- Zitat von: Gandhi am 24.10.08 - 16:11:04 ---Ein regulierterer Finanzmarkt kann noch meilenweit von einem extrem regulierten entfernt sein.

--- Ende Zitat ---
Ja sicher. Da sind wir einer Meinung.


--- Zitat von: Gandhi am 24.10.08 - 16:11:04 ---Die Duldung solcher Finanzoasen ist das, was mir für immer unerklärlich bleiben wird bzw. ich mir nur dadurch erklären kann, dass die politischen Entscheider dort selbst Gelder deponiert haben.
Ein weiteres Ding in dieser Richtung wäre aus meiner Sicht z.B. der ruinöse Steuerwettbewerb selbst innerhalb der EU.

--- Ende Zitat ---
Steinbrück hat begriffen, dass jetzt der Zeitpunkt zum Losschlagen ist. Nach einer libertären Haltung sind solche Sachen sehr gut, weil alles was den Staat schwächt, gut ist. Vertritt man die Gegenmeinung, wird man z.B. auf Antibuerokratieteam als "Schäubler on crack" diffamiert.
Weiss aber nicht wie runinös dieser Steuerwettbewerb wirklich ist. Viele europäische Staaten konnten ja in den letzten Jahren ihre Verschuldung eher senken.

--- Zitat von: Gandhi am 24.10.08 - 16:11:04 ---Meine Wahrnehmung verallgemeinert das aber von ganz alleine. Ich rede hier selbstverständlich nicht von den Individuen sondern von Tendenzen von Ländern.
Und ich bin der festen Überzeugung, dass in den USA  - zumindest bisher - die Preferenz eher Handeln als Prüfen ist. Und in der Tat: Bislang sind die damit sehr gut gefahren. Was aber nicht heißt, dass das für alle Zeiten so bleiben muss.

--- Ende Zitat ---
Die USA hat natürlich ein paar dunkle Seiten. Ein paar dunkle Seiten mit tiefen Wurzeln. Ich betrachte das ja alles aus einer panamerikanischeren Perspektive als die meisten meiner deutschen Landsleute. Die Außenpolitik der USA hatte immer problematischere Seiten. Natürlich auch gute Seiten. Wie etwa die Verteidigung Westeuropas vor Faschismus & Kommunismus. Unsere europäische Politik der Eingliederung Süd- und Osteuropas ist etwa um Längen besser und effektiver als die US Lateinamerika-Politik. Auf der anderen Seite ist es aber kein Zufall, dass die USA per Immigration ein bischen lateinamerikanisiert. Im Inneren gibts da eben sehr viele gesunde Momente.
Im übrigen ists das erste amerikanische Land - ausser einiger Karibikinseln, in denen es fast nur Schwarze gibt, - das einen mulatischen Präsidenten wählen wird, der kein Militär ist. ONLY IN AMERICA.

--- Zitat von: Gandhi am 24.10.08 - 16:11:04 ---Ich bin der Meinung, dass Märkte überhaupt nicht reguliert werden müssten, wenn sich alle Akteure entsprechend hilfreich verhalten.

--- Ende Zitat ---
... da man sich da nie sicher ist, sind auf vielen Märkten Regulierungsrahmen eben nicht von Hause aus schlecht. Natürlich in der richtigen Dosierung und Art.


--- Zitat von: Gandhi am 24.10.08 - 16:11:04 ---Ich bin aber dafür, dass der Staat verbindliche und brauchbare Regeln entwirft und diese auch konsequent überwacht.
Da die Gier mancher Menschen keine Grenzen kennt muss die dann eine Gemeinschaft setzen.

--- Ende Zitat ---
Genau so seh ich das auch.

--- Zitat von: Gandhi am 24.10.08 - 16:11:04 ---Das war bis zum Crash der amerikanischen Finanzwirtschaft schwer bis gar nicht durchzusetzen, sollte nun aber geschehen.

--- Ende Zitat ---
Wieso war das schwer durchzusetzen? Mit der brasilianianischen, chilenischen, südkoreanischen, japanischen und und und Bankengesetzgebung wär das nicht passiert. Ich find schon, dass es durchsetzbar gewesen wäre. Es sind Fehler gemacht worden... Sowas sollte sich nicht wiederholen. Nach den 30ern hatten wir im Westen kaum Bankencrashs. Zwischen 1800 und 1930 viele solcher Phasen.

flaite:

--- Zitat von: koehlerbv am 23.10.08 - 23:42:34 ---
--- Zitat von: Pitiyankee am 23.10.08 - 23:34:48 ---... populistischen Gelüsten ...
--- Ende Zitat ---

Also doch "Wahlschafe"? Machst Du es Dir letztendlich nicht doch zu einfach?


--- Ende Zitat ---
Nein. Eben genau nicht. Es ist für einen Wähler rational, sich nicht in die technischen Details einzuarbeiten und den Experten zu vertrauen. Lange Zeit ist das in der Bundesrepublik relativ gut gelaufen.
Da sind jetzt ein paar temporäre Fehler passiert.
Aber mit Schafen hat das gar nichts zu tun.
Viel schlimmer sind Leute, die sich a) nicht informieren sich aber b) für wer weiss wie aufgeklärt und "kritisch" halten.

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