Domino 9 und frühere Versionen > ND8: Administration & Userprobleme
Notes 8.02 beta 2 ist Klasse!
Ralf_M_Petter:
Axel, Bernhard ihr habt beide Recht.
Java ist sehr schnell und startet mittlerweile auch schnell. Trotzdem sind viele Javaprogramme schnarchlangsam, vor allem beim Start. Das liegt einfach daran, dass Javaprogrammierer dazu neigen die Objektorientierung und die Abstrahierung zu übertreiben. Wenn man sich typische Javaprorgramme ansieht, dann strotzen die nur so von Frameworks die wieder auf Frameworks basieren. Alles besteht aus plugins, die über xml konfiguriert werden. Was natürlich alls beim Starten mal abgearbeitet werden muß. Das hat natürlich riesige Vorteile in der Programierung und erklärt das unvorstellbare Tempo in der die IBM jetzt neue Funktionen in den Client Releases rausbringt. Man sollte halt nur immer ein wenig abwägen ob die Performance tragbar ist. Für mich ist sie bei Notes 8.0.1 auf jeden Fall zu schlecht, aber schauen wir mal was 8.0.2 bringt.
Grüße
Ralf
flaite:
Ralf, das seh ich aber auch ein bischen anders.
Praktisch alle größeren Anwendungen, an denen ich in den letzten 2 Jahren beteiligt war, basierten auf xml oder Annotation-konfigurierten Frameworks. Ich steh damit wirklich nicht alleine da. Die Markt-Penetration von z.B. Spring ist schon ziemlich dramatisch und zwar gerade in Anwendungen, die höchsten Performance-Anforderungen zu genügen haben.
Die Probleme liegen imho eher darin:
- viele Java Programmierer sind ein bischen überoptimistisch bzgl. ihrer eigenen Fähigkeiten bestimmte Teile der Sprache oder der Frameworks zu nutzen (beliebt: eigenes Multithreading Framework)
- Java Enterprise Anwendungen neigen dazu, eine große Menge an Frameworks sowie verschiedener Middleware und Servern zu benutzen. Oracle/DB2, Websphere MQ, Active MQ, SOA Zeugs, etc. Da kommt es leicht zu Selbstüberschätzungen dieses Zeugs ausreichend zu beherrschen.
Mit den Frameworks und Objekt-Orientierung hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Meine Java-Projekte nutzen das alles sehr ausgiebig.
Natürlich erfordert das oft eine zusätzliche Startladezeit, aber bei serverseitigen Anwendungen ist das auch nicht so schlimm, weil ein Server ja nicht so oft gestartet werden soll. Selbst bei echt komplexen Anwendungen, an denen mehrere Mannjahre programmiert wurde, bewegen wir uns da aber im dreistelligen Milisekunden-Bereich.
Ralf_M_Petter:
Hallo Axel!
Irgenwie verstehe ich jetzt nicht, wo genau du einen Unterschied zwischem meinem und deinem Posting siehst. Ich habe ja gesagt, dass praktisch alle Javaprojekte diese Frameworks verwenden und dass sie auch sehr gut sind nur halt nicht Performanceideal.
Grüße
Ralf
flaite:
Doch sind sie. Vor allem, wenn du mal komplexe Projekte erlebt hast, in denen das Management entschieden hat, das für ihre äußerst komplexen Anforderungen diese Frameworks nicht ausgereift genug sind. Das ist dann der wahre Performance-Irrsinn, weil Java dir einfach so viele Möglichkeiten gibt.
Das wahre Performance-Problem sind sich selbst überschätzende Programmierer.
koehlerbv:
Lieber Axel, sei Dir bitte sicher, dass ich wirklich weiss, dass Java und JavaScript soviel miteinander zu tun haben wie ein Maikäfer mit einem CD-Rohling (or whatever). Ich weiss auch, was / wozu JSON, DOJO und ect.ND ist. Ich hatte Dir vielmehr zugestimmt, was die Trennung Server / Client angeht (und das aus der Sicht der aktuellen Entwicklungen im Bereich IBM Lotus Domino, was ja hier Kern der Sache ist.
Ich denke, wir sind uns einig: Java ist das, was man daraus macht. Offensichtlich hat aber ein gewisser Hype dazu geführt, dass viele Leute mit Java etwas machen, was den Kaffeekonsum mächtig steigert. Das ist *keine* Kritik an Java prinzipiell.
Bernhard
PS: Sehen wir uns Ende September in Hamburg beim AtNotes-Treffen, Axel?
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