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[Politik:Steueroasen] die spinnen, die Libertären
flaite:
also ich bin ja politisch eher liberal, aber wo ich echt nicht mehr mitkomme ist bei dieser Idee, dass Steueroasen wie Liechtenstein eine prima Sache sind.
http://www.antibuerokratieteam.net/2008/02/18/was-ist-steuerhinterziehung/#comments
tks:
Na wenn ich die Diskussion da richtig verfolgt habe, geht es den "Libertären" weniger um die Steueroasen im Besonderen, sondern um die "Staatsgewalt" im Allgemeinen. Frei nach dem Motto "don't criticize it, legalize it".
Ich halte das für fragwürdig. Meiner Meinung nach ist zwar unser Steuersystem höchst ungerecht und völliger Mumpitz, aber das ist eine andere Sache. Solange das Recht, sorry... die Gesetze so sind, wie sie sind, haben sich alle daran zu halten. Und das die, die das eigentlich ja gar nicht nötig hätten, sich hier aus der Verantwortung stehlen ist skandalös.
Der Kauf der Informationen hinterläßt allerdings schon ein gewisses "G'schmäckle". Aber Mitleid mit einem der Betroffenen? Nie und nimmer.
flaite:
--- Zitat von: tks am 19.02.08 - 16:38:05 ---... die Gesetze so sind, wie sie sind, haben sich alle daran zu halten. Und das die, die das eigentlich ja gar nicht nötig hätten, sich hier aus der Verantwortung stehlen ist skandalös.
--- Ende Zitat ---
So sehe ich das allerdings auch.
--- Zitat von: tks am 19.02.08 - 16:38:05 ---Der Kauf der Informationen hinterläßt allerdings schon ein gewisses "G'schmäckle".
--- Ende Zitat ---
Es hat sicher über die Jahre Gespräche mit Liechtenstein gegeben. Wenn es keine andere effektive Möglichkeit gibt, finde ich es voll ok das auszunützen. Jedenfalls besser als über Steueroasen rumjammern.
WernerMo:
Hallo,
ich glaube mich erinnern zu können, dass der Autor auch atnotesuser ist.
Gruß Werner
koehlerbv:
Zu dem Gejammer wegen dem "G'schmäckle" und den Drohungen sowohl Liechtensteins als auch diverser Anwälte: Wozu - verdammt nochmal - leisten wir uns einen Auslandsnachrichtendienst? Wenn der herausbekommt, dass die deutsche Firma "Hauptsache KOHLE GmbH" Maschinen, die sich zur Waffenproduktion eignen, in den Iran liefert, dann jault auch keiner.
Mit dem Unterlaufen unserer Steuergesetze (die sicherlich verbesserungswürdig sind, aber nicht in dieser Hinsicht) ein anderer Staat SEINEN Schotter verdient und partout nicht kooperieren will, dann sehe ich da hinsichtlich nachrichtendienstlicher Ermittlungen unsererseits keinen Unterschied zwischen Teheran und Vaduz.
Und wenn man sieht, welche Einkommensschichten welche Steuerlast tragen, dann kann einem übel werden - da stimmen unsere Gesetze wirklich nicht. Millioneneinkommen werden "schöngerechnet" bis fast zur Nullzahlung und dann noch das nicht unterbringbare Geld in die Schweiz, Liechtenstein oder die Caimans transferieren - aber auf unseren Strassen fahren, im Notfall unsere Rettungshubschrauber erwarten, unsere Polizei im Fall der Fälle erwarten, unseren Schulen und Unis besucht haben etc. Da wird mir nur noch schlecht ... und es liegt genau auf dem selben erbärmlichen Level wie die anderen Asozialen, die meinen, dass ihnen die staatliche Stütze doch vollkommen ausreicht.
Bernhard
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