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Massachusetts-schafft MS-Office ab Held ist zurückgetreten

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sloe:
Hi,
trotzdem etwas zum Inhalt (@dh-paule):

technisch: es besteht ein Unterschied und der ist enorm für Controlling, Rechnungswesen, FiBu, IT und andere Abteilungen. Der Grund heißt VBA und läßt uns so schöne Sachen machen, wie komplette Anwendungen in einer Anwendung bauen (ähnlich wie Notes; der Frontend ist da, es gibt einen Haufen Funktionen und und und), bis zum Umfallen verknüpfte Office-Anwendungen oder nur einfach alle Vorlagen automatisch per Makro updaten.

preislich: wird es übel, wenn diese Anwendungen umprogrammiert werden müssen (und das müssen sie, da der gesamte Quellcode nur als Kommentar übernommen wird). Zweitens muß jeder Profi-Anwender sich umschulen auf Java oder C. Ha, die Gesichter muß man sich dann mal ansehen.  :P

politisch: is mir wurscht.

flaite:

--- Zitat von: dh-paule am 31.12.05 - 10:47:50 ---
politisch: Bashing hin oder her, wenn OO für 98% der User funktionell ausreicht und dazu noch kostenlos ist, welcher einigermassen vernünftig denkende Mensch kauft sich dann noch ein viiiiiel teureres Produkt ?

--- Ende Zitat ---
Es ist bekannt, dass openOffice eine Menge bugs hat und es wird sehr gerne als Beispiel dafür herangezogen, dass openSource eben nicht so funktioniert wie sich klein Erna das vorstellt.
Theoretisch würde man denken: Schön es ist openSource. Da werden sicher Probleme von der "Programmierer Community" gefixt. Genau das findet aber nicht statt. Die Anzahl der Commiter für openOffice beschränkt sich fast ausschliesslich auf ein paar von Sun bezahlte Entwickler. Ganz einfach weil die Lernkurve, um da einzusteigen zu steil ist. Und die openSource aficionados a la Heise werden frühestens mit Glück nach der 3. Wiedergeburt vielleicht in der Lage sein, dort etwas sinnvolles beizusteuern. In diesem Leben sicherlich nicht. Ich hab v.a. in den letzten beiden Jahren eine Menge an größeren openSource Java Projekten (openOffice gerade nicht, aber es ist eins) als source oder im debugger gesehen. Nicht weil da etwas nicht funktionierte, sondern mehr aus Neugierde. Ich habe einen großen Respekt vor den Leuten, die das geschrieben haben.

@Sloe: Das mit dem umprogrammieren sehe ich auch so. Ein Wechsel ist ein großer, komplexer organisatorischer Wandel, in der eine Menge an Menschen beteiligt sind. Wobei dieser "Haufen Funktionen" und "bis zum Umfallen verknüpfte Office Anwendungen" eine ganze Reihe von sehr schwer integrierbaren Insellösungen (und Angriffsflächen für Viren) geschaffen hat, über die die betroffenen Abteilungen auch nicht immer glücklich sind.

Im übrigen wird man hier wenigstens über solche Entwicklungen informiert. Eine Reihe von Webseiten, die einen großen Wind rum um Massachusetts erzeugt haben, haben über diese Kündigung nicht informiert.

Gruß Axel

Driri:
Zu OpenOffice / MS Office :

Wir setzen unternehmensweit MS Office ein (größtenteils Standard, aber auch diverse Pro Versionen). In einigen Fachabteilungen gibt es diverse Eigenentwicklungen auf Basis Access oder Excel/VB.
Meine Kollegen wollen schon seit langer Zeit OO im Unternehmen ausrollen, einfach weil die Lizenzkosten für MS Office nicht zu verachten sind und wir mit Update auf den Nachfolger von Office 2003 komplett neue Lizenzen kaufen müßten.
Das Vorhaben scheitert (auf jeden Fall in der Fläche) in erster Linie schon an Access. Und die VB-Lösungen auf Excel-Basis sind die nächsten Problemfälle.

Ich gehe momentan davon aus, daß wir vor allem in unseren Außenstellen, wo Word als Schreibmaschine und Excel für simple Berechnungen/Diagramme genutzt wird, OpenOffice einführen werden.
In unserer Zentrale wird dies zumindest kurz- bis mittelfristig gar nicht möglich sein oder man müßte sich massiv externer Hilfe bedienen, um die vorhandenen Lösungen umzustellen.

Für Privatpersonen ist IMO OO aber auf jeden Fall interessant. Erstens, weil über 90% der Privatanwender VB nicht brauchen/benutzen und zweitens weil es einfach günstiger ist.

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