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Bob Balaban zurück bei Lotus
Marinero Atlántico:
... wobei es auch einfachere zu bedienende UIs gibt. Die Einführung des DAY bei Daimler hat z.B. kaum User-Einführungskosten verursacht, weil das UI ziemlich durchdacht ist.
Es ist aber ein absolutes Plus, dass vielbenutzte Notes-Anwendungen in Workplace weiter laufen.
Axel
Marinero Atlántico:
Noch ein paar Punkte (und ich möchte hiermit nicht provozieren):
1. Viele "Vergleiche", die in dieser Branche so beliebt sind, sind absolut populistische Nonsens-Aussagen.
Z.B. Vowe mit seiner Aussage auf Ed Brill, dass sich Notes zu Workplace verhält wie das Windows Fenster in OS/2. Viele haben vielleicht noch nie OS/2 gesehen und andere kennen die Fachwörter besser als ich. Er meint damit (in meinen nicht-korrekten Worten): In OS/2 gibt es eine Windows-Emulation, in der man MS-Windows-Programme starten kann. Das hatte aber viele Haken und Ösen. Ich war ein frühes Opfer, da man da z.B. 95% aller Windows-Spiele nicht laufen lassen konnte, wozu ich damals Lust hatte.
Das ist aber ein absolut unwissenschaftlicher Äpfel und Birnen-Vergleich, weil
a) die technischen Details völlig anders aussehen und
b) wir nicht wissen, wie gut Notes-Anwendungen in Workplace laufen werden und ich vermute das wird deutlich unproblematischer als damals dieses Windows-Fenster in OS/2.
2. Man kann diesen Versuch des Reinwachsens von Domino in einen J2EE basierten Technologie-Stack auch wesentlich positiver sehen. Diese positiven Aspekte vermisse ich bei so Aussagen wie von Vowe (Apple ist einfacher und damit besser) und auch teilweise hier. Wobei das jetzt auch nicht als Belehrung gemeint ist, sonder in echt.
Was war von Anfang an der Punkt der voll J2EE-Server von Sachen wie Tomcat positiv abhob und wo Websphere auch gegenüber Konkurrenten qualitativ sehr gut ist?
Der Manager für verteilte Transaktionen. Das Kernstück von EJB.
Wofür ist der gut?
Ich hab in einem Unternehmen in den Jahren ein paar zuverlässige, teure und auf die Bedürfnisse des Unternehmens gut abgestimmte Backend-Anwendungen angesammelt. Manche sind auf Host mit Cobol, DB2-Datenbanken, SAP uvam. Nun möchte ich in einer Anwendung diese Backendanwendungen als Ressourcen nutzen, dh. ich lese aus ihnen, ich schreibe in sie, usw.
Dafür ist dieser Manager für verteilte Transaktionen sehr sinnvoll:
Ich kann nämlich eine Transaktion programmieren, die ein update auf verschiedene Backend-Systeme durchführt. DAS KANN NOCH NICHT MAL DAS SPRINGFRAMEWORK.
Greift die Transaktion etwas auf Cobol-Programm A und auf SAP zu und Cobol-Programm A ist z.Zt nicht erreichbar, dann wird auch der Update gegen SAP-Daten nicht durchgeführt, weil der Transaktionsmanager merkt, dass die andere Anwendung nicht läuft. Und dies alles ohne eine Zeile Code zu schreiben. Die Integration verschiedener Backendsysteme wäre ohne diesen verteilten Transaktionsmanager wirklich kompliziert.
Der verteilte Transaktionsmanager muß sehr zuverlässig sein und es ist komplexe Software. Man kann das auch nicht so einfach selber programmieren. Das muß auch gegen Fälle gesichert sein, wo der Transaktionsmanager selbst ausfällt, nachdem eine verteilte Transaktion bereits begonnen hat. Und das ist nicht einfach code, den man an einem Nachmittag schreibt. IBM konnte bei diesen verteilten Transaktionsmanager auf Sachen zurückgreifen, die in den 60er Jahren begonnen wurden (CICS) und immer wichtig für IBM waren (u.a. in der Ära, wo viel in CORBA entwickelt wurde).
Es ist gut, dass es diesen verteilten Transaktionsmanager in Workplace gibt. Das öffnet Chancen für neue Anwendungen. Die Verdrängungswirkung von Websphere auf Notes ist auch nur teilweise. Notes wurde zwar v.a. 1999 bis 2001 auch in wirklich großen Projekten als Integrationsfrontend für SAP stärker genutzt als heute, aber Notes wurde nie für verteilte Transaktionen genutzt. Wobei verteilte Transaktionen natürlich ein logisches Erweiterungs-Feature sind. Grinsender Kunde: Können wir da nicht noch schnell diese gute alte Cobol-Anwendung ranpflanschen. Solche Leute wissen nix von der Komplexität verteilter Transaktionen.
Auf SAP Daten wird natürlich noch heute von neuen Notes-Anwendungen zugegriffen. In bestimmten Teilbereichen macht es Sinn.
Es ist aber auch nicht der Kernbereich für Notes Anwendungen.
Also was ich sagen will ist, dass dieser ganze Diskurs ein tieferes technisches Niveau benötigt.
