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wie verhindert man die migration notes/domino -> outlook/exchange am besten?
eknori:
schon mal versucht, über outlook auf SAP zuzugreifen ?
Notes kann mittels LSX BAPI und RFC; Outlook ??
Was ist mit sonstigen Schnittstellen ?? ; AS/400 o. DB2 oder Oracle.
Habt ihr ein PPS System ??
wie greift man dan mit outlook drauf zu ?
Auch wenn ich "nur" Mail hätte würde ich Notes immer den Vorzug geben; denn wenn man es kennt, will man noch mehr. Appetit kpmmt nekanntlich beim Essen.
Gibt es eigentlich ein atOutlook Forum, das dir deine Fragen kompetent und schnell beantworten kann ?? Ich hab noch keins gesehen.
Noch ein Grund mehr, bei Notes zu bleiben.
Ach ja, wann habt ihr Notes eingeführt ?? schon mal über ROI und TCO nachgedacht ??
Das o.a Problem mit Würmern und Viren wäre für mich aber auch schon ein sehr gewichtiges Argument.
Und auch die serverseiten Einsparmöglichlkeiten beim Einsatz von Linux sind schlagende argumente bei den Controllern.
Außerdem ist Notes einfach ein g.e.i.l.e.s Produkt !!!!!!!!
wflamme:
Es gibt noch ein paar (IMO) KO-Kriterien f. Outlook:
1. Ansichtsformeln
OL kann Felder in Ansichten zwar berechnen (sog. benutzerdef. Ordnerfelder), dafür kommen aber nur geschlossene, einfache Formeln infrage. Es gibt - anders als bei der Notes-Formelsprache - keine temporären Variablen, errechnete Zwischenergebnisse lassen sich nicht wiederverwenden. Das führt dazu, daß sich die Formeln schnell in richtige Ungetüme mit massig Wiederholungen verwandeln und da schlägt dann auch schnell eine innere Grenze zu: wenn sich der vorcompilierte 'Bytecode' der Formel so um 256Byte bewegt, ist's schnell Essig mit der Formel. Resultat: Die Berechnung muß teilweise im Formular vorgenommen werden, aber das klappt eben nur per UI.
2. Sortieren/Gruppieren
OL kann nach berechneten Feldern in Ansichten nicht sortieren/gruppieren. Es ist zB noch nicht mal möglich, eine nach Monat/Tag gruppierte/sortierte Geburtstagsliste in OL anzuzeigen, ohne das Formular zu ändern. Grund: Das Strippen der Jahreszahl ist eben eine Ansichtsformel, der berechnete Rest (Monat+Tag) läßt sich dann nicht mehr sortieren/gruppieren.
3. OL kennt kein autom. Merging bei der Replikation.
4. OL kennt keine Folder - massig physikalische Kopien von Infos und Inkonsistenzen sind die Folge.
5. Formulare haben nur VBS/MSForms zur Verfügung. Keine OOP in Formularen.
6. OL-VBA-Makros sind clientspezifisch, ähnlich wie Kategorievorgaben. Dh diese Dinge werden nicht mit der Anwendung repliziert. WS gewechselt - Makros weg (oder anders).
7. OL-Ansichten lassen sich nicht gegen zufällige Veränderung schützen. Gerade bei der Konfiguration von Thread-Ansichten sind OL-Benutzer regelmäßig überfordert - einmal in der Ansichtskonf. was falsches per DragDrop verändert und die Ansicht ist - für den Anwender irreparabel - futsch. Admin helau!
8. Sicherkeitskonzept
Innerhalb eines Ordners (entspricht etwa einer NotesDB) gibt es keine Differenzierung im Zugriff. Wer dort lesen/schreiben darf, darf dort 'anwendungsweit' alles lesen/schreiben.
Es ist zB nicht möglich, sowas wie eine Passwort/PIN-DB für Firmeninterne Zwecke zu erstellen, da dann jeder alles lesen/ändern darf. Eingebaute Verschlüsselung gibt's mW auch nicht
Sowas wie Leser-/Autorenfelder kennt OL also nicht.
IMO absolutes KO-Kriterium, zB wenn Externe oder Fremdlieferanten in Teile der Arbeitsabläufe integriert werden sollen.
9. OL RichText ist lange nicht so mächtig wie Notes. Sections, Hotspots, Buttons etc gibt es nicht, da müssen dann immer gleich spezielle Formulare her. Wenn ich überlege, wieviele administrative Dinge in einer Notes-Umgebung per Mail und Button erledigt werden, ist diese Beschränkung ein Alptraum.
