Domino 9 und frühere Versionen > ND8: Administration & Userprobleme
Notes 8.02 beta 2 ist Klasse!
koehlerbv:
Hallo Axel,
danke für diese Zahlen. Die Frage ist aber hinter jeder gemesseen Zahl: Wieviel Funktionalität steht ab diesem Zeitpunkt schon zur Verfügung?
Das impliziert natürlich auch immer: Was kann asap bei Bedarf nachgeladen werden - und wie wird das gehandhabt? Da gibt es schon wieder grosse Unterschiede.
Am Fakt, dass Java-Code interpretativ abgefackelt wird, ist natürlich gerade dann eine Performance-Bremse, wenn das ganze Konstrukt darauf beruht. Da geht kein Weg daran vorbei. Wir sehen das ja auch an LotusScript (selbes Procedere). Geschicktes Coding kann da viel bewirken, kommt aber an nativen Code um Grössenordnungen nicht heran (was für jeden nur tokenisierten und dann zu interpretierenden Code gilt).
Ich sehe diese Unterschiede auch immer wieder bei Programmen, die auf Java basieren (sei es im Frontend, sei es auf dem (Web-)Server.
Schau Dir den Unterschied zwischen map24 und viamichelin an. map24 ist deswegen für mich "out of duty". Keine Ahnung, was im Hintergrund da werkelt, aber map24 bringt die bei mir installierte JVM zum laufen ... Ungeschickt offensichtlich.
Was andere Programme (abseits der Basis Java angeht):
Ja, da hst Du ebenso Recht. Firefox nervt mittlerweile mit den Startzeiten (sonst ist er ja wirklich erheblich flotter als der IE). Da ich immer nach dem Motto verfahre: "Der Entwickler muss den miesesten PC haben - das erhöht seinen Leidensdruck und verbessert die Programme!", merke ich den Unterschied von FF 1.x zu FF 2.x schon sehr deutlich. FF 3 scheint schneller geladen zu werden. Ich sollte das mal ausstoppen.
iTunes kann ich nicht beurteilen.
Super: Das Programm wird wirklich immer besser, aber über die Ladezeiten kann ich eigentlich nicht klagen. Die müssen aber auch den Spagat gehen zwischen "Codec-Infos laden" oder "Umwandlungsangebote machen und dann mal schauen, was geht".
Bernhard
flaite:
Bernhard,
nimms nicht persönlich aber ich empfinde solche Debatten inzwischen als gegenstandslos.
Die meisten der genannten Anwendungen sind zum Zeitpunkt, zu dem sie geladen sind, voll funktionsfähig. Ausnahmen bilden Eclipse und Glassfish, die eine plug-in Architektur besitzen.
Diese Debatte ist soooo 2001.
Ich war letztens am Rande aber immerhin an einer Tomcat Anwendung beteiligt, die Marketing Forecasts für eine große deutsche Handelskette erstellt. Da müssen Operationen in einer Geschwindigkeit ablaufen, das würde Notes nicht auf der Hardware von 2030 schaffen.
Das mit dem interpretierten Code stimmt seit ca 2000 nicht mehr. Der meiste Java Code wird mit JIT Compilern automatisch in kompilierten C code der jeweiligen Plattform umgewandelt. Es ist sehr schwierig C-code zu schreiben, der genauso effizient ist wie dieser VM-generierte Code.
Performance Benchmarks haben in den letzten Jahren gezeigt, dass Java in sehr vielen Bereichen genauso performant ist wie gut geschriebener C-code. Viel C-code ist nicht gut geschrieben. Oder warum meinst du sonst, dass die Nachfrage nach C-Programmierern im Enterprise-Bereich seit 2000 relativ dramatisch abgenommen hat? Und so viele Unternehmen inzwischen Java für sehr performance-kritisches Zeug einsetzen?
Wenn du magst, kannst du dir ein paar Sachen hinter diesem google query lesen: http://search.yahoo.com/search?p=urban+myth+java+is+slow&ei=utf-8&fr=b1ie7
Ich rede hier nicht über Applets. Aber das tue ich seit ca 2000 nicht.
