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Kleider machen Leute
Rob Green:
bin ich eigentlich der einzigste der sich mit Jeans und eben ohne Anzug zu Kundenbesuchen begibt? Ist nicht zu lange her, daß mir das auf der CeBit ziemlich deutlich gemacht wurde, eben besagtes "Kleider machen Leute".
Am IBM Stand hat mich prompt der zuständige Herr für die Partnerworld nicht mal für voll genommen und ist ständig hier und dort hin abgezischt, mitten im Gespräch!!! Cool, ich hatte mir wirklich überlegt, den an der Nase zu fassen und ihm die Leitlinien seines Hauses vors Auge zu halten.
Doch was hätt's gebracht? Nüscht! Er hats wohl gemerkt, als ich mich einfach weggedreht hatte und schlicht wech bin, während er irgendwas von Services und Vorteilen genuschelt hatte.
Nur, was meint Ihr? Ist ne Krawatte wichtiger als Kompetenz? Ich hatte es nie so ganz verstanden, auch nicht zu meinen Bankzeiten. Im Mittelalter gab es ja ne Standes Kleiderordnung. Seitdem sind wir nicht viel weiter irgendwie. Witzig ;D
meichhorner:
Tja leider :(
Man muss wahrscheinlich den richtigen Mix zwischen Kompetenz und Kleidung finden ::)
Na dann "MIX IT BABY!" ;D
Thomas Schulte:
Du wirst halt nicht ernst genommen wenn du wie Otto Normalverbraucher runrennst.
Das Interessante daran ist, das du beim ersten Besuch am besten im Anzug mit Krawatte kommst und dann die ersten paar Mal auch entsprechend gekleidet bist, Anschließend, so ca. nach drei bis zehn Besuchen, wenn du dann schon für die Firma arbeitest, dann kannst du, je nachdem was du in der Zwischenzeit geleistet hast, auch im Nachthemd kommen. Dann haben deine Kollegen auf Zeit nämlich schon eine Ahnung wer du bist und was du kannst. Danach ist die Kleidung keine Statusfrage mehr.
Aber interessant ist das schon. Letztendlich soll dir die Bekleidung deines Gegenübers zeigen, welchen sozialen Status oder Rang er hat. Wenn du jetzt auf Menschen triffst, die primär oder sogar ausschließlich über diesen offenen Status agieren, dann rennst du mit Jeans und Hemd natürlich vor eine Wand. Insofern ist es ratsam sich dort anzupassen. Sich einmal für einen Besuch zu verbiegen ist einfach wenn es darum geht einen Auftrag zu bekommen.
Je oberklassiger du auftritts, desto warscheinlicher wird, im Normalfall, ein Auftrag an dich gehen. Deine Gegenüber gehen einfach davon aus, das du aufgrund deines hochwertigen Auftrittes auch hochwertige Arbeit ablieferst. Ihnen fehlt ja in der Regel das Notwendige Wissen um dein Know How beurteilen zu können. Hätten sie dieses Wissen würden sie dich ja nicht rufen.
Thomas
Rob Green:
kennste die Story vom Schweinezyklus? Ein berühmtes Verhaltensmodell aus der Mikroökonomie. Da gehts um Schweinbäuche, Börse, Angebot und Nachfrage. Auf jeden Fall werden dort 2 Szenarien aufgezeichnet: in dem einen Szenario trifft sich Angebot und Nachfrage, weil die Marktteilnehmer die Situation richtig antizipieren, wenn auch nach mehreren Anläufen. Im anderen Szenario laufen Angebot und Nachfrage völlig auseinander, weil die Marktteilnehmer es nie schaffen, richtig vorauszudenken.
So auch die "Kunden": die können noch so oft auf die Schnauze fliegen, aber die overdressed Klamotten bestimmter Beraterfirmen werden nie verdächtig. Bei mir war es so, daß je hemdsärmeliger der Kerle war, umso größer war mein Vertrauensbonus, da der/die sich nicht hinter Klamotten verstecken mußte. Antizipation und Schweinebäuche ;D ;D ;D
Performance:
Hey Rob erzähl mir nichts mehr von Schweinezyklen :-\ ich war 99 - 00 voll drin mit Optionen und Futures :-[
blicke heute noch wehmütig zurück :'( :'( :'(
- Aber zurück zu deinem Thema ... ich meine die Überschrift sagt doch schon alles .... und wenn du das gleichnamige Märchen gelesen hast kommst du zum Schluss das es stimmt .... eindeutig und das was Thomas angeführt hat ist auch noch wahr.
Aber nichtsdestotrotz Nullen in Nadelstreifen gibt es und das zuhauf.
cu
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