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Warenwirtschaft und Buchhaltung für Notes?
multicomp:
Hallo liebe Notes Gemeinde!
ich versuche in meiner Firma alles mit Lotus Notes zu lösen.
Um das ganze perfekt zu machen suche ich eine Warenwirtschaft und eine Fibu! Kennt jemand ein gutes Produkt? Gibt es Open Source Projekte?
Vielen Dank vorab für Eure Beiträge
koehlerbv:
Lotus Notes / Domino ist hierfür vollkommen ungeeignet.
Open Source ist im ND-Umwelt nicht gerade besonders verbreitet (zumindest halten sich erfolgreiche / hochwertige Projekte in Grenzen - relativ gesehen). Was Warenwirtschaft / FiBu angeht, sieht das open source mässig aber generell so aus. Open Source in diesen Bereichen erfordert Teams - und welches Team ist bereit, in dem Bereich die erforderlichen Garantien zu geben ?
In der Firma alles machbare mit Notes / Domino zu lösen, ist löblich. Eine Notes-FiBu ist aber kontraproduktiv.
Bernhard
TMC:
Unabhängig von Open Source oder nicht halte ich es auch für sinnlos, Warenwirtschaft in Notes/Domino abzubilden.
Jetzt musst Du aber Details ansagen. Wenn Du nur 10 Rechnungen / Jahr schreibst, nur 5 Artikel hast, dann mag man das auch in Notes mehr- oder weniger sauber abbilden können.
Vorausgesetzt nur 1 Server, keine Leute die Lokal arbeiten, etc. (Stichworte: fortlaufende Nummerung, relationale Datenbanksysteme).
Open Source ist mir erst recht nichts bekannt und ich wüsste auch nicht, wie man in Notes/Domino dies sauber, performant und sinnvoll abbilden sollte.
Hier ist auch das Stichwort Haftung sicherlich ein Thema. Für einen Wirtschaftsprüfer sollte Dein eingesetztes System anerkannt sein, bei einer OpenSource-Notes-Datenbank aus Timbuktu mögen da u.U. gewisse Zweifel aufkommen, die man u.U. widerlegen muss. Schließlich haben die Interesse daran, wie Du Geschäftsvorfälle buchst, etc. Bei Verwendung anerkannter SW wird da sicherlich weniger gegraben.
koehlerbv:
Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass eine FiBu-Applikation, die Open Source ist, nicht nur bei Wirtschaftsprüfern, sondern auch beim Finanzamt schlicht durchfallen würde: Das Prinzip impliziert ja, dass man die Sources hat und daher auch verändern kann. Daher können Buchungsmanipulationen nicht ausgeschlossen werden, und jedes (den grossen Ärger vermeidende) Zertifikat wird hinfällig bei Open Source.
Ich wage jetzt aber mal die Vermutung, dass hier "Open Source" mit "Freeware" verwechselt wird. Aber egal: Viel Spass mit dem Finanzamt ;)
Bernhard
TMC:
--- Zitat von: koehlerbv am 07.12.05 - 00:00:46 ---Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass eine FiBu-Applikation, die Open Source ist, nicht nur bei Wirtschaftsprüfern, sondern auch beim Finanzamt schlicht durchfallen würde
--- Ende Zitat ---
Hmm, soweit würde ich jetzt nicht gehen. In einer Fa. die SAP einsetzt kann ich ja auch Programmierer einsetzen, die mir das System toll zurechtbiegen und ich als GF meine Buchungen entsprechend frisieren lassem kann. Beim Finanzamt stehe ich dann trotzdem toll da, weil ich ja SAP habe.
Wie auch immer, die Europäischen Richtlinien und deutschen Gesetzte bekommen ja bekanntlich regelmäßig neue, strengere Vorschriften auch im Finance-Bereich, die oben erwähnte OpenSource-Notes-DB aus Timbuktu macht die Bildung eines Vertrauensverhältnis mit den prüfenden Behörden sicherlich nicht einfacher.
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