Domino 9 und frühere Versionen > ND9: Administration & Userprobleme
Backup & Restore mit Transaktionslog
SC:
Hallo,
aufgrund von Datenbankgrössen > 30 GB habe ich auf dem Domino eine umlaufende Transaktionsprotokollierung aktiviert, damit bei einem Absturz der Server schnell wieder verfügbar ist. Desweiteren soll dort eventuell noch DAOS aktiviert werden, das ist aer aktuell nicht die Frage.
Ich habe im Internet nachgesehen und zu einige Fragen an der Stelle aber keine vollständigen Antworten gefunden, daher stelle ich sie hier an der Stelle:
http://www-10.lotus.com/ldd/dominowiki.nsf/dx/daos-backup-and-restore
Laut Dokumentation von IBM werden die Transaktionen einer DB ins TransLog geschrieben und bei vorhandenen SystemRessourcen bzw. zu speziellen Intervallen dann in die Datenbank geschrieben. Und die Sicherung ist mit einem RemoteAgent oder bei einem heruntergefahrenen Domino möglich. Aufgrunddessen, das sich die umlaufende Protokollierung nicht für die Sicherung und Wiederherstellung eignet, wird die Datenbank zu einem Zeitpunkt X gesichert.
1. Was ist mit den Transaktionen, die sich zu dem Zeitpunkt nur im TransLog befinden ? Nach meinem Verständnis fehlen diese dann (noch) in der DB, wenn diese noch nicht zurückgeschrieben geschrieben wurden. Bei einem Server ohne TransLog werden diese Daten direkt in die DB geschrieben und wären zum Zeitpunkt der Sicherung und bei einer Wiederherstellung vorhanden. Damit ist das TransLog ein Nachteil, da die Datenbanksicherung nicht konsistent sind.
2. Kann man das spezifizierte Interval für den Zeitpunkt des Schreibens in die Datenbank einsehen bzw. beeinflussen ? Das wäre dann eine Möglichkeit, dort vor der Sicherung die Transaktionen in die Datenbanken zu schreiben und dann zu sichern.
3. Laut Dokumentation können Datenbanken auf einem Server bei aktivierter Transaktionsprotokollierung gesichert werden, wenn der Domino heruntergefahren ist. Schreibt der Server beim Herunterfahren die vorhandenen TransLogs dann in die Datenbanken, damit diese konsistent sind ?
Wie gesagt, so richtig erklärende Antworten liefert IBM zu dem Thema nicht. Ziel ist nicht, das eine neue Sicherungssoftware gekauft werden muss, welche dann die archivierende Transaktionsprotokollierung beherrscht. Auch ist keine minutengenaue Wiederherstellung von Datenbanken notwendig. Wichtig ist nur die konsistente Sicherung von Datenbanken zu einem Zeitpunkt X für den Fall, das diese wiederherstellt werden müssten.
MFG SC
Pfefferminz-T:
Die umlaufende oder lineare Archivierung hilft die Performance Deines Servers zu verbessern, zur Laufzeit und im Fall des Wiederanlaufs nach einem Crash. Diese Art von TL eignet sich nicht für das zeitgenaue Backup, dazu ist das archivierende TL gedacht.
Zu 1:
Diese Transaktionen sind noch nicht auf der Disk und da Du aber Daten der Disk sicherst, sind diese noch nicht geschriebenen Transaktionen bei einer Rücksicherung weg. Das Translog ist aber kein Nachteil, da für das Backup eben archivierendes TL eingesetzt werden sollte.
Mehr Informationen hierzu (Flushing and hardening):
http://www-01.ibm.com/support/docview.wss?uid=swg27002802
Zu 2:
Nein, siehe hierzu (Flushing and Hardening):
http://www-01.ibm.com/support/docview.wss?uid=swg27002802
Zu 3:
Kann ich nicht mit Sicherheit sagen, meiner Meinung nach aber ja... beim (korrekten) Herunterfahren des Server werden die offenen Transaktionen auf die Disk geschrieben.
Denke dass man in dem von mir verlinkten Dokument doch einige Erklärungen findet.
Gruss,
Thorsten
SC:
Vielen Dank für die Antwort, das Dokument beinhaltet einige Erklärungen.
Es ist genau das Problem, das der Einsatz von DAOS ein TransLog benötigt, damit aber die komplette Sicherung eines Domino Servers mit den vorhandenen Backup Lösungen dann nicht mehr korrekt läuft.
Daher stellte ich die Frage, ob alle offenen Transaktionen beim korrekten Herunterfahren des Domino Servers auch in die Datenbanken geschrieben werden. Laut dem Dokument muss es ja so sein, denn das TransLog wird ja nur gelesen, wenn der Server abgestürzt ist. Die Updates auf den Datenbanken werden von der UBM verwaltet. Daher bin ich deiner Meinung, es kann ja eigentlich nicht anders sein.
MFG SC
Ralf_M_Petter:
Ich weiß jetzt nicht, wie du darauf kommst, dass beim Backup inkonsistente Daten entstehen, nur weil du Transaktionsprotokollierung verwendest. Nur weil Änderungen noch noch nicht in die Datenbank (nsf File) zurückgeschrieben sind heißt das nicht, dass der Dominoserver nichts von den Änderungen weiß. Bei jedem Zugriff auf die Datenbank über die Domino API werden selbstverständlich die Daten im Hauptspeicher berücksichtigt und nicht der physische Inhalt auf der Platte. Das heißt, wenn die Sicherungssoftware alles richtig macht, dann kann es nie zu einem Problem kommen.
Grüße
Ralf
Tode:
Ich habe so den Verdacht, dass hier eine Sicherungssoftware verwendet wird, die nicht "Domino- aware" ist, und stupide die Files vom Filesystem abzieht.
Und da ist Translog natürlich tödlich. Für alle anderen ist es -wie Ralf ausgeführt hat- völlig egal, ob die Translogs bereits geschrieben sind oder nicht, weil sie spätestens beim Zugriff "berücksichtigt" werden.
Und NATÜRLICH werden alle Translogs beim Runterfahren in die Datenbanken geschrieben und die sind danach konsistent, sonst wären ja z.B. Updates gar nicht möglich bei aktiviertem Translog, oder Migrationen auf eine andere Maschine: Dabei habe ich noch NIE die 4GB Translogs mitkopiert...
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