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CLI's regt euch auf!
Manfred Dillmann:
Hallo Ulrich-Thomas,
ich rege mich da nicht mehr auf. 8)
>>Das Produkt wird immer umfangreicher, aber die Schulungen dazu werden immer weniger. Mal abgesehen von den Unterlagen, wer Sie kennt kann es bestätigen, nicht so sind wie Sie sein sollten.<<
Diese Situation zeichnete sich ja schon mit Version 5.x ab. Im Produkt immer mehr Features und Möglichkeiten und die Schulungen wurden immer kürzer und kürzer. Ich hatte in einigen Kursen echte Probleme, den in den Unterlagen vorgestellten Stoff vollständig zu behandeln. Die Teilnehmerzufriedenheit hielt sich (...zu viel Stoff in zu kurzer Zeit, alles aber nix richtig) daher auch in Grenzen.
Ich habe auch keine Idee, warum das jetzt noch stärker reduziert werden soll. Kommt mir etwas wie ein "langsames Sterben lassen" vor.
Seit etwas über einem Jahr führe ich fast ausschließlich Inhouse-Trainings bei Kunden durch - also keine offiziellen Lotus-Trainings mehr. Da wird zusammen mit den Schulungsverantwortlichen vorher genau festgelegt, welche Inhalte geschult werden sollen. Somit lernen die Teilnehmer vornehmlich das, was sie auch in der Praxis in ihrer Unternehmung brauchen. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht - die Kunden sind sehr zufrieden.
Daher rege ich mich nicht mehr auf.
Gruß
Manfred
Gandhi:
Ohne dass ich Trainer wäre sehe ich das so: Es ist auch eine Chance:
Die bisher von IBM angebotenen Kurse waren eher für Einsteiger (Ausnahme: Update Kurse) und für fortgeschrittene Entwickler gab es wenig bis gar nichts.
Ich sehe jetzt das Wegbrechen solcher Vorgaben auch als Chance für die Trainer ihren Markt zu überdenken.
Ich vermisse zum Beispiel Workshops und Kurse in der Länge ungefähr eines Tages (mehr Zeit habe ich i.d.R. nicht), in denen spezielle Themen - z.B. DXL, Webservices, Anbindung and DB2/SAP/Anything behandelt werden.
Was mich zur Zeit an Kursen stört (weshalb ich dann doch meist Bücher vorziehe): Der Kurs kostet 3 Tage Zeit und 3 Tage Geld - ist meist aber nicht auf mein Bedürfnis zurechtgeschnitten - und somit zu teuer - in Euro - und was noch schlimmer ist - in Stunden.
Meine Hoffnung ist, dass sich die Kurse diversifizieren - was aus meiner egoistischen Sicht Vorteile bringt. Euer Vorteil wäre, Leute wie mich nach langer Abstinenz wieder in Lotus-Kursen zu sehen.
Ich sehe es auch so, dass pauschale Entwicklungskurse nur bedingt sinnvoll sind: Sinnvoll, wo die Grundlagen der Entwicklung besprochen werden - sinnlos dort, wo jedem eine DB2 Anbindung, Webentwicklung etc. übergebraten werden, die aber längst nicht jeder in der praktischen Arbeit benötigt.
Ich verstehe Deine Aufregung sehr gut - es sieht zunächst so aus, als das IBM an Euren Einkünften nagt. Dabei sollte man nicht vergessen, dass um jemandem das Entwickeln unter Notes beizubringen dennoch weiterhin die gleiche Zeit notwendig ist - also zusätzliche Kurse benötigt werden, da die Unternehmen ja keine Leute haben wollen, die einen Lotus Kurs besucht haben, sondern solche, die unter Lotus Notes entwickeln können.
Summa summarum finde ich es gut, dass Du Dir um die Qualität der IBM Kurse Sorgen machst - hoffentlich mit dem Resultat, dass am Ende marktgerechte Kurse zur Verfügung stehen, was aus meiner heutigen Sicht ein klarer Vorteil wäre.
Lossa:
Hi Gandhi,
genau das ist meine Intention.
