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Qualitätsmanagemement?
Marinero Atlántico:
--- Zitat von: Gandhi am 22.06.05 - 16:48:24 ---QM verlangt weiterhin nach einer ganzen Menge von Voraussetzungen - zum Beispiel, dass Geschäftsprozesse definiert wurden und nicht ad hoc beschlossen wurden. Hier beißt sich die Theorie aber bereits mit weiten Teilen der Unternehmen, die hier höchstens schlampige Ansätze verfolgen.
--- Ende Zitat ---
Der Artikel benutzt den Begriff Agile QM. Die Vorsilbe Agile steht immer für: Auf eine Menge von Voraussetzungen verzichten und den Prozess vereinfachen.
--- Zitat von: Gandhi am 22.06.05 - 16:48:24 ---Ist eine hohe Qualität überhaupt (überall) notwendig und erzeugt sie bei einigen Projekten nicht auch einfach teuren Overhead. Am Ende entscheidet ja nicht die Qualität sondern die Kosten-Nutzen Frage
--- Ende Zitat ---
Der Break-Even Point kommt imho schneller als viele denken.
--- Zitat von: Gandhi am 22.06.05 - 16:48:24 ---DAS QM Sinn macht sieht man bei den Unternehmen, die das konsequent machen (z.B./v.a. Toyota)
--- Ende Zitat ---
Software-Entwicklung ist vielleicht ein bischen anders als Autobau. Deshalb benötigt man u.U. eine leicht andere Form des QM.
--- Zitat von: Gandhi am 22.06.05 - 16:48:24 ---Darüberhinaus habe ich von den (mir bekannten) Java-Projekten den Eindruck, dass diese sich (durch UML, JUnit, Extreme-Programming aber auch Testtools wie QA-Run/Quicksilver,...) viel mehr um Qualität kümmern können, als mir das hier (formal) mit Notes Mitteln möglich scheint.
--- Ende Zitat ---
ja. Es funktioniert und man kann es je nach Projektgröße unterschiedlich weit treiben.
--- Zitat von: Gandhi am 22.06.05 - 16:48:24 ---Gerade im Bereich Notes habe ich nicht den Eindruck, dass hiermit eine Plattform für qualitativ besonders hochwertige Entwicklungen zur Verfügung gestellt werden sollte sondern eher eine, mit der man schnell kleine und billige Lösungen erstellen kann.
--- Ende Zitat ---
Man kann mit Notes auch höherwertigere Sachen erstellen. Die Betriebs-Kosten der ich-hau-hier-mal-eben-was-zusammen Lösungen werden imho unterschätzt.
maxg:
--- Zitat von: Gandhi am 22.06.05 - 16:48:24 ---Schließlich bleibt auch noch die Frage: Ist eine hohe Qualität überhaupt (überall) notwendig und erzeugt sie bei einigen Projekten nicht auch einfach teuren Overhead
--- Ende Zitat ---
Ich sehe hier sogar das eigentliche Problem. QM bedeutet ja nicht auch automatisch höchste Qualität, sondern nur das definieren von Prozessen und das gleichbleiben der Qualität. Viele "Oberindianer" denken aber, dass sie alleine durch das einführen von QM automatísch auch bessere Produkte anbieten können.
Ich stehe dem Ganzen etwas kritisch gegenüber und halte viele Sachen für "Consulting-quatsch" wünsche mir aber manchmal auch mehr definierte Schnittstellen, weil dadurch auch vieles einfacher werden kann. Der Boom für QM it aber IMHO vorbei, zumindest wird nicht mehr so intensiv damit geworben, dass man ISO 9xxx zertifiziert ist und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass viele Firmen aus Kostengründen mitlerweile auf Rezertifizierungen verzichten.
Max
TMC:
@Max:
Und dann gibt es da noch manche Branchen, wo es ganz einfach gefordert ist, sonst kann man seinen Laden zusperren.
Ein Bekannter arbeitet bei einem Automobilzulieferer (kleinere Fa. mit ich glaub ca. 50 Angestellten). Die brauchen die ISO9001-Zertifizierung, und zusätzlich noch weitere Zertifizierungen (es gibt da wohl noch spezielle Forderungen für den Automotive-Bereich).
Matthias
Semeaphoros:
Die ganze Sache ist aber insgesamt mehr kontraproduktiv: Gerade der Zerti-Zwang schliesst kleine, innovative Firmen vom Markt aus. Eine Hartz-EinMann-AG ist schlichtweg nicht fähig, irgendwelche QM-Zertifizierungen abzulegen, weil für manche Prozesse einfach eine zweite Person erforderlich ist. Da ist nicht berücksichtigt, dass die EinMannFirma öfter mal die deutlich bessere Qualität durch Selbstkontrolle hinbingt, als der 50NasenSchwere mittelständische Betrieb, der seine Zerti nur aus Zwang und nicht aus innerer Ueberzeugung abgelegt hat. Insgesamt ist da mehr Fragwürdigkeit dahinter als Nutzen.
Ich seh das aus historischer Sicht eigentlich ganz einfach, und doch finde ich kaum Leute, die diese Ueberlegung mal gemacht haben.
Frage: Seit wann wird über QM geredet/diskutiert?
Antwort: Seit die Qualitätssicherung nicht mehr für jeden im Arbeitsprozess selbstverständlich gewesen ist.
Früher hat der Mitarbeiter in der Spedi ein schlecht verpacktes Gut zum Versenden gar nicht angenommen und es entweder an den Versender zurückgegeben mit der Bemerkung, das kommt beim Kunden nicht heil an, oder hat es einfach gleich selber neu verpackt. Heute wird so etwas ohne Rücksicht auf Verluste einfach gemäss Auftrag transportiert, egal in welchem Zustand es beim Kunden ankommt: Es steht ja schliesslich nicht im Pflichtenheft des Speditionsmenschen, dass der die Güter auf Transportfähigkeit überprüfen soll ......
Ich denke mal, viele Leute sollten wieder vermehrt über ihren eigenen Sinn innerhalb der Produktionskette nachdenken ...... dann ist QM kein Thema mehr.
Marinero Atlántico:
Ich find man sollte das Kind nicht mit Bade ausschütten, nur weil ISO900x nicht funktioniert heisst das nicht, dass QM insgesamt Mist ist.
Die Leute sind, so wie sie sind.
Ich finde das manchmal auch bemerkenswert. Heute zum Beispiel. ::)
Aber lassen wir das. Irgendwie mache ich auch Fehler.
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