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Rant: Englisch/Deutsch
Heiggo:
--- Zitat von: m3 am 21.04.05 - 10:27:07 ---...
Daher ein Tipp von einem alten Sack an all die jungen Burschen und Mädels da draußen in der IT-Welt: Lernt zumindest Englisch! Je mehr Fremdsprachen, umso besser, aber zumindest Englisch! Und zwar zumindest bis zu dem Level, auf dem Ihr Handbücher, Online-Hilfe und andere Dokumentationen lesen und verstehen könnt.
...
--- Ende Zitat ---
Wozu denn das??? Zumindest Microsoft liefert doch maschinell übersetzte Beiträge aus deren KnowledgaBase *kicher*
Ein schönes Beispiel (unbedingt anschauen und wiehern)
Deutsche maschinelle Übersetzung des Artikels 101497
fritandr:
--- Zitat von: Heiko 1 Siebert am 21.04.05 - 12:43:01 ---Ein schönes Beispiel (unbedingt anschauen und wiehern)
Deutsche maschinelle Übersetzung des Artikels 101497
--- Ende Zitat ---
;D ;D
m3:
--- Zitat von: Don Pasquale am 21.04.05 - 12:33:43 ---@m3:
In diesem Zusammenhang gebe ich Dir recht, aber nur weil es Ignoranten gibt möchte ich meine Sprache nicht aufgeben müssen. Aber das hast Du auch nicht gefordert.
--- Ende Zitat ---
Jup. So ist es, gut erfasst. ;)
Dieses krampfhafte "wir müssen ein englisches Wort verwenden, weil das ist viel cooler/hipper/moderner/dynamischer" geht mir aber sowas von auf die ....
Mir krampft sich jedesmal alles zusammen, wenn ich "Aktuelle Updates werden gedownloaded." bei Microsoft lese. Auch wenn es mit "heruntergeladen" ein IMHO schöneres deutsche Wort gibt, ist es zumindest in Österreich ebenfalls korrektes "Deutsch". :(
Marinero Atlántico:
bzgl Anglizismen: Es erfordert Anstrengung sie nicht zu verwenden, wenn man den ganzen Tag sowieso nur Englisch liest.
pillowbyters...
Mir gelingt es immer besser, mich nicht mehr provozieren zu lassen.
Btw. hab ich letztens eine Superstory gehört, wie jemand der ganz nah dabeiwar, mitgekriegt hat, wie der Leiter der Strategischen E-Business Unit eines wirklich großen Deutschen Konzerns 2 Jahre lang verborgen hat, dass er überhaupt keinen und zwar NULL Plan von Englisch hatte.
Am Ende gab es dann ein 2-Tages Meeting, wo sein Vorgesetzter, ein Ami und besagte Person in der Kommunikationssprache besagten Konzerns meeteten (Englisch). Am Ende des Tages fragte der Vorgesetzte (echt hoch in der Hierarchie) meinen Informanten: "Wieso sagt Herr X überhaupt rein gar nichts?". Antwort: "Er kann kein Englisch. Keine Ahnung, wieviel er überhaupt mitbekommen hat." Der Vorgesetzte ist ausgerastet. Der Mann ist aufgabenmässig in die Parkzone für gescheiterte Existenzen jenes Konzerns verschoben worden.
Eigentlich müssten die jüngeren Leute viel besser Englisch können als die älteren Leute hier (ich bin in der oberen Mitte (Mitte 30)). Schliesslich waren wir medienmässig immer mehr von Englisch umgeben.
In der IT sowieso.
Ich les zur Zeit kaum noch Deutsch.
Deutsche Nachrichten machen depressiv. Ich präferiere chilenische. Da geht es richtig nach vorne: Kupferpreis auf 30 Jahre Rekordhoch. ;D
Hab mir jetzt auch ein "Berlitz Sprachenset Französisch" gekauft, weil ich die technischen und politischen Sachen zu 80% verstehe und da eine gute Hebelwirkung meines bisherigen Wissens besteht.
Fremdsprachen machen mir Spaß und ich war in der Schule in Englisch und Latein ein schwacher 3er bis 4er Kandidat.
Gandhi:
Englisch ist - heutezutage - die Sprache der Wissenschaft (und der Technik). Musste man früher Latein oder noch früher Griechisch beherrschen, um einigermaßen mitreden zu können, so ist es heute englisch und wird es noch stärker werden.
Fachliteratur erscheint meist zunächst in Englisch - erst danach gibt es Übersetzungen - der zeitliche Vorteil ist dem englischsprachigen sicher.
Umfangreicher ist der Fundus englischer Fachliteratur ebenfalls.
Dennoch bin ich der Meinung, dass man fast das gesamte IT-Wissen, dass wenigstens ein halbes Jahr alt ist, mit mehr oder weniger guten deutschen Büchern abdecken kann. In anderen Bereichen (z.B. Naturwissenschaften) ist das definitiv nicht möglich.
Allerdings sind Bücher wie z.B. die von Bates/Sierra, die didaktisch auf höchstem Niveau stehen oder die Notes Bible (meiner Meinung nach das einzig wirklich brauchbare Buch zur Notes Anwendungsentwicklung) noch nicht in deutsch erhältlich. Da ich mich nicht mit der zweitbesten Lösung abgeben will lese ich die dann in Englisch. Trotz wirklich akzeptabler Englischkenntnisse muss ich aber sagen, dass mir das wesentlich schwerer fällt, als entsprechende Texte in deutsch zu lesen - was mir tatsächlich ziemlich mißfällt, zumal eine Gewöhnung hieran nach über 14 Jahren englischer Literatur immer noch nicht vollzogen ist. Ich verstehe zwar alles - aber es will nicht so schnell in mein Hirn....
Soviel zu dem Teil, bei dem ich Verständnis für Leute äußern wollte, die sich mit dem Lesen von englischer Literatur schwertun.
Gar nicht verstehen und tolerieren kann ich dieses Lerntotalverweigerer, weil die dadurch der Gesellschaft schaden. Wer nicht versucht besser zu werden wird schlechter und ist dann am Ende doch schnell ein Sozialfall...
Lebenslanges Lernen ist Pflicht und Privileg.
Die gute Nachricht ist, dass heute in Deutschland jeder (fast jeder) Zugang zu Bildung und Weiterbildung hat.
Die schlechte Nachricht ist, dass dieser Zugang auch genutzt werden muss.
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