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Abbilden einer Konzernstruktur - Strategische Empfehlung zur Vorgehensweise
dabjoern:
Hallo liebe Mitglieder,
ich möchte Unternehmensdokumente anlegen und sie in einer Konzernstruktur abbilden. In einem Feld eines entsprechenden Unternehmensdokuments stände dann (falls ausgefüllt) folgendes "Mutter / Tochter / Enkel / Urenkel".
Dazu will ich im Unternehmensformular ein Feld mit dem Name des Unternehmens angeben und ein Feld mit dem Name der Mutterunternehmung. Das Tochter-Mutter Verhältnis lässt sich ja noch leicht abbilden. Mir fehlt aber gerade eine saubere Idee, wie ich die Enkel/ Urenkel etc. Beziehung hinbekommen kann.
Beispiel:
1. Ich lege Unternehmen 1 mit dem Namen U1 an. U1 hat keine Mutter, dieses Feld bleibt also leer. Der Konzernname wäre also: "U1"
2. Ich lege Unternehmen 2 mit dem Namen U2 an. U2 ist Tocher von U1. Der Konzernname wäre also: "U1 / U2".
3. Ich lege Unternehmen 3 mit dem Namen U3 an. U3 ist Tocher von U2/ Enkel von U1. Der Konzernname wäre also "U1 / U2 / U3".
In jedem Unternehmensdokument soll es also ein computed field geben, was dann bspw. den String "U1 / U2 / U3" anzeigt. Das Feld soll dann auch in einem View verwendet werden.
Danke für je den Hinweis und jede Hilfe. Wie man merkt, bin ich noch blutiger Anfänger und erstelle das ganze für eine Seminararbeit im Laufe meines Studiums.
Gruß
dabjoern
Marinero Atlántico:
--- Zitat von: dabjoern am 04.06.05 - 17:06:04 ---Wie man merkt, bin ich noch blutiger Anfänger und erstelle das ganze für eine Seminararbeit im Laufe meines Studiums.
--- Ende Zitat ---
Ich sag später noch was zu den anderen Sachen.
Aber bzgl. diesem ganzen noob, ich-bin-Anfänger, I am just trying, etc. hat Ted Neward etwas bemerkenswertes geschrieben:
http://www.neward.net/ted/weblog/index.jsp?date=20050414
(der 2. Eintrag: "Is, or is not. There is no should." )
Ich hab zu oft erlebt wie schlechte Systeme ein negatives Eigenleben mit starker Ausstrahlung in einer Organisation entwickelt hat.
Aus diesem Grunde find ich auch das heutzutage so beliebte "Das System soll das und das abbilden" irreführend.
Das System "ist". Es ist das Interface, über das Business Prozesse gesteuert werden. Es ist nix passives, was lediglich etwas "abbildet".
Sowieso: Das, was es angeblich "abbildet", ändert sich sowieso ständig (Business Requirements). Ein Abbild ist etwas einmal gemachtes und statisches. Eine der wichtigsten Anforderungen an heutige Systeme ist aber gerade die Anpassung an sich verändernde Realitäten.
Morgen dann ein paar Sachen aus meiner Sicht, die u.U. auch verwertbar sind.
Gruß Axel
koehlerbv:
Meinst Du prinzipiell solch eine Darstellung ?
Bernhard
dabjoern:
@Axel
Der Beitrag von Ted stellt sicherlich eine interessante Sichtweise dar. Jedoch ist es allgemein weit verbreitet zu sagen, das System soll das und das erfüllen, das und das ausgeben, um nicht zu sagen das und das abbilden. Es stimmt, das "abbilden" zeitpunktsbezogen ist, aber sind in dem Moment nicht auch die Daten statisch und absolut zeitpunktbezogen? Meistens muss doch erst die Veränderung der Realität wieder im System erfasst werden.
Was ich mit meinem "I'm a fucking newbie" sagen wollte, war lediglich, dass ich die Notes Konstrukte noch nicht tiefgründig genug kenne, um eine leistungsfähige Lösung zu finden. Auch fehlt mir gerade ein netter Denkanstoß für mein Problem. Oder meinst du Axel, ich soll nicht in dieser Richtung denken. Also nicht denken, was es "können soll"? Klär mich auf ??? (ernst gemeint).
