Domino 9 und frühere Versionen > Administration & Userprobleme
Domino auf Linux: Möglichkeiten
thielmann:
Hallo,
bislang habe ich (resp. haben wir) uns lediglich mit der Entwicklung von Lotus Notes "Anwenderdatenbanken" beschäftigt.
Da hier noch eine Lotus Domino Lizenz ungenutzt herumliegt, überlege ich mir etwas damit anzufangen. In der Administration bin ich noch reichlich unbeholfen, aber lernwillig. Bevor ich mich jedoch an die Arbeit mache, wüsste ich gerne ob folgende Ideen überhaupt umsetzbar sind. Ein Teil dieser Fragen sind weniger Dominospezifisch, sondern genereller Natur. Vielleicht kann mir dennoch jemand einen Tipp geben.
Zur Verfügung steht ein dedizierter Server in einem fremden Rechenzentrum mit lediglich einer IP.
-Ist es möglich Domino als MTA für nur eine Domain einzusetzen und den "Rest" dem bislang genutzten MTA zu überlassen?
-Ist es möglich Domino als MTA hinter den bislang genutzten MTA zu setzen, um dessen Anti-SPAM Funktionalität zu nutzen?
-Ist es möglich den HTTP-Server von Lotus nur für eine Subdomain (domino.XXXX.de) zu nutzen und die restliche Arbeit dem ursprünglichen Webserver zu überlassen?
-Ist es möglich mit Notes-Datenbanken auf die MySQL Datenbank des Servers zuzugreifen, um etwa Accountdaten zu extrahieren und zu ändern? Sofern zusätzliche Software dazu benötigt wird, wie nennt sich diese?
-Ist die Kommunikation vom "SOHO" zum entfernten Webserver sicher genug? Welche Maßnahmen könnten hier zusätzlich getroffen werden? (Analog zum HTTPS Verfahren).
Um Nachfragen zuvor zu kommen: Auf diesem Server liegen weitere Präsenzen, für die teilweise recht aufwendige PHP Anwendungen geschrieben wurden, darum soll dort der Apache weiterlaufen. Den Domino HTTP wünschen wir uns, um einen Teil der Datenbanken zu Präsentationszwecken freizugeben. Als MTA soll ausser für drei Personen der bisherige MTA aus Kostengründen werkeln, denn auch die Non-Notes Lizenzen gehen auf Dauer gut ins Geld und die anderen Personen benötigen keinen Notes Zugriff. Den Datenbankzugriff wünsche ich mir, um Einstellungen gleich über Notes ändern zu können. Es ist nicht der wichtigste Teil meines Vorhabens. Auch die Absicherung ist nicht unbedingt Ziel Nummer eins. Nur wenige persönliche Daten werden auf dem Domino-Server liegen.
Ich bitte nicht um detailierte Anleitungen, wie ich das alles bewerkstelligen kann, mir ist klar das es Menschen gibt, die mit der Lösung dieser Probleme Geld verdienen.
Mich interessiert lediglich, ob es sich lohnt meine Gedanken weiterzuverfolgen, oder ob ich das Projekt mangels Umsetzbarkeit gleich begraben sollte.
Viele Grüße,
Markus
Meff:
Hallo Markus,
zu Deinen Fragen :
1. Frage 1 verstehe ich nicht so ganz. Da wären ein paar weitere Informationen recht hilfreich.
2. Auch hier muss ich sagen : ??? ??? ???
3. Ja, Du kannst Deinen Dominoserver so konfigurieren, dass er auf eine bestimmte Adresse hört. Allerdings muss ich gleichzeitig dazusagen, dass Du bei einem bereits bestehenden Webserver auf der Maschine einen anderen HTTP Port nutzen musst (z.B. Port 81).
4. Zu MySQL --> muss man sich anschauen.
5. Ah, mhh
Meff
thielmann:
> 1. Frage 1 verstehe ich nicht so ganz.
> 2. Auch hier muss ich sagen : ??? ??? ???
1) Lediglich Mails an eine bestimmte Domain sollen von Notes entgegengenommen und entsprechend auch versandt werden. Bei allen anderen Domains soll die bisherige Lösung die Mails entgegennehmen und in die entsprechenden Postfächer einsortieren.
2) Im Prinzip die gleiche Lösung wie 1, nur das Domino die Mail nicht direkt erhält und verteilt, sondern der bisherige MTA dazwischengeschaltet wird. Das hätte den Vorteil einer höheren Ausfallsicherheit (wenn Domino abschmiert, dann hält der bisherige MTA die Mails solange "fest"). Ausserdem nutzen wir Spamassasin aus erklärlichen Gründen. So könnten wir die Lösung auch für die erwähnte Domain weiternutzen.
> [...] einen anderen HTTP Port nutzen musst (z.B. Port 81).
Damit hatte ich gerechnet. Da dort ohnehin nur einzelne Datenbanken gehostet werden, macht das wenig aus. Das kann ich ja mit in die Links dorthin aufnehmen.
> 5. Ah, mhh
Jetzt darf ich mal: ???? ;-)
Viele Grüße,
Markus
Meff:
Also :
Wenn Du Dich nur auf SMTP Mails beziehst, dann stellt Deine Frage 1 und 2 kein Problem dar. Du musst Deinem SMTP Mailer halt nur sagen, wohin er welche Mails routen soll und dem Dominoserver so konfigurieren, dass er auf die entsprechende Domain hört (auf Port 25).
Mein Ah, mhh kam daher, da ich mit Deiner Frage nicht sonderlich viel anfangen kann. Schlag mich, aber mit SOHO kann ich leider nichts anfangen (bin halt nur ein Domino....).
Meff
thielmann:
> Wenn Du Dich nur auf SMTP Mails beziehst,
> dann stellt Deine Frage 1 und 2 kein Problem dar.
Ja, es geht nur um SMTP. Ein Austausch mit anderen Dominos ist nicht geplant und auch nicht notwendig. Mir ging es lediglich darum, ob ich zwei MTAs auf Port 25 lauschen lassen kann, wenn es sich um unterschiedliche Domains handelt. Eigentlich also eher eine Linux, denn eine Domino Frage. Aber das ist ja nun geklärt, es geht. ;-)
> Schlag mich, aber mit SOHO kann ich leider nichts anfangen
Ich wollte den Lesern des Forums die Möglichkeit geben bei einem längeren Thread ein bißchen "Bullshit-Bingo" (http://www.hirschbeutel.de/bullshit_bingo.html) zu spielen und habe dazu die Vorlage gegeben. SOHO bedeutet "Small Office/Home Office". Also der Rechner im Arbeitszimmer ;-)
Viele Grüße,
Markus
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln