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Damien Katz meint zu Workplace

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Semeaphoros:
Bernhard, auch ich schätze Damien sehr, nur, wenn er sich im Ton vergreift, und das tut er hier ziemlich, nützt das weder ihm noch uns und ist in meinen Augen sogar eher schädlich. Ueber den Inhalt hab ich dabei gar nichts gesagt. Ich masse mir darüber, was Damien hier sagt, kein Urteil an, denn der Einblick in die Interna ist mir verwehrt, Damien ist eine Meinung dazu und wir wissen nicht wirklich, was er von den von ihm angesprochenen Inernas wirklich weiss und wieviel Spekulation seinerseits ist. Ich bin auch der Meinung wie Axel, Damien könnte bei IBM einiges an Gewicht haben - nur, er müsste es dann in einem Ton rüberbringen, der der angesprochenen Seite erlaubt, darauf zu reagieren, ohne das Gesicht zu verlieren.

heini_schwammerl:
Das jemand, der bei IBM gefeuert wurde nicht unbedingt die beste Meinung haben muß ist nicht ungewöhnlich.
Zu Kubisoft sag ich nix aber das Firmen, die nichts verkaufen so lange am Markt existieren können funktioniert wohl nur im Land der Venture Kapitalisten.
Es gibt unzählige Produkte im IBM Portfolio die am Leben erhalten werden und es gibt Firmen, die IBM Produkte kaufen weil Sie IBM Produkte sind (es gab da vor 2 Jahren ein schönes Beispiel auf der Lotusphere mit einer Fake Success Story). In meinem Kundenumfeld benutzt auch niemand Tivoli und Rational Produkte und trotzdem verkauft sich das anscheinend glänzend (Na gut, ein Kunde setzt ClearCase ein).
Und zur Not reicht es wohl sogar, wenn nur alle IBM Global Services Kunden das Zeug kaufen. Und selbst wenn Workplace nicht der Brüller wird (ich habe gestern mein Workplace Passport Renewal Mail über 5,80 Euro bekommen, lol).
Es wird kein Domino Revival geben. Geht Workplace unter, geht Domino mit. Es gibt keine Exitstrategie nach dem Motto: "Dann setzen wir halt wieder auf Domino, Formel und Script".
Und um etwas zu Volker Weber zu sagen. Wie auch ich steht er Workplace wohl eher konservativ gegenüber (obwohl er auf seinem Blog lieber andere für seine Positionen zitiert). Leider hört man aber auch von Ihm recht wenig, wenn es um die Diskussion nach dem "richtigen" Weg geht. Außer "Am Mac und mit Open Source wird die Welt genesen" habe ich auch von Ihm noch nicht viel gehört (er hat aber auch nichts in dieser Hinsicht versprochen).

Marinero Atlántico:
Du hast einen sehr wichtigen Punkt angesprochen:
Es ist sehr einfach über Microsoft, Webservices, Xml, Java, .NET, Workspace, den neuen Pabst, unsere Politiker, Relationale Datenbanken, LotusNotes, etc. kalt lächelnd rumzunöhlen, anstatt sich selbst mit irgendetwas wirklich zu beschäftigen und sowas wie eine positive Perspektive zu gewinnen.
Den Mac sehe ich auch nur als ein offenbar nicht schlechtes Werkzeug für IT-Spezialisten zu Hause. Nix womit man Geld verdienen könnte.
Kritische Äusserungen gegenüber Workplace finde ich btw überhaupt nicht geschäftsschädigend. Wieviel Rants wurden in den letzten Jahren gegen Java Applikationsserver von Java Experten geschossen und das hat den Markt überhaupt nicht kaputgemacht, sondern einige Leute bei den Herstellern haben zugehört. Anders kann man die Verbesserungen durch EJB2 und nächstes Jahr EJB3 nicht erklären. Viele Kunden überlegen sich heute gut, was sie einsetzen und wissen durchaus zu relativieren. Der wirtschaftliche Druck macht eben auch alles ein bischen erwachsener.
Für die Bereiche, die ich beobachte und wo ich mich drin weiterbilde, d.h. zur Zeit: Java open Source (va. Spring und JBoss) sehe ich gute Fortschritte und zwar in den 3 Disziplinen: Qualität, Dokumentation und Gebrauchsfähigkeit_im_Enterprise_Umfeld. Bei Microsoft.NET geht es - was ich so höre - auch durchaus nach vorne.
Diese positive Perspektive sehe ich bei Lotus zur Zeit nicht. Wenn es bei Ed Brill >40 Postings zu dem Thema gibt, dass eine von Microsoft kürzlich aufgekaufte Firma eine von Domino generierte DHTML-Seite laufen lässt, dann erweckt das bei mir weder Aufregen noch Grinsen sondern nur noch Verständnislosigkeit.
Kein Heini Schwammer Re-Posting ohne das_ist_ganz_anders:
Du siehst nur einen Teil des Marktes aber bei großen Organisationen gibt es schon einen Markt für Tivoli. Und wenn das läuft, ist das sogar sehr gut. Auch das in WSAD 6.0 integrierte Rational Zeugs erfreute wichtige Abteilungen eines meiner Kunden sehr großer Beliebtheit und unsere eher IBM-kritischen hardcore Java-Programmierer fanden das auch wirklich sinnvoll für ihre Arbeit.

Gruß Axel

Spring Rocks. Viva Austral. Australia Go.

Semeaphoros:

--- Zitat von: heini_schwammerl am 23.04.05 - 13:31:44 ---Das jemand, der bei IBM gefeuert wurde nicht unbedingt die beste Meinung haben muß ist nicht ungewöhnlich.

--- Ende Zitat ---

Klar, ist menschlich, aber genau aus demselben Grund wird er auch auf IBMs Seite kein Gewicht "einbringen", wie das oben mal vermutet wurde. Es ist allerdings nicht klar, ob er wirklich gefeuert wurde oder selber gegangen ist. Vieles spricht dafür, dass er selber gegangen ist (im Gegensatz zu Gary und Charlie, da ist es etwas komplizierter, und beide reden interessanterweise nicht derart negativ über IBM)

Marinero Atlántico:
Für mich liegt ein "Partner Workplace Forschung Disclosure Vertrag" unterschriftsbereit bei meinem Vorgesetzten. Ich mache zur Zeit offiziell und wirklich Consulting/Projekte und Springframework-Daddling (letzteres ohne offizielles Budget, sprich: Freizeit) und ich werde dieses Agreement erst unterzeichnen, sobald ich eine Perspektive für Workplace sehe.
Werd mich zuerst mit der unterliegenden Technologie (Eclipse RCP) beschäftigen und zwar explizit mit der hochgelobten Dokument-Verwaltungs Beispiel aus dem Dunstkreis der großartigen JavaHispano-Crowd für das Martin Perez auch ein paar erklärende Artikel angekündigt hat.
Alles was ich jetzt so höre, passt durchaus in ein gewisses Bild von Schattenseiten einer großen und letztlich erfolgreichen Organisation, die ich von meinem dort erfolgreichen und beruflich zufriedenen aber kritisch mitdenkenden Vater mitbekommen habe.

viva el pueblo

Axel

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