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Notes stirbt? Schon lange nicht mehr gehört ...
heini_schwammerl:
Axel,
ich kenne kaum jemanden, der sich so intensiv mit Java beschäftigt wie Du (und aus der Notes Welt kommt).
Auch wenn Du wohl in vielen Punkten Recht hast fehlt mir ein wenig die Alternative und die Perspektive. Wenn ich zu meinen Kunden gehe und verkünde: So wir machen jetzt alle JBoss dann sollte ich vorher sicherheitshalber anfragen ob McDonalds noch einen Griller benötigt.
@Semeaphoros,
ich halte wenig von dem Ansatz: Fette Software und die schnelle Entwicklung der Hardware wird es irgendwann schon richten zumal sich der Mehrwert für mich noch nicht erschließt.
In meinem Kundensegment (Mikro-SMB) wird ein extrem schneller ROI erwartet und mit diesem Ansatz habe ich kaum Überlebenschancen. Natürlich kann das IBM egal sein aber ich möchte vorher wenigstens kräftig auf die Pauke gehauen haben. So kann ich hinterher wenigstens behaupten, das ich alles versucht habe.
Im übrigen halte ich den IBM Ansatz teilweise für fragwürdig. Damit behält man vielleicht seine Fortune 500 Kunden aber neue Unternehmen werden dann evtl. mit anderen Technologien groß werden und es muß nicht heißen, das diese dann zwangsläufig auf IBM umsteigen.
In vielen Unternehmen, die ich kenne sind die Lotus Produkte die einzigen IBM Produkte (neben vielleicht einer iSeries bzw. AS/400). Insofern glaube ich, mit dieser Strategie besteht die Gefahr das IBM irgendwann der Umsatz einfach wegstirbt. Und auch das Beratungsgeschäft steht meiner Meinung nach langfristig vor einem deutlichen Abschwung. Viele Unternehmen werden irgendwann sehen, das die fetten IBM Gewinne vor allem aus diesem Bereich kommen und wo fette Gewinne eingefahren werden wird manchmal zu viel bezahlt. Im übrigen managed die IBM Ihre eigenen Prozesse oft so schlecht das ich mich frage ob die Beratungssparte bei IBM im Isolationstrakt sitzt.
Der Lotus Ansatz war auch für den Business Partner Bereich gut. Viele kleine und mittelständische Kunden sind gut für den Markt. Zukünftig betreuen dann wenige große Business Partner vor allem große Unternehmen.
Alleine wenn ich mir anschaue, das viele meiner Kunden derzeit schon über die AS/400 Politik verärgert sind hebt nicht gerade die Stimmung für weitere Investitionen in IBM Software.
Ich möchte aber ganz klar sagen, das ich nicht objektiv bin. Für mein Überleben brauche ich teilweise einen Strategiewechsel von IBM und dafür mache ich mich stark.
Semeaphoros:
Heini, das stimmt und stimmt doch auch nicht. Solange Notes/Domino so weiterbesteht, wie es ist, besteht für das Mikro-SMB-Segment noch nicht wirklich Gefahr. Ja, IBM hat das vernachlässigt, hat dann aber mit dem Express-Programm nachgebessert.
Stimmt auch, dass man nicht immer auf "neue Hardware" usw. warten darf oder warten muss. Trotzdem funktioniert der Markt so, nur leider vergisst man das meistens immer wieder. NT war einst "viel zu gross, viel zu träge und brauchte viel zu viel Maschinen" für den Mikro-SMB-Makrt. Und heute? Empfiehlst Du Deinen Kunden, die Geräte mit ME auszurüsten ??
Etwas mehr Differenzierung bitte. Ich bin auch der Meinung, dass die Workplace-Strategie noch viel Politur braucht, bis sie wirklich brauchbar ist, und damit natürlich auch noch viel Zeit. History zeigt aber, dass es mit allen grösseren Technologie-Schritten immer so gegangen ist, bei NT war das so, bei Windows war das so (das ja erst in Inkarnation 3 wirklich Fuss gefasst hat .....) und man könnte wohl noch einige andere Beispiele ausgraben.
Auch damals hat männiglich laut geschumpfen .... "das ist viel zu gross, zu teuer, zu aufwendig für mich ..."
