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Notensystem bei Tests (Fortsetzung)
Semeaphoros:
Naja, für die Benotung gilt aber genau dasselbe, da müsstest Du auch zwischen "Theoretischer Benotung" und "Praktischer Benotung" unterscheiden und genau wie bei der physik gibts die theoretische Benotung auch nur in Utopia.
Du hast offensichtlich mein Beispiel hier noch nicht gelsen. Die Mathe-Aufgabe kannst Du problemlos mit der Physik-Aufgabe ersetzen. Und doch ist die ganze Komplexität noch nicht abgedeckt ... was, wenn der Weg falsch und das Ergebnis trotzdem richtig? Nur so als Beispiel.
Gandhi:
OK. Klar ist es schwierig, auf diese Weise eine Mathematikaufgabe zu bewerten, solange sie nicht absolut richtig oder falsch ist. ABER: Ein Mathelehrer kann sehr wohl absolut konsistent (innerhalb einer Klasse/eines Themas) und nach seinen Maßstäben objektiv jede einzelne Leistung bewerten. Je nach Aufgabenstellung kann man dann den entscheidenden Schritt am stärksten gewichten. Dabei kann es nach Aufgabe ein Schritt ganz am Anfang oder auch ganz am Ende sein.
Somit ist aber jedenfalls für Mathematik gewährleistet, dass jeder weiß, nach welchen Regeln benotet wird und die Leistung relativ zur Klasse objektiv eingeordnet werden kann. Bei einem Aufsatz hingegen ist es ein fast reines Glücksspiel wie sehr der Lehrer einen selbst und den Aufsatz, den Stil etc. mag. In diesen Fächern befindet man sich wie auf hoher See oder Gericht allein in Gottes (Lehrers) Hand. Und genau diese Willkür kann/darf doch nicht existieren, wenn hier über die Zukunft von Kindern entschieden werden soll.
Das ganze soll hier absolut nicht ein Apell an Nicht-Leistungsorientierung sein. Ganz im Gegenteil. Aber wenn ich mich an Leistung orientieren will muss ich diese erst mal greifen können - und das ist in ganz vielen Fällen/Fächern für mich nicht gegeben. Dort muss dann eben das bewertet werden, was objektiv bewertbar ist.
Semeaphoros:
Oh my, Du lebst wohl wirklich in einer heilen Welt, nichts könnte von der Realität ferner liegen, tönt gerade so wie mein unpraktisch begabter und sehr theoretischer Päd-Profax ......... Du bekommst den Bemessensspielraum in keinem Fach wirklich weg, und dieser ist nun mal anfällig auf Menschlichkeiten. Dein gezeichnetes Schulbild ist eine Maschine, ein Roboter, der in letzter Konsequenz eigentlich nicht einmal mehr denken kann, so etwa wie die Orwellschen Redaktoren der Wahrheit ....
Marinero Atlántico:
Es gibt auch dafür wie man sinnvoll einen Text gliedert, eine Argumentation aufbaut usw. bestimmte Regeln, die sich erlernen und bewerten lassen.
Texte schreiben kann man auch anders sehen als das Hervorsprudeln des einzigartigen individuellen Ausdrucks seiner selbst, der von keinem Wesen unterhalb der Sphäre des Göttlichen bewertet werden darf.
Außerdem gibt es für einen Essay oder einen Aufsatz geeignete und eben auch weniger geeignete Ausdrücke, Satzkonstruktionen uvam.
Viele IT-Leute und namentlich Programmierer unserer Zeit scheinen allerdings einen bleibenden Schaden von ihrem Deutschuntericht mitgenommen zu haben (falls sie dort überhaupt anwesend waren).
Anders läßt sich das Deutsch in bestimmten Problem-Ticket Systemen sowie der generelle Verzicht sämtlicher Kommentierung nicht erklären.
Axel
Semeaphoros:
Genau so ist es, und genau deshalb weichen die Bewertungen von Mathe und Co. gar nicht so stark von den Bewertungen im Deutsch und Co. ab.
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