Der meiste Java Code ist heute serverseitiges Zeugs. Aber auch Swing und Eclipse RCP sind performant. Es gibt sicher mehr Swing/Eclipse RCP Projekte als Notes-Projekte.
koehlerbv:
Axel, natürlichh nehme ich das nicht persönlich, und ich bin überzeugt, dass Du im Wesentlichen auch absolut Recht hast. Und glaube mir: Ich bin kein "Java-Hasser" und vor allem kein "Notes-über-alles"-Verfechtes. Alles, da wo es hinpasst.
Meine Anmerkung ist nur: Wenn Code plattform-unabhängig (also nix mit Precompilation etc.) an Clients ausgeliefert werden soll, dann schlafen dem Programm in der Regel die Füsse ein.
Die Frage ist nun: Wie bekommt man einen Notes Rich-Client und Companions wie Symphony (Open Office) dazu, dass man nicht nach dem Betätigen des Startknopfs erstmal gemächlich einen Kaffee aufsetzen kann? Auf der anderen Seite gibt es ja mit Ext.ND, JSON oder DOJO sehr erfreuliche Technologien, die wiederum die serverseitigen Verbesserungen (bei Domino) endlich nutzen können. Das ist nun aber wieder die Verbannung von Java auf den Server.
Vielleicht habe ich aber auch viel zu lange die Sache missverstanden.
Bernhard
flaite:
Eclipse RCP und Swing sind recht verbreitet und nein, da schlafen die Füße nicht ein, wenn sie nicht "prä-kompiliert sind".
Vor allem wenn man bedenkt, dass MS.NET auf einer VM beruht, die der von Java nicht wirklich unähnlich ist.
Wie viele Client Anwendungen werden heute noch in nativen C geschrieben?
Symphonie/Open Office ist übrigens in C geschrieben. Das hab ich oben in der Liste der langsam startenden nicht-Java Programme vergessen.
JSON hat mit Programmiersprachen überhaupt nichts zu tun. Es ist einfach ein Dateiformat, das in verschiedenen Sprachen genutzt werden kann, u.a. auch aus LotusScript (http://www.openntf.org/Projects/pmt.nsf/ProjectLookup/JSON%20LotusScript%20Classes).
Dojo und Ext.ND sind Javascript-Frameworks. Java hat mit JavaScript überhaupt nichts zu tun. Javascript ist eine funktionale Skriptsprache, die u.a. in Browsern implementiert ist. Java ist eine Objektorientierte Programmiersprache. XPages beruht auf Java (genauer Java Server Faces).
wfh:
Nach der Info von Rene auch von mir noch ein paar Zahlen von mir:
System:
Win XP Prof. SP 2; 2 GB RAM; ein Prozessor
Notes-Client:
150 MB große Desktop.ndk, lokale Replikation alle 30 Minuten (insgesamt ca. 6 Datenbanken inkl. Mail-DB - rd. 15 GB Datenvolumen, ca. 50 bis 100 Änderungen alle 30 Minuten), Sametimeanmeldung automatisch (mit rund 300 Leuten in Gruppen aus LDAP-Directory), RSS-Reader ließt 10 Feeds alle 30 Minuten ein (ca. 20 neue Dokumente je Scan).
Installiert nur Client, keine Designer- oder Admin Client
Kaltstart:
Bei 5 Testläufen im Schnitt 30 Sekunden (nach 5 Sekunden kam Anmeldemaske).
Warmstart:
Schnell!!
Speicherbedarf:
Kleine Grafik angehängt: Braucht bei all dem Dargestellten um die 250 MB. Rene hatte also Recht mit seiner Einschätzung, wobei dies aber immernoch deutlich weniger ist als unter 8.01 (da hatte ich beim gleichen Test um die 400 MB). Wenn das final Release noch ein paar MB weniger braucht...
Wolfgang
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