10. OL hat keine brauchbare, integrierte Volltextsuche, nur sehr eingeschränkte Boolsche Funktionen, keine Wildcards, kein Fuzzy, keine Indizierung von Attachments.
11. Web-Unterstützung ist eine ausgewachsene Katastrophe.
12. OL kennt keine eingebetteten Ansichten, alles handcodiert und per ActiveX im Formular. Performance ist dann natürlich zum Schreien., von Problemen mit der ActiveX-Registrierung/Lizensierung mal ganz abgesehen...
13. OL ist schreiend langsam und unperformant. Kenne keinen, der 20.000 Kontakte mit dem Ding verwaltet/verwalten wollte.
14. UI-Hilfen, zB Picklist mit 'Ausleihen' fremder Ansichten zur Auswahl gibt es nicht.
15. Anwendungsentwicklung ist eine absolute Katastrophe. Wenn's sehr gut läuft und Du richtig teure Leute hast, dann brauchen die bei 90% aller Anwendungsfälle ungefähr 5x so lange, aber nur, wenn vorher ein 1a-PH steht. Sowas wie bei Notes, on the fly mal hier ein paar zusätzliche Features und das will ich jetzt aber so haben, das läuft bei OL einfach nicht. Schon Kleinigkeiten können da ein ganzes Grundkonzept umschmeißen und man verstickt sich in einer nie enden wollenden Kette von Workarounds... ich hab's selbst erlebt. Mal eine Anwendung für eine kleine Arbeitsgruppe an einem WE stricken, das ist bei OL einfach nicht drin. Das sind dann immer gleich Corporate-Geschichten..
16. OL kennt keine Multi-Value-Felder oder MV-Operationen
17. OL erlaubt nur ein RichText-Feld je Dokument
18. OL kann in Ansichten nicht summieren, Mittelwerte bilden etc.
Reicht das erstmal?
Hoshee:
Yoo,
ein wichtiger Punkt ist auch ganz einfach, daß man bei Domino sozusagen all inclusive hat.
D.H. es bleibt nicht nur bei Exchange. Dann brauchst Du hier noch mal 'nen SQL-Server ... und dann ist da noch eine eigene CA (wie zum Teufel funktioniert der MS Zertifizierungs-Server?).
Selbst bei MS findest Du Infos das eine Migration nicht ohne weiters möglich ist. Zum Teil müssen Applikationen komplett neu geschrieben werden (http://www.exchangeserver.de/migration/casestudy.htm). Wer soll denn das bezahlen?
Ein gutes Bsp. für die Richtung der Migration ist hierzu auch Daimler / Chrysler. Die hatten bisher Notes / Exchange parallel und gehen jetzt komplett auf Notes ;D
Ein negativ Bsp. ist auch ein grosser roter Energieversorger. Die hatten bisher Quickplace am Start. Nur leider ist die Unternehmensstrategie MS-lastig. Jetzt haben die eine eigenentwickelte Colloboration-SW ... richtig grottig *schüttel*.
Noch was zur Beschäftigung der Admins. Während man sich bei Notes mit der Entwicklung von DB's beschäftigen und User einrichten kann, ist man bei MS nur dabei die Server überhaupt am laufen zu halten ;)
Gruss ...
Hoshee
Julle:
In unserem Haus ist Notes eigentlich eine Nischenlösung für den Vertrieb, weil es die Basis für das CRM ist, die IT ist ansonsten sehr MS-lasting. Jetzt haben wir aber gerade eine weitere Abteilung auf Notes Mail umgestellt, weil die Chefin unbedingt den Gruppenkalener und weitere Kalenderfunktionen haben wollte. Außerdem ist dort in einer ehemals dem Vertrieb zugehörigen Gruppe eine Datenbank mit Workflow im Einsatz, die keiner missen möchte.
Mit Microsoft haben wir uns vor 1,5 Jahren viel Ärger eingefangen, als ein MS-SQL-Server den NimdaE-virus ins Haus geschleppt hat. Da dieser kleine SQL-Server mit dem Nachrichtenverteilsystem zusammen arbeitete, hatten wir den Virus ruckzuck im ganzen Haus. Den Outlook-Nutzern wurden daraufhin für 4 Tage die Mails abgeklemmt, die Notesnutzer durften weiterhin mailen.
Wir sidn weiter am Bohren und hoffen, bald die nächste Abteilung von Notes überzeugen zu können.
Grüße
Julle
wflamme:
... der vollständigkeit halber in meinem obigen Posting Pt. 18 der Outlook-Mängel ergänzt:
Keine Summenbildung in Ansichten bei OL
:-X
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