@koehlerbv
Die Abbildung geht sogar noch über meine Anforderungen hinaus. Ich hätte in der View absteigend alphabetisch sortiert und folgende Einträge (Unternehmensdokumente) hätte es, aufbauend auf meinem Beispiel, gegeben:
"U1"
"U1 / U2"
"U1 / U2 / U3"
"U1 / U2 / U3 / U4"
Also ohne Einrückung und immer Anzeige des übergeordneten Unternehmens getrennt durch einen Schrägstrich. Durch alphabetische Sortierung hätten die Einträge ja untereinander so gestanden. Aber deine Abbildung ist eventuell übersichtlicher.
Gruß und danke für Eure (weitere) Hilfe.
Björn
Marinero Atlántico:
Du kannst diese Darstellung bekommen, indem du in dem Feld, dass in der View angezeigt wird, zwischen den Elementen des Organisationsbaums einen Backslash schreibst (das wars doch oder ???). Also "U1\U2\U3". Notes macht die von Bernhard gepostete Anzeige in der View dann automatisch.
Vorsicht: In Formelsprache nicht in Skript ist der Backslash auch ein Escape Zeichen. In Formelsprache mußt du also "U1\\U2\\U3" schreiben.
- Gedanken solltest du dir imho auch um das Editieren der Struktur machen. Ein Unternehmen, dass heute unter U2 liegt wird vielleicht morgen unter U7 gehängt.
- Ausserdem sollte das UI sachbearbeiterfreundlich sein. Sachbearbeiter kommen möglicherweise nicht so gut damit klar, wenn sie phonky geek stuff wie solche Strings in Felder eintragen: U1\U2\U3. (mit Backslash).
Das Risiko inkonsistenter Daten ist schon allein dadurch gegeben, wenn einer U1\ U2\U3 in das Feld einträgt (beachte Leerzeichen).
Anfänger neigen gerade bei der Nichtbeachtung von Naturgesetzen wie "Alle Daten, die vom User eingegeben werden, müssen vom System möglichst vollständig validiert werden, bevor sie persistiert werden." zu Fehlern
Eine Struktur "Wert_a\Wert_b\Wert_c" ist nicht so einfach zu validieren. Sie muß extra geparsed werden. Nicht unmöglich aber vielleicht gibt es elegantere Wege.
Eventuell könntest du dir Gedanken darüber machen, dass dieser String mit den Backslashes nur zur Anzeige generiert wird und auf einem Datenmodell beruhen, in dem die einzelnen Werte z.B. als einzelne Elemente eines Arrays gespeichert sind.
[OFFTOPIC]:
--- Zitat von: dabjoern am 05.06.05 - 10:36:17 ---aber sind in dem Moment nicht auch die Daten statisch und absolut zeitpunktbezogen?
--- Ende Zitat ---
Boah Ey. Die Aussage Daten sind zeitpunktbezogen hört sich für meine Ohren echt krass an.
Warum speichern wir dann eigentlich Daten in Datenbanken, wenn sie absolut zeitpunktbezogen sind?
Warum lassen wir sie nicht einfach als Objekte im System und geben die Daten jeden Morgen neu ein, wenn wir den Rechner neu starten?
Daten sind Aktivwerte.
Zur Sammlung, Speicherung und Strukturierung der Daten wurde in das System investiert.
Daten werden gesammelt und strukturiert, damit sie in der Zukunft nutzen stiften.
Sammlung und Speicherung von Daten ist imho deshalb alles andere als zeitpunktbezogen, sondern eine Investition in die Zukunft.
Sie stiften Nutzen in t(1...n).
Schneller organisatorischer, strategischer und prozessmässiger Wandel ist aus meiner Realitätswahrnehmung zur Zeit keine Schlagwörter sondern Realität. Um Risiken, dass Daten und Syteme in Folge des Wandels wertlos werden vorzubeugen, ist es imho wichtig, dass sich Systeme mit geringen Aufwand an diese anpassen lassen. Datenstrukturen sollten auch so designed sein, dass sie ihren Wert behalten.
--- Zitat ---Meistens muss doch erst die Veränderung der Realität wieder im System erfasst werden.
--- Ende Zitat ---
Es gibt da von System zu System große Unterschiede, inwieweit sie an veränderte Realitäten adaptiert werden können.
Natürlich kann man nicht jeden Wandel voraussehen, aber das Potential der Möglichkeiten zur Minimierung von Kostenrisiken ist größer als oft genutzt.
[/OFFTOPIC]
Ich weiss, dass das Offtopic ist. Mir fällt das nur auf und ich bin gegen dieses Wort.
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