Und v.a. ist J2EE nicht nur Bedrohung sondern oft sehr sinnvoll und so schwierig ist das alles nun wirklich auch nicht.
Marinero Atlántico:
auf Ed Brill:
AJ:
I hope that Mr. Oliver and Mr. Balaban will explain the positive aspects of this Workplace/Domino thing. The new opportunities. My personal perception of the discussions in our national notes forum around the Domino/Workplace thing is that it goes like "Mr Oliver and Mr. Balaban will strengthen the 'Domino'-position".
I think there should be no "Domino-position". Is a J2EE stack something one needs human shields in the form of Mr. Balaban and Mr. Oliver?
Heck and Hell. No!
To penetrate todays markets with a complex product there must be more *real* confidence among the basis about the positive aspects. I hope that Domino experts like Mr. Oliver and Mr. Balaban will use their outstanding skills in technical writing and their credibility in Notes community to explain the positive aspects of the new product from a technological-not-marketing standpoint.
Axel
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ANTWORT VOM VERY UNIQUE BOB BALABAN HIMSELF
@12 (Axel)
I obviously can't speak for Rocky, but, as a "collaboration software professional" I don't consider myself purely a "Domino" person. In fact, I've been coding, writing and speaking about integrating Domino with J2ee (and other platforms) for 6 or 7 years.
So, I don't necessarily agree that there's a "Domino position" here. There's software that supports collaborative activities among people, and there's software that, uh, is less effictive at that ;-)
The goal of everyone at IBM involved with this segment of the business (I assume, and again obviously I can't speak for IBM) is to make good software that does the job effectively.
Should it require 2 "Domino guys" to explain how this happens to everyone else? Certainly not. Am I willing to help? Sure! (within the confines of the job description IBM will be paying me to carry out).
I'm certainly looking forward to engaging with IBM customers on how to use *all* the collaborative software offerings effectively across their enterprises. I see *lots* of positive things coming out of the product groups, and I expect to see more of the same in the future.
koehlerbv:
Meine Sicht: Bob Balaban hat genau das geantwortet, was man in dieser speziellen Situation antworten sollte - und seinen eigenen Blick durchaus wohl durchaus nicht aus den Augen verloren.
Rocky oder Bob oder wer auch immer: Entscheiden wird der Markt. Und auf dem Markt laufen noch riesengrosse Organisationen unter R4, andere sehen keinen Grund, von R5 zu wechseln, wiederum andere haben sich mit Grauen gänzlich von Notes / Domino abgewandt, die nächsten gehen begeistert jede Neuerung mit, und dann gibt es welche, die feststellen, dass selbst pures Mailing (mit C&S) per Browser über Domino (oder auch anderen Systemen) zum Alptraum geraten kann. Und eben der Markt wird entscheiden. Und wir müssen immer schauen, wohin sich eben dieser Markt entwickelt, sonst erwischt es eben uns. Eigentlich ganz einfach, oder ?
Bernhard
heini_schwammerl:
Schade finde ich erstmal, das Bob seinen ursprünglichen Eintrag geändert hat. Die Passage, das sein derzeitiges Business in letzter Zeit nicht so toll lief hat er wieder entfernt. Dabei will ich nicht sagen, das es in diesem Bereich keine erfolgreichen Unternehmen gibt, aber die Tendenz nur die positiven Dinge zu erwähnen und alles andere auszublenden, erhöht nicht gerade mein Vertrauen in Aussagen der IBM.
Was das"Reinwachsen" betrifft. Ich sehe leider nur wenig Reinwachsen. Das bisherige Konzept erinnert mich mehr an eine Terminalserver Emulation (auch wenn es keine ist). Ich hätte mir gewünscht die IBM hätte ein paar Ihrer Prinzipien über Bord geworfen und hätte auch mal in der Kerntechnologie etwas Neues implementiert. Anstatt irgendwelche Blobs in DB/2 zu speichern hätte man auch den Mut haben können eine Alternativtechnologie zu Rich Text zu implementieren (insofern fordere ich auch nicht, das IBM das Midas Gemurkse implementiert auch wenn diese Software sicherlich ein Kunstwerk darstellt).
Statt einen Workplace Designer neu zu programmieren, der @Formelbefehle in Javascript nachbaut, hätte man auch den Domino Designer früher auf die Eclipse Plattform bringen können. Die verschiedenen Architekturen könnte man dann, in Komponenten zerlegt, als Plug-Ins realisieren (die Eclipse Plattform wäre für diese Vorgehensweise doch ideal geeignet).
Das derzeitige Konzept bringt Notes und Domino in der Tat in die Workplace Welt, nämlich als (meiner Meinung nach) ziemlich häßliches Legacy Entlein.
Und Axel, so ganz habe ich Deinen missionarischen Eifer ja noch nie verstanden. Man gewinnt ja fast den Eindruck J2EE kann ohne die paar Domino Entwickler nicht überleben.
Aber vielleicht solltest Du die Java Sektion wieder aufleben lassen. Ich halte das für sinnvoller als an jedes 2te Posting Schlagworte wie Hibernate und SpringFramework dranzuhängen.
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