Heini, mit Deiner Argumentation verlange ich von Dir, dass Du ab sofort nur noch mit DOS-Rechnern rumrennst ........ ;D
heini_schwammerl:
--- Zitat von: Semeaphoros am 17.01.05 - 14:55:48 ---Heini, mit Deiner Argumentation verlange ich von Dir, dass Du ab sofort nur noch mit DOS-Rechnern rumrennst ........ ;D
--- Ende Zitat ---
Nun, nicht unbedingt DOS aber viele meiner Server laufen in der Tat mit Linux (aber auch mit Windows wo das Sinn macht oder der Kunde das wünscht. Ich bin kein Dogmatiker). Zumindest die schwarze Konsole ist mir also bestens vertraut ;D. Ich bin auch mit dem Vergleich mit Windows NT etwas unglücklich da zumindest die Version 4 sofort einen deutlichen Mehrwert bedeutete und damit meine Argumentationskette wieder stimmig wäre. Für einen Mehrwert sind natürlich auch meine SMB Kunden bereit in die Tasche zu greifen.
Die Express Serie ist übrigens eine tolle Sache, leider wurde Sie nicht konsequent mit einem Designer Express zu Ende gedacht aber immerhin. Trotzdem bin ich inzwischen zögerlich ob ich das Kunden mit einem ruhigen Gewissen verkaufen kann. Hierbei schaue ich nicht unbedingt zu Microsoft rüber, das ist oft noch schlimmer, sondern immer mehr ins Open Source Lager. Aber ich denke die Standpunkte sind deutlich geworden und wie schon erwähnt hat die IBM Marschrichtung ja auch Vorteile, nur leider nicht unbedingt für mich. Wenn es nicht klappt, auch egal. Für IBM sind das Peanuts.
Aber das Axel derzeit wieder mit Notes rumhampeln muß macht mich doch ein wenig nervös.
Semeaphoros:
... rumhampeln und nervös ..... :o
Mit dieser Aussage kann ich auch was anfangen :)
Wenn Du jetzt sagst, mit NT 4 hat es Mehrwert gegeben, auch dort ist es jahrelang gegangen, NT 4 hat mit OS/2 2.0 (in der Version von MS nie erschienen!, darf nicht mit der IBM 2.0 verwechselt werden) angefangen und basierte auf NT 3.51, und genau dieses 3.51 war so ein Zwischenschritt. Das ist jetzt grob vereinfacht, weil da auch noch LanManager mit hineinspielt .....
Workplace kann - muss aber nicht - sich ähnlich entwickeln, wie das bei NT der Fall war. Natürlich müssen wir mitteilen, wo wir unsere Probleme sehen mit dem Produkt. Dabei ist werder Verherrlichung noch Verunglimpfung der richtige Weg, um etwas zu bewirken. Dieser letzte Satz ist meine Hauptbotschaft - falls man hier zwischen den Zeilen schon gelesen hat.
Marinero Atlántico:
--- Zitat von: heini_schwammerl am 17.01.05 - 15:40:50 ---Aber das Axel derzeit wieder mit Notes rumhampeln muß macht mich doch ein wenig nervös.
--- Ende Zitat ---
Kein Problem. Ein Projekt hängt ja nicht nur von der Programmiersprache ab. Und das ist hier wirklich eine echt g.r.o.s.s.e Notesinstallation. Vermutlich arbeiten da mehr Leute dran als an allem was ich vorher so programmiert habe.
Ausserdem sind das verdammt viele Projekttage.
Und - was ich vorher nicht gewusst habe - gibt es mehr als Andeutungen, dass man so prima in ein noch größeres Websphere Portal Server Projekt reinkommt.
Am besten war aber die Aussage eines Zimmernachbarn bei der Weihnachtsfeier: Er wäre ja objektorientiert und ich würde mit LotusNotes ja was ganz anderes machen. ;D
Tja. In dem Websphere Portal Projekt muss ich mich dann wohl in diese magic Objektorientierung ganz neu reindenken. Freu ich mich schon drauf, was der mir da beibringt. 8)
Ein bischen hart ist, dass ich - um die Götter gnädig zu stimmen - neben der Arbeit unbezahltes Tapestry, Spring und Hibernate auf Tomcat programmiere. Aber so bescheuert bin ich momentan. Zumindest hat man da seine Ruhe vor irgendwelchen Kundenanforderungen oder Deadlines und kann wirklich eine xxxl-xTreme Test-Driven-Development Praxis entwickeln. Da fehlte es ein bischen. Und: Spring Rocks. 8)
Und jetzt noch dieses Ding von den spanischen Kollegen:
http://jlibrary.javahispano.net/es/index.html (findet Beachtung in der Community als erste Eclipse RCP Lösung, die genau in dem Bereich zwischen super_komplex und trivial liegt, der gut ist, wenn man etwas lernen will.
Das ist Eclipse RichClient Platform ohne 2CPU IBM/Lotus crap.
Gruß Axel
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