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Wahrscheinlichkeitsrechnung a la BGH

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TMC:
Die Begründung selbst halte ich auch für etwas lächerlich  :P

Ich hatte mal vor ein paar Monaten einen Artikel gelesen, allerdings weiß ich leider nicht mehr die technischen Details. Fazit war: Der Karte selbst zu entlocken, welchen PIN diese hat, ist praktisch unmöglich.

Ich tanke z.B. oft mit EC-Karte. Bei den aktuellen "Terminals" (oder umgebaute Zigarettenschachtel mit Tastatur) hat bestimmt schon oft wer meine EC-Kartennummer ersehen können beim eintippen. Da passe ich auch immer auf, dass mich dann keiner anrempelt beim Verlassen der Tanke und halte die Brieftasche mit Karte fest in meinen Händen in der Hosentasche.

Viel interessanter für Diebe sind aber wohl Kreditkarten, bei denen meistens die PIN gar nicht benötigt wird.

MartinG:
Insgesamt muss ich sagen das ich auch absolut niemand kenne bei welchem die EC - Karte mal missbraucht wurde.


--- Zitat --- Viel interessanter für Diebe sind aber wohl Kreditkarten, bei
denen meistens die PIN gar nicht benötigt wird. 
--- Ende Zitat ---

Sehe ich genauso, allerdings ist man ja da IMHO versichert, ich meine man haftet da mit max 50€....

koehlerbv:
Jo, Matthias, wir müssen das Ganze wirklich relativieren. Wie weit kommt, ein "normaler Dieb" (der, der 1.000 Euro abhebt, ist wohl ein "normaler Dieb" - nichtsdestotrotz ein Verbrecher !!!), wenn er meine Kreditkarte klaut ? Wenn er nur tankt, sicherlich quer durch ganz Europa. Da schaut ja keiner von den Verkäufern hin ... Wenn allerdings der Klau der Kreditkarte relativ zeitnah gemeldet wird, dann ist das Risiko der Kreditkartenbesitzers ziemlich gering - seine Unterschrift stimmt ja nicht. Und wenn er dann noch eine Karte mit Foto sein eigen nennt ...

Ich sag' es nochmal: Wie bei Bargeld, den Autoschlüsseln (das meistgeklaute Auto 2003 ist der X5 - aber bestimmt nicht durch das Knacken der Wegfahrsperre !), den Hausschlüsseln etc. muss man auch bei "Plastikgeld" seine Hand darauf haben und darf dann nicht einfach das Risiko auf einen Dritten abwälzen. Und wer die PIN knacken kann, hebt dann nicht nur einmal 1.000 Euro ab, anstatt das in dem Zeitfenster bis zur Reaktion der Kartenherausgeber für einen richtig grossen Raubzug zu nutzen.

Für mich widerspiegelt sich auch in dieser Diskussion ein westeuropäisches Dilemma: Wir reden über die Kundin, wir reden über die Bank - aber nicht darüber, dass der Schweinehund, der das Verbrechen (!!!) begangen hat, der eigentliche Übeltäter ist. Die Existenz(notwendigkeit) eines "Weissen Rings" in Deutschland sollte uns eigentlich alle beschämen.

Bernhard

MadMetzger:
Selbst in dem Fall, wo jemand die PIN errechnen oder sonstwie hat, kann er am Geldautomaten nur begrenzt Geld abheben am Tag. Aber dann besteht noch die Chance per ec-Cash bargeldlos einkaufen zu gehen. Jedoch ist auch da mancher Kleinkriminelle etwas zu dumm: Jemand mit südländischen Aussehen hat versucht mit einer Karte einkaufen zu gehen, die auf einen typischen deutschen Namen wie Müller lautet. Die Verkäuferin wurde daraufhin stutzig und fragte nach dem Ausweis, den der Mensch vorgab im Auto zu haben. Und verschwunden war er...

pd:
aus der Praxis eines Sparkässlers:bisher wurden bei uns ein zwei Fälle bekannt, bei der die PIN mit den genannten und medientechnisch vielzitierten Minikameras ausgespäht wurde. Tatsächlich geknackt wurde sie in keinem mir bekannten Fall.
Könnte mir vorstellen, dass der Aufwand da im Vergleich zu anderen (illegalen) Beschaffungsmethoden zu hoch ist. Da nehm ich doch lieber nen Knüppel und zieh ihn dem Opa nach dem GAA-Gang über die Rübe.
Ansonsten ists natürlich ein heißes Thema, und das ist auch der Übergang zu

aus der Praxis eines WoE Tankwarts:Es ists tatsächlich so, dass bei der (hauptsächlich älteren) Kundschaft unter 10 Leuten einer die PIN im Geldbeutel, auf nem Zettel oder gar mit edding auf der Karte notiert hat. Sprech die betreffenden natürlich jedesmal drauf an, aber die sehen das viel zu lax. Auch dass sie sich dabei zur besonderen Zielgruppe von Gewaltverbrechern machen kratzt sie nicht. Bis mal was passiert, dann ist das Geschrei groß.


Haftung, hm, ist so ne Sache, man kann jetzt argumentieren, dass die Banken mit den Höchstbeträgen, den MM-Kartenmerkmalen, der PIN eigentlich für ausreichend Sicherheit gesorgt hat.
Ich wollte nicht am Schalter stehen, wenn plötzlich 6 oder noch mehr stellige PINs ausgegeben werden ;-) Die Nutzungsbedingungen sagen auch, dass die Karte wie Bargeld zu behandeln ist, d.h. auch mit der entsprechenden Sorgfalt.
Kleiner Tipp, bei der Sperre der Karte, nach Möglichkeit Zeugen dabei haben (unabhängige) und genauen Zeitpunkt festhalten. Konstruierter Fall: Man erreicht einen Azubi, der notiert das, muss dann noch wohin rennen, der Ausbildende hat grad keine Zeit, dann kommt Mittagspause (oder gar WoE) und dann erst rückt er die Info raus. Dann ist gut, wenn man den Zeitpunkt der Sperrenmitteilung nachweisen kann.
Es schadet auch nicht nach der Hausbank auch die Polizei anzurufen und die Sperre nochmals zu veranlassen, die gehen dann direkt an ein übergeordnetes Rechenzentrum, dass zB auch Autorisierungsanfragen aus dem Ausland entgegennimmt.
Zu diesem Zweck hab ich im Kalender Konto und Kartennummer aufgeschrieben.

Wie Bernhard aber schon sehr richtig sagt, wird das Übel an sich nur am Rande erwähnt. Warum muss ich denn mein Fahrrad abschließen? Hat doch keiner was dran zu schaffen...

Allen natürlich viel Glück auf alle Zeit

Gruß, Patrick

(Schön die gestalterischen Möglichkeiten genutzt ;-)

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