Es wird gross erzählt, das die Kurse modularisiert werden sollen, um genau das zu erreichen, was du und Manfred sagen. Kurse (Firmenkurse) können somit individuell zusammengestellt werden.
Diese Workshops von denen du sprichst, biete ich als Trainer meinen Kunden an. Das ist nicht Aufgabe des Herstellers, der sollte verständliche, effektive Gesamtschulungen bringen. Eben für die die neu hinzukommen, für die die Updaten.
Für alle anderen sieht es anders aus. So habe ich schon mehrfach einen XML Kurs in Domino abgehalten, in dem es in 2 Tagen nur um XML im Allgemeinen und XML in Domino im speziellen geht.
Nur wenn vom Hersteller modulare Kurse angeboten werden, dann muss aber auch eine sinnvolle Menge an Kurse da sein, aus denen ich mich bedienen kann. So sieht es aber nicht aus. Aus wenig Kursen lässt sich nur noch weniger machen.
@Manfred:
Ich rege mich deshalb auf, und tue dies auch weiterhin, da ich es nicht verstehe, das von denen immer anderes geredet als gehandelt wird (ich möchte jetzt hier keine Diskussion über die Amis im allgemeinen lostreten und hier haben). Aber ich habe den schon auf der Lotusphere 2005 klar gemacht, das ich mich nicht veräppeln lasse und werde den gehörig auf die Hühneraugen treten.
Und je mehr mitmachen, ob schon selber resigniert oder noch aktiv ist mir egal, dann tut es denen Weh und die wissen, das die USA keine Insel ist und das auch wir in EMEA schon Strom haben.
Nur gemeinsam sind wir stark. Daher also nocheinmal mein Aufruf, wer ein richtiges Curriculum haben will. Der soll mir seine Wünsche, Anregungen und Meinung mitteilen.
Danke.
MartinG:
Das man mit Schulungen und Zertifikaten richtig Geld verdienen kann, hat Lotus aber in meinen Augen noch nie verstanden. Microsoft macht das über Jahre hinweg schon vor und verdient sich da eine absolut goldene Nase.
Die MS-Kurse sind allerdings auch grösstenteils ziemlich schrottig und häufig auch ziemlich praxisfremd...
flaite:
Aus meiner wenigen Erfahrung in diesem Bereich kann ich sagen, dass das Erstellen von Schulungsunterlagen eine Menge Arbeit ist.
Deshalb bietet sich die (komplexe) Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Konkurrenten äh Mitbewerbern an.
Spielraum für Verbesserung ist sicher da, jedoch ist es - wie ich aus eigener Erfahrung weiss - wesentlich einfacher Lotus Schulungsunterlagen zu kritisieren als selbst bessere zu erstellen. Hab mal Schulungen zu Websphere4 und Webentwicklung erstellt und gehalten.
Im Entwicklungsbereich würde ich aus meiner subjektiven Sicht ein bischen mehr Fokus auf die Maintainability legen. Gerade hieran kranken aus meiner Sicht gerade viele langlebigere und wichtigere Notes-Anwendung mit hohem Sichtbarkeitsfaktor. Verschafft mir natürlich auch genug Arbeit. Aber gerade da sehe ich viel Fehlerpotential von Seiten der Entwickler.
Um mal einen möglicherweise unbeliebten Vergleich zu ziehen: Die spektakulärsten Erfolge von Java Open Source (spring, hibernate und JBoss) sind zu einem deutlichen Teil dadurch zu erklären, dass fokussiert definierte Schwächen der vorhandenen Plattformen ausgefüllt, gelindert wurden. Vielleicht liegt hier die Chance. Auch in der Vermarktung. Braucht man allerdings einen Budgetbewilligungsprozess auf Kundenseite, der für technologische Faktoren sensibilisiert ist.
--- Zitat von: Lossa am 08.08.05 - 10:02:52 ---(ich möchte jetzt hier keine Diskussion über die Amis im allgemeinen lostreten und hier haben).
--- Ende Zitat ---
Warum spitzt du es dann zu einem Europäisch-Amerikanischen Konflikt zu? Wollte ich jetzt als bekennender foxnews Konsument kurz hinweisen. Will es aber nicht weiter diskutieren.
Viel Glück